Hauptstadtmutti

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Interview mit Hebamme Dayo Oliver + Gewinnspiel Curaprox Baby

Ich befinde mich noch im Wochenbett und auch irgendwie noch in der Babyblase. Was auch gut so ist. Die Kennlernphase ist für das Baby und auch für den Rest der Familie schon etwas sehr Besonderes und ganz wichtig für uns alle. Und es geht schon manchmal ganz schön turbulent zu mit frischem Baby. Zum Glück gibt es Hebammen, denn sie sind die wichtigste Stütze für Neu-Mamas und ihre Babys.

Wir haben ein Interview mit Hebamme und Curaprox Markenbotschafterin Dayo Oliver geführt. Sie erzählt uns über ihren Alltag als Hebamme und auch etwas über die Produkte von Curaprox und warum sie die empfehlen kann.

Hauptstadtmutti: Wieso sind Sie Hebamme geworden?

Hebamme Dayo Oliver: Das Gebären und die Schwangerschaft haben mich immer schon interessiert. Laut meiner Mutter gebar ich als Kind meine Puppen immer selber. Schnell nach meiner Matura war mir klar, dass ich in Richtung Hebamme weitergehen wollte.

Hauptstadtmutti: Hält der Beruf, was er Ihnen verspricht?

Hebamme Dayo Oliver: Er ist noch schöner, als ich es erwartet hätte. In meinen Vorstellungen lief eine Geburt viel hektischer ab als in Realität. Filme vermitteln stets ein falsches Bild: Viel Action, Blasensprung, Aufregung. Natürlich gibt es Notfälle, in denen alles drunter und drüber geht. Aber in der Regel ist der Beruf der Hebamme ruhig, schön und natürlich. Man kann sich Zeit nehmen, wenn man nicht gerade vier Frauen gleichzeitig zur Geburt anstehen hat. Eine Geburt ist ein langer Prozess, und es kann sehr ruhig sein in einem Gebärsaal. Die Stimmung lässt manchmal spirituelle Gedanken aufkommen.

Hauptstadtmutti: Was ist spirituell?

Hebamme Dayo Oliver: In erster Linie sind es die Frauen selber. Sie sind extrem bei sich selber. Sie arbeiten mit ihrem Körper. Ihnen zuzuschauen ist beinahe ein spirituelles Erlebnis. Es ist fantastisch, dass der weibliche Körper und die Natur die Geburt regeln und leiten. Dieses Ausblenden alles Unwichtigen im Leben halte ich für außergewöhnlich schön.

Hauptstadtmutti: Können Sie sich selber gut konzentrieren und vieles ausblenden?

Hebamme Dayo Oliver: Nicht immer. Meine Fähigkeit zur Konzentration hängt völlig davon ab, wie viel Schlaf ich hatte. Nach einer hektischen Nacht habe ich in der Arbeit keine Ruhe. Bin ich aber gut erholt, kann ich mich sehr gut auf Momente einlassen und bin fokussiert.

Hauptstadtmutti: Wie sind Sie selber im Gebärsaal?

Hebamme Dayo Oliver: Ich bin oft still. Ich muss nicht viel reden und lasse die Natur walten. Ich bin einfach da.

Hauptstadtmutti: Was macht eine gute Hebamme aus?

Hebamme Dayo Oliver: Eine gute Hebamme unterstützt die Frau in ihrer Geburt, so dass es für sie passt. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die Sicherheit für Mutter und Kind gewährleistet ist. Eine Hebamme muss auf die Wünsche und Bedürfnisse einer Frau eingehen. Wer die Frauen überfährt und seine eigenen Ideen umsetzt, macht in diesem Beruf etwas falsch und bewegt sich eher in Richtung Körperverletzung als in Richtung Hilfestellung.

Hauptstadtmutti: Eine gute Hebamme ist demnach kaum spürbar, so wie ein Schiedsrichter?

Hebamme Dayo Oliver: Das stimmt. (lacht) Sie tritt auf, wenn Abläufe nicht mehr stimmen und Gefahr besteht. Einfach ohne Trillerpfeife und gelbe und rote Karten.

Hauptstadtmutti: Wie vielen Kindern haben sie geholfen, zur Welt zu kommen?

Hebamme Dayo Oliver: Um die 300 Kinder sind es bisher gewesen. Ich zähle nicht mehr. Die Arbeit mit den Frauen vor der eigentlichen Geburt ist da nicht eingerechnet. Viel mehr habe ich Frauen betreut, die später bei einer anderen Kollegin geboren haben.

Hauptstadtmutti: Wieso das?

Hebamme Dayo Oliver: Manchmal betreue ich Frauen während acht Stunden, und die Geburt ist noch fern. Erst zwei, drei Stunden nach meiner Ablösung ist es dann soweit. Eine Kollegin wird dann übernommen haben.

Hauptstadtmutti: Ist eine eingeleitete, aber nicht erlebte Geburt weniger wert für Sie?

Hebamme Dayo Oliver: Nein, für mich ist das auch eine Geburt. 

Hauptstadtmutti: Gebären Sie mit und erleben Sie die Anstrengungen der Frauen körperlich mit?

Hebamme Dayo Oliver: Das kann wirklich vorkommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit einer Frau presse. Eine Geburt kann für mich sehr anstrengend sein. Vor allem natürlich dann, wenn eine Situation nicht klar ist und besondere Maßnahmen erfordert.

Hauptstadtmutti: Können Sie danach gut abschalten?

Hebamme Dayo Oliver: Ich nehme vieles meiner Arbeit mit nach Hause.

Hauptstadtmutti: Sie geben viel, eigentlich alles. Wenn Sie nervös sind, sind auch die Frauen nervös. Wie schützen Sie sich und ihre Frauen?

Hebamme Dayo Oliver: Mit der Zeit habe ich das lernen müssen. Als junge Hebamme konnte ich es nicht sehr gut. Inzwischen bin ich in viele Situationen ruhig. Wenn es hektisch wird im Gebärsaal, ist es meine Aufgabe, dass sich die Frau auf mich fokussiert. Wir beide bleiben inmitten der Hektik ruhig. Das muss ich vermitteln.

Hauptstadtmutti: Gibt es einen Trick? 

Hebamme Dayo Oliver: Mir ist es bewusst, dass ich in Momenten oder Stunden der Geburt alleine für die Frau da sein muss. Das ist der ganze Trick.

Hauptstadtmutti: Hat Sie ein Erlebnis besonders berührt?

Hebamme Dayo Oliver: Mich hat vieles berührt. Besonders traurige Momente, wenn ein Kind stirbt, oder besonders schöne, wenn eine Verbindung und Friede über allem schwebt.

Hauptstadtmutti: Gibt es ein Beispiel für letzteres?

Hebamme Dayo Oliver: Ich hatte einst zwei Schwestern hier, die ihre dritte Schwester zur Geburt begleiteten und praktisch ohne mich Frauen- und Körperarbeit verrichteten. Das war wunderbar. Teamwork, und nur durch Frauen. Das ist in der Geburtshilfe leider etwas verloren gegangen.

Hauptstadtmutti: Wie meinen Sie das?

Hebamme Dayo Oliver: Ich finde es schön und richtig, dass Männer ihre Frauen zur Geburt begleiten. Aber oft sind sie überfordert. Die ganze Situation im Gebärsaal ist fremd. Sie können sich nicht in die Lage der Frau versetzen. Frauen untereinander arbeiten besser zusammen. Männer haben oft Hemmungen.

Hauptstadtmutti: Männer sind nicht in der Lage, eine Hilfe zu sein?

Hebamme Dayo Oliver: Der grosse Teil ist es in der speziellen Gebärarbeit nicht. Schön, dass sie dabei sind, aber helfen können sie nicht viel.

Hauptstadtmutti: Wie nehmen Sie den Frauen die Angst vor dem unausweichlichen Moment der Geburt?

Hebamme Dayo Oliver: Das ist ein wichtiger Punkt. Es ist wichtig, dass ich die Frau immer wieder an die Physiologie erinnere. Ich muss klar machen, dass es einen natürlichen Prozess zu durchlaufen gilt, der so eingerichtet und erprobt ist. Die Frau muss glauben und vertrauen. Sie muss sich ausliefern. Wer akzeptiert, dass mit seinem Körper Unausweichliches geschieht, und wer auf die Wege der Natur vertraut, hat es einfacher.

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Hauptstadtmutti: Warum sind Sie Botschafterin von Curaprox Baby?

Hebamme Dayo Oliver: Ein guter Freund hatte mich angesprochen und mir die Produktewelt von Curaprox Baby vorgestellt. Ich war von Beginn an vom Nutzen und der Qualität der Produkte überzeugt – vor allem, weil sie einen präventiven Charakter haben. Wir Hebammen geraten sehr früh in Kontakt mit schwangeren Frauen und brauchen solche präventive Produkte. Ich erachte es als meine Pflicht, das Bestmögliche den Eltern empfehlen zu können.

Hauptstadtmutti: Was machen die Produkte anders?

Hebamme Dayo Oliver: Die Biofunktionalität unterscheidet sie. Sie sind durchgedacht und von einem Profi, von einem Kieferorthopäden, entwickelt. Bei vielen anderen Produkten heisst es einfach, sie seien von Zahnärzten empfohlen. Doch in der Entwicklung waren sie gar nicht dabei. Das macht Curaprox Baby Produkte so speziell. Sie sind durchdacht und haben eine präventive Wirkung. Was ich auch schön finde, ist, dass Curaprox sagt, dass das Stillen immer noch das Beste für das Kind sei

Hauptstadtmutti: Stimmt das?

Hebamme Dayo Oliver: Absolut, wenn genug Milch vorhanden ist. Für die gesunde Kieferstellung ist Stillen absolut das Beste, das ist so. Auch vom Atemmuster her: Die Brust im Vergleich zu einem Babyflasche hilft besser, Babys zu belüften. Diese Babys haben die besseren Sauerstoffsättigungen als die Babys, die mit der Flasche ernährt werden und viel nuckeln. Wenn es geht, das ist meine persönliche Meinung, soll Stillen die erste und beste Lösung sein.

Hauptstadtmutti: Wenn ich als Kleinkind gestillt worden bin, habe ich genug Sauerstoff gekriegt und bilde mich optimal aus?

Hebamme Dayo Oliver: Idealerweise ja. Ungefähr zwanzig Prozent der Kinder haben eine genetische, angeborene Kieferfehlstellung. Aber bei allen anderen kann man die Kieferfehlstellungen durch den falschen Schnuller verursachen. Stillen ist das korrekte Nuckeln, das der Physiognomie unseres Schädels und Mundraums angepasst ist.

Hauptstadtmutti: Brauchen Kinder überhaupt einen Schnuller?

Hebamme Dayo Oliver: Gewisse ja. Der Name Säugling kommt nicht von Nichts. Es sind Säuglinge, die ein Saugbedürfnis haben. Sie beruhigen sich selber. Wir sehen Kinder, die mit Saugblasen zur Welt kommen, weil sie bereits im Bauch an ihren eigenen Unterarmen gesaugt hatten. Dieses Bedürfnis kommt früh. Ein Teil beruht auf Ernährungs-, ein Teil auf Beruhigungsbedürfnissen. Früher hat man die Kinder zum Nuckeln an die Brust genommen. Heutzutage haben die Frauen keine Zeit mehr dazu, dass man ein Kind an der Brust haben kann.

Hauptstadtmutti: Ab wann ist das richtige Alter für den Curaprox Baby Schnuller?

Hebamme Dayo Oliver: Je nachdem, das kann schon ab Geburt sein. Es kommt ganz darauf an. Es gibt Kinder, die vielleicht wegen einer anstrengenden Geburt oder wegen ihrem tendenziell unruhigen Charakter viel schreien, und die sich durch das Nuckeln selber beruhigen können. Für das Kind ist das nur positiv. Ein Kind, das immer schreit, schüttet Stresshormone aus. Das ist nicht gesund. Wenn es Ruhe in ein junges Leben bringt, ist das gut.

Hauptstadtmutti: Warum braucht ein Kind einen Curaprox Baby Beissring?

Hebamme Dayo Oliver: Der Beissring beruhigt. Wenn die Zähne durch die Pilgern durchdrücken, entsteht Schmerz. Druck auf die Pilgern lindert und entlastet. Der Beissring weicht gleichzeitig auf und hilft den Zähnen beim Durchstossen. Babys beissen automatisch auf etwas herum.

Hauptstadtmutti: Egal auf was, Kinder beissen in dieser Phase. Süssholz wäre nicht falsch?

Hebamme Dayo Oliver: Es kann Süssholz sein, das hat man früher tatsächlich verabreicht. Oder im Bündernland Bündnerfleisch. Da kann man über den Salzgehalt streiten. Da wäre ich auch glücklich gewesen. Fröhliche Kinder mit einem Mocken Fleisch im Mund (lacht). Der Beissring, den Curaprox Baby entwickelt hat, bringt auch einen sensorischen Reiz mit sich. Durch die Kügelchen, die man schütteln kann, durch seine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit. Das Kind hat taktil verschiedene Erlebnisse. Die Noppen ganz vorne sind zudem die ideale Vorbereitung aufs Zähne bürsten.

Hauptstadtmutti: Ab wann soll man mit Zahnbürsten arbeiten?

Hebamme Dayo Oliver: Ab dem Durchtritt der Zähnchen soll man putzen. Wenn der erste Zahn durchdrückt. Zahnbürsten von Curaprox Baby sehen etwas anders aus. Ich habe sie selber für meine Kinder angewendet, noch immer haben sie Zahnbürsten von Curaprox Baby. Das Spezielle ist der Bürstenkopf, der klein ist. Man kommt in alle Winkel des Mundes. Oft sind Babyzahnbürsten zu groß. Man kommt damit nicht gut in die hintersten Ecken des Mundes. Anders ist auch die Form des Griffes: Das Kind kann die Bürste sehr gut halten. Der runde, breite Griff verhilft zu einem guten Halt. Und die Weichheit der Borsten. Man muss sich vorstellen: Ein Kind mit entzündetem, vielleicht sogar blutendem Zahnfleisch nach dem Durchstoßen des Zahnes soll mit harten Borsten bürsten? Das sind die Kinder, die sich wehren und schreien beim Zähneputzen. Wenn man ein weiches Bürstchen bringt, sieht die Welt anders aus.

Dankeschön, liebe Dayo Oliver!

Damit ihr Curaprox ausprobieren könnt, verlosen wir ein Starter Paket von Curaprox bestehend aus Schnuller, Schnullerkette, Beissring und Zahnbürste.

Sagt uns einfach, war oder ist euer Baby ein Nuckelkind?

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen außer Mitarbeiter der beteiligten Firmen und deren Angehörige. Die Gewinner werden unter allen Einsendern von Kommentaren durch das Los ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Sie erklären sich mit der Veröffentlichung ihres Namens und Wohnorts einverstanden. Eine Barauszahlung des Gewinnwertes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist am 24.6.2017 um 24 Uhr.

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  • Anja L.

    Nuckeln ohne Ende, aber nur an der Brust…

  • ja, unser mini ist ein totales nuckelkind, wenn auch fast nur an mir :’D … den schnuller aus dem set würde ich unheimlich gern probieren, da hier fast alles, was es sonst auf dem markt gibt verweigert wird o.O

  • Anne-Christine

    Jap, absolute Nuckelkinder. Ohne dem ginge gar nichts 😉

  • Kathi Langer

    Auf jeden Fall ein Nuckelkind, ohne geht es nicht!

  • Argiro Simeonidou

    Ja beide sind nuckelkinder 🙂
    Toller Gewinn hoffentlich habe ich Glück

  • Anne

    Hallo, unsere drei Kinder haben/hatten alle einen Schnuller. Ein zwiespältiges Thema, denn gerade über eine drohende Zahnfehlstellung und das Angewöhnen mache ich mir Gedanken… Der positiv-beruhigende Aspekt steht allerdings im Vordergrund. Ich sehe den Schnuller als beruhigende Hilfe, der dosiert eingesetzt werden kann.
    Herzliche Grüße, Anne

  • Lili

    Erste Tochter hat Nuckel geliebt und der Abschied war schwer. Zweite Tochter jetzt will nichts davon wissen, da suchen wir Alternativen zur Beruhigung

  • Julia

    Unsere zweite Tochter ist im Gegensatz zur ersten ein absolutes nuckelkind

  • Sindy

    Unsere Kleine ist aktuell ein Nuckelkind.

  • Ayda Le Rhuy

    … das werden wir erst im September sehen ❤

  • Hanni

    natürlich immer noch

  • Karo Oke

    Hallöchen! Mein Kind war nie ein Nuckelkind, obwohl wir uns kurz nach der Geburt sehr viele Gedanken darum gemacht haben. Wir hätten gar nichts dagegen gehabt, ein Kind ist ein SÄUGling und will saugen, auch wenn es mal nicht an der Brust ist. Beim nächsten Kind würden wir es uns – und vor allem unserem Kind – wieder offen lassen, ob es einen Nuckel will oder nicht. Beißringe sind immer super! Viele Grüße, Karolin

  • mimi mi

    Die ersten sechs Monate hat mein Kleiner genuckelt, dann kam eine längere Erkältung und er hat es sich abgewöhnt. Manchmal bin ich froh darüber und manchmal nicht, weil es ihm in einigen Momenten gut tun würde. Er spielt aber nur noch mit den Schnullern. Für die Zähne ist es natürlich gut. : )

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