„Mama, nach welchen Früchten schmeckt denn Fruchtwasser?“ Ein Schwangerschaftsupdate #SSW37

OMG. Die Zeit rast. Ich bin in der 37. Schwangerschaftswoche, im 10. Schwangerschaftsmonat angekommen und weiß gar nicht so recht, wie eigentlich. Das ging jetzt doch jetzt irgendwie so wahnsinnig schnell. Ich bekomme fast ein wenig Panik und auch Angst.  

Panik, nicht alles rechtzeitig vorbereitet zu haben und Angst vor dem was kommt, Spinal Anästhesie, Kaiserschnitt, ist mit dem Baby dann auch alles in Ordnung? Manchmal, wenn ich Zeit habe, darüber nachzudenken oder die diversen Bögen und Formulare aus dem Krankenhaus ausfüllen muss, und ich bin da leider ziemlich korrekt und lese wirklich alles und google meist auch noch, bekomme ich Angst vor dem, was kommt. Mein Gespräch mit dem Anästhesisten im Krankenhaus war dann auch in etwa so:

Ich: „Wie hoch ist die Gefahr, dass ich bei einer Spinal Anästhesie querschnittsgelähmt bleibe?“

Er:  „Die Gefahr besteht im Grunde gar nicht. Ich komme gar nicht bis hoch zum Rückenmark.“

Ich: „Ok. Ist denn in ihrer beruflichen Laufbahn schon einmal etwas Lebensgefährliches bei einer PDA oder Spinal Anästhasie passiert?“

Er: „Nein. Bis jetzt nicht.“ und schmunzelt.

Ich: „Wie lange arbeiten Sie denn schon?“

Er: „Fünf Jahre!“

Ich denke: ‚Oha. Berufsanfänger …‘ und lächle freundlich.

Nun ja, mittlerweile, muss ich zugeben, hat mich das Gespräch schon etwas beruhigt. Ich hab das ganze Prozedere ja auch schon zweimal mitgemacht. Aber ein Kaiserschnitt ist und bleibt eine OP, die leider mit großen Schmerzen und auch gewissen Risiken verbunden ist. Ich sollte einfach nicht mehr darüber nachdenken.

Mist, Schwangerschaftsdiabetes

In den letzten Wochen hatte ich dann auch noch andere Dinge, über die ich nachdenken musste. Meine Ernährung. Bei mir wurde (zum ersten Mal) Schwangerschaftsdiabetes nachgewiesen. Ganz gering aber der Wert war erhöht und ich habe extrem viel Fruchtwasser. Also heißt es für mich seit ungefähr sechs Wochen, Blutzucker messen, am Anfang sechs Mal am Tag. Und, ich musste meine Ernährung umstellen. Also, ich darf KEINEN Zucker essen und KEINE Kohlenhydrate bzw. nur ganz wenige. Und das in der Schwangerschaft. Am Anfang war das wirklich eine Umstellung. Drei Tage war ich grantig und nicht zu gebrauchen. Danach wurde es besser und jetzt hab ich mich daran gewöhnt und finde es eigentlich ganz gut. Dann seit sechs Wochen hab ich auch nur ein Kilo zugenommen. Hat also auch etwas Gutes. Und ohne Zucker leben, ist vor allem auch gesund. Ich werde das nach der Geburt mal versuchen so weiter zu machen. Vielleicht manchmal ein Eis. Das wäre schon nicht schlecht. Wo gibt es eigentlich Eis ohne Industriezucker, also in normalen Eisläden?

Und woher kommt Schwangerschaftsdiabetes? Das weiß man nicht so genau. Ich hatte das beiden anderen Schwangerschaften nicht, obwohl ich auch riesige Bäuche und viel Fruchtwasser hatte. Man ist natürlich eher anfällig, wenn man vor der Schwangerschaft schon Übergewicht hat (hatte ich jetzt nicht wirklich) oder wenn man während der Schwangerschaft viel zunimmt (ich habe jetzt 16 Kilo zugenommen, also auch ok.).

Die Jungs

Und meine Jungs sind aufgeregt. Also, bis auf meinen Mann. Der ist die Ruhe in Person und freut sich einfach nur. Aber die kleinen Jungs wollen alles genau wissen und vor allem die noch verbleibenden Tage und Stunden. Was natürlich nicht so einfach zu beantworten ist. Denn, ich habe zwar einen Kaiserschnitttermin aber Friedrich kam damals mehr als eine Woche vor diesem Termin. Ich weiß es also nicht so genau. Und dann geht es täglich darum, wie das Baby rauskommt und woran man merkt, dass es rauskommen will. Besonders spannend war während der gesamten Schwangerschaft die Fruchtblase. Am Anfang hieß die auch Luftblase, weil das Baby ja da drin ist und vermeintlich auch atmet. Jetzt ist das Wort ‚Fruchtblase‘ angekommen und damit gestern auch eine längere Diskussion über das Platzen der Fruchtblase und darüber, wonach denn das Fruchtwasser schmeckt. „Nach welchen Früchten schmeckt denn das Fruchtwasser?“ fragte unser Großer. Ich hab erst einmal gar nicht verstanden, was er meint … „Also, schmeckt das nach Apfel oder Birne oder nach Melone? Oder schmeckt das nach ganz vielen Früchten? Kann man sich den Geschmack aussuchen? Oder schmeckt das nach den Früchten, die du isst?“ Ach so … FRUCHTwasser! Da war es mir klar. Kindergedanken sind manchmal schon ziemlich einfach. Ich musste mir ein Lachen verkneifen und hab es dann erklärt.

Und unser Kleiner ist nur noch am Kuscheln. Mit mir natürlich. Am liebsten würde er gar nicht mehr in den Kindergarten gehen und nur noch bei mir bleiben. Es wurmt ihn auch etwas, dass das Baby jetzt auch schon Dinge bekommt. Zum Beispiel ein Gitterbettchen: „Warum bekommt das Baby denn so ein großes Bett?“ hat er neulich ganz entrüstet gefragt. Oder „Warum wäschst du denn jetzt schon die Babysachen? Das hat es doch noch gar nicht schmutzig gemacht.“. Aber eigentlich freut er sich auch. Ölt auch jeden Morgen seinen Bauch mit ein, wenn ich meinen einöle und träumt schon davon, wenn das Mädchen dann fünf Jahre alt ist, mit ihm Quatsch zu machen 😉

Alles vorbereitet?

Ja, eigentlich ja. Also das Körbchen für unten bei uns im Haus steht und das Bettchen für oben steht auch schon. Alles ist gewaschen und liegt bereit. Badewanne, Windeleimer und kleiner Schnickschnack sind startklar. Nur der Wickeltisch ist noch im Karton. Den baut der Papa jetzt irgendwann auf. Und dann ist alles da.

Und natürlich war ich Mädchen-Shoppen und Oma hat gestrickt und einiges hab ich auch schon geschenkt bekommen. Wollt ihr mal gucken?

Die Baby-Mädchen-Erstausstattung

Ich muss zugeben, ich finde es total toll, endlich mal eine andere Farbwelt zu sehen. Ich kaufe für unsere Jungs auch ganz oft in den Mädchenabteilungen, da es dort bessere Farben gibt. Aber mal so richtig nur für Mädchen aussuchen, ist schon cool!

Baby-Outfit Nr. 1

Jäckchen und Mützchen hat die Oma gestrickt. Kleidchen und Höschen sind von H&M. Die Lederschuhchen sind von easy peasy über tausendkind. Armband und Haargummi in Rosa sind von Mamaradscha (hier bei Booboobootique).

Baby-Outfit Nr. 2

Die kleine Mütze hat auch die Oma gestrickt. Die Kaschmir-Hose ist von H&M. Die Söckchen sind von Bobo Choses und das Shirt ist von Mini Rodini.

Outfit Nr. 3

Hose, Shirt und Mütze sind von Noé & Zoé, die Söckchen sind von H&M und das Babymassageöl ist von Rituals.

Outfit Nr. 4

Die Strumpfhose ist von Bobo Choses, die Jacke von H&M und die Mummy-Kette ist von VICIRO.

 

Oh je. Die Kliniktasche hab ich allerdings  noch nicht bereit stehen. Das muss ich auch unbedingt in den nächsten Tagen machen. Bevor die Gewitter kommen (in den nächsten Tagen sollen ja einige Gewitter auf Berlin zu rollen) …

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  • Kristin Kühn

    Liebe Isa,
    ich bin gleich solidarisch mit dir mit aufgeregt und spüre gleich wieder dieses Bauchflattern, was man während der „Ruhe vor dem Sturm“ hat. Ich hatte auch zwei Kaiserschnitte, wollte aber bei der Kleinen eine natürliche Geburt probieren (hat leider nicht geklappt), aber für den Fall der Fälle hatte ich auch alle Gespräche für den Kaiserschnitt und ich habe die gleichen Ängste gehabt wie du. Im Endeffekt war der dritte dann der beste von allen und die Schmerzen waren viel weniger als bei Kaiserschnitt Nr.1 und ich war auch viel schneller wieder fit. Meine Ärztin meinte, dass das oft so ist bei mehrfachen Kaiserschnitten, weil der Körper quasi schon drangewöhnt ist. In diesem Sinne wünsche ich dir alles, alles Gute und bin ein bisschen neidisch auf die Zeit, die dir jetzt bevorsteht. Die Zeit vergeht so schnell, unsere dritte Maus ist schon fast acht Monate alt!!! Viele Grüße Kristin

    • Dankeschön, Kristin. Das beruhigt mich ein wenig. Und ja, man weiß ja auch ungefähr, was auf einen zukommt. LG Isa

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