Hauptstadtmutti

#momcrushmonday: Josephine von fraeuleintamtam

Es ist Montag und damit unser #momcrushmonday Tag. Seit einiger Zeit schon folgen wir Josephine oder @fraeuleintamtam auf Instagram und möchten sie euch heute vorstellen.

Josephine ist 30 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann Johannes (33) und ihren Söhnen Enno (5) und Oskar (1,5) in Berlin Prenzlauer Berg.
Sie hat Lehramt studiert aber schon während des Studiums gemerkt, dass das eigentlich gar nichts für sie ist (und nichts ist schlimmer, als eine Lehrerin, die keinen Bock auf ihren Job hat, oder?). Also hat sie sich kurzerhand beim Cornelsen Verlag, wo sie während ihres Studiums schon ein Volontariat gemacht hat, beworben und hat auch prompt einen Job als Redakteurin bekommen, was ja doch irgendwie entfernt etwas mit Schule zu tun hat. Seit ihr kleiner Sohn Oskar ein Jahr alt ist, arbeitet sie dort auch wieder, verkürzt, um genügend Zeit mit ihren Kids zu verbringen.

Ihren Mann Johannes hat sie schon im Studium kennengelernt und wollte mit ihm eigentlich die ganze Welt bereisen, als sie spontan schwanger wurde. Egal, seit die Kinder da sind, reisen sie eben alle gemeinsam. Ihr Sohn Enno war bei seiner ersten Reise 5 Monate alt (Seychellen) und Oskar 3 Monate alt (Sardinien) und sie sind tatsächlich entspannte Reisecompanions. Sie waren gemeinsam schon in Südafrika, auf den Malediven, in Thailand. Anfang des Jahres hat es sie sogar für ganze drei Monate nach Australien, Neuseeland und Hawaii gezogen.

Wenn Josephine nicht gerade mit ihrer Familie auf Reisen ist oder die Zeit anderweitig verbringt, ist sie alle zwei Wochen auf dem Boxpsringbett von Sophie (@jettevomzaun), wo sie bei Tee, oder bald Bratapfelpunsch, ihren Podcast Mama Berlin (@mamaberlin_podcast) aufnehmen. Hier sprechen sie über alles Mögliche, was mit dem Mamasein zu tun, angefangen von leichter Kost, wie die Ausrichtung von Kindergeburtstagen bis hin zu ernsteren Themen wie Stillproblematiken. Und mittendrin wird immer viel gelacht. Die beiden sind lustigerweise in der gleichen Stadt groß geworden, sich aber dort nie begegnet und haben sich erst übers Internet kennengelernt und sind jetzt dicke Mutti-Freundinnen.

Seit ein paar Wochen schreibt Josephine auch ihren eigenen Blog, auf dem sie von ihren Reisen schreibt und von ihrem Alltag als Großstadtfamilie mit Wurzeln auf dem Land. Er ist ein buntes Sammelsurium und heißt Phine’s finest.

Die schönsten Insta-Momente von @fraeuleintamtam

Bei diesem Foto bekomme ich direkt wieder Gänsehaut, weil es meine Lieblingserinnerung an Australien zeigt. Johannes war der treibende Part, als es um die 3-monatige Reise ging und ich war bis wir endlich im Wohnmobil saßen skeptisch. Spätestens aber als wir zur Lucky Bay kamen waren alle Zweifel vergessen. Schneeweißer Sand, der so fein war, das er unter den Füßen gequietscht hat und Kängurus, die am Strand an Sepiaskeletten knabberten. Das Wasser war helltürkis und diese ganze Szenerie wirkte so surreal. Selbst Enno konnte es kam fassen. Die Kängurus waren handzahm und unglaublich gesellig. Ohne Verbindung zur Außenwelt blieben wir hier spontan 3 Tage, bevor wir die Reise fortsetzten. Abends gab es Nudeln, die wir in der Wohnwagenküche kochten, morgens kam ein kleiner Foodtruck vorbei, der Kaffee und Muffins dabei hatte. Es war einfach perfekt.

Wenn ich diesen Post sehe muss ich direkt wieder lachen. Er ist in Budapest entstanden, wo ich mit meiner „Girlgang“ ein verlängertes Wochenende verbracht habe. Das erste Mal haben wir das im Mai 2016 gemacht, als es für meinen Junggesellinnenabschied nach Barcelona ging. Auszeit vom Alltag, Auszeit von der Familie und einfach mal nur man selbst sein hat uns allen damals so gut getan, dass schon während des Barcelona-Trips klar war, das wird wiederholt. 2017 wurde es leider nichts, weil 3 von uns Mädels (erneut) schwanger waren, bzw. Säuglinge zu Hause hatten, sodass es erst dieses Jahr wieder etwas wurde. Ich kann nur sagen, dass, auch wenn das selten ist, mir dennoch so unglaublich viel gibt. Wir sind 10 Frauen, die in ihren Jobs und Familien voll eingespannt sind, und auch wenn wir alle in Berlin leben, uns sehr selten sehen, weil manchmal eben schon der Nachbarbezirk zu weit weg ist. Umso mehr hab ich diesen Trip genossen, wir sind mit einem Dampfer über die Donau geschippert, sind zur Zitadelle hoch gestiegen und haben abends lachend Gin-Tonic trinkend und Langos essend die Stadt genossen. Irgendwo dazwischen ist dieses Bild entstanden, vor einem „fancy healthy Smoothiebowl-Laden“. Vielleicht war ich auch noch ein bißchen verkatert von der Nacht davor, sodass mir die Bank ganz gelegen kam und dann wurde daraus einfach eine superlustige Erinnerung. Es versteht sich natürlich von selbst, dass meine Familie das Wichtigste für mich ist. Doch 1x im Jahr nehme ich mir diese 3-4 Tage Auszeit und bin mal nur Phine, lass mich treiben und habe Spaß mit meinen Freundinnen. Das hat sich jede Mama verdient.

Jetzt springen wir von 2018 5 Jahre zurück, in den Oktober 2013. Ich war 40 Wochen schwanger, Johannes war mit Freunden verabredet und kurz bevor er ging beschlich mich das Gefühl, dass es irgendwie heute los gehen könnte. Er wollte bleiben, aber ich hab ihn quasi gedrängt zu gehen; ich wollte einen Moment allein sein, in mich hinein horchen und schauen, ob es wirklich jetzt mit der Geburt unseres ersten Kindes losgehen sollte. Ich bin in die Wanne gegangen, der Tipp aller Hebammen schlechthin, um zu erfahren, ob es sich um echte Wehen handelt und, oh ja, sie wurden angefeuert. Nachdem mir dann auch noch die Fruchtblase geplatzt ist und meine Wehen quasi von jetzt auf gleich in einem 5 Minuten Abstand kamen, rief ich Johannes an, ob er vielleicht doch wieder nach Hause kommen könnte. Da seine Bahn nicht gleich kam rannte er nach Hause und fand mich schon aufs Bett gelehnt, Wehen wegatmend vor. Jacke an und los. Als wir im Krankenhaus ankamen und ich dort erzählte, dass ich seit einer Stunde Wehen habe, wurde ich kurz belächelt, erstmal ganz entspannt in einen Vorraum gebracht und ans CTG geschlossen. Die Hebamme teilte mir auch mit, dass es gut sein könnte, dass ich nochmal nach Hause fahren könne.

In diesem Vorraum entstand auch das Foto. Ich war nicht aufgeregt, sondern voll bei mir und habe mich auf jede Wehe geistig vorbereitet und sie mitgenommen, als Schritt, auf dem Weg zu unserem Baby. Mit fortschreitendem Geburtsstatus sah ich aber sicher nicht mehr so entspannt aus.

Kleiner Sidekick: Nach 30 Minuten kam die Hebamme wieder, sah sich das CTG an und meinte, „oh, ich bereite dann mal den Kreißsaal vor“. Ich war an diesem Abend die letzte Frau, die kam und die erste, die entbunden hat. Enno und ich haben 5 Stunden gebraucht, von der ersten Wehe, bis er auf meiner Brust lag und Johannes und mich zu Eltern machte.

Das war unser zweiter Urlaub zu Viert, letzten Herbst auf Mykonos. Ganz spontan sind wir weg geflogen, weil der Sommer so unsommerlich war und wir einfach nochmal etwas Sonne tanken wollten. Eine Woche Hotelurlaub mit Pool und Halbpension geht auch mal klar. Enno liebt Buffetessen und für Oskar, der Brei nicht mit der Kneifzange angerührt hätte, fand sich auch immer etwas Fingerfood. Trotzdem macht mich das Bild auch etwas traurig, denn es gibt so wenig Fotos von uns Vieren, weil meist Johannes oder ich diejenigen sind, die die Fotos machen. Hier war es der Selbstauslöser und das Bild ist alles andere als eingut kompositioniertes Bild, doch es zeigt uns als Familie, jeder auf seine Art etwas verschroben und dennoch alle total glücklich, eben perfekt unperfekt. <3

Vor zwei Wochen habe ich für mich entschieden, dass ich meine Kinder ab jetzt in den sozialen Medien nicht mehr erkennbar zeigen möchte und den Schwerpunkt etwas mehr auf mich und den Alltag legen möchte.

Das hat ganz unterschiedliche Gründe und sollte eh jeder ganz für sich selbst entscheiden. In dem Zusammenhang bekam ich einige Nachrichten, dass ich doch gern öfter zeigen könnte, was ich so anziehe. Das hat mich auf jeden Fall zum Schmunzeln gebracht, weil ich mich nicht als jemanden empfinde, der sich besonders gut kleidet. Klar, ich mach mich mal am Wochenende schick, aber unter der Woche bin ich ungeschminkt, habe einen Dutt auf dem Kopf, meine Brille auf der Nase und bin einfach nur möglichst warm angezogen. Doch auch genau das gehört zu mir, also habe ich dieses Bild gepostet. Dicke Jacke an, Schal um, Socken über den Knöcheln, Sneaker. Das bin ich, zu 100%, ungestellt und ungeschminkt. Dank Sophie ist mir dazu dann auch noch eine witzige Caption eingefallen. Wir beide haben oft das Thema, dass wir so krasse Sportmuffel sind und ich halte mich ernsthaft für sehr sehr unsportlich, was man unter anderem ja auch daran sieht, dass ich als ich als Teenager aus dem Fenster gesprungen bin und nicht wieder rein kam. Zum unsportlich sein also auch noch schön blöd gewesen. Meine Mama ist übrigens auch bei Instagram und hat durch diesen Post davon erfahren. Sie hat es damals nämlich nicht mitbekommen.

Oh man, haha! Hierzu muss ich vielleicht etwas ausholen. Als ich 14 war ist mein Papa nach Norwegen ausgewandert, doch schon seit meinem 6. Lebensjahr sind wir jedes Jahr nach Norwegen in den Sommerurlaub gefahren. Während meine Freundinnen nach Mallorca oder auf die Kanaren flogen, sind wir mit dem Auto in den Norden gejuckelt. Ich hab es verflucht, mehr als 1x. Als mein Papa dann ausgewandert ist, drehte sich Norwegen für mich und aus dem nervigen und langweiligen Urlaubsort wurde so etwas wie eine zweite Heimat. Mehrmals im Jahr besuchte ich ihn, so auch 2012 mit meinem neuen Freund Johannes. Um ihm das Land näher zu bringen machten wir einen kleinen Roadtrip aufs Land, denn mein Papa lebte in der Großstadt Bergen. Dort genossen wir die verdammt gute Luft, die Aussicht und gingen unter anderem auch angeln. Wir hatten großartiges Wetter, was auch nicht unbedingt typisch für die Region um Bergen ist.

Hierbei habe ich mich direkt wieder zurückversetzt gefühlt in meine Kindheit und mein Blick auf dem Bild täuscht. Ich bin nämlich unheimlich gerne mit meinem Papa angeln gefahren, auch allein. So hatten wir Zeit für uns und es hat mir einfach auch Spaß gemacht. Ich wirke auf dem Bild etwas strange, als wäre ich kurz in mein 14-jähriges Metal-Ich zurück gesprungen, dazu noch der Jutebeutel mit der Aufschrift „when i die the cat gets everything“. Doch auch das bin ich, also hey, mehr Realität auf Instagram.

Hach, Hawaii! Hawaii hat uns allen ein wenig das Herz gebrochen. Es sollte quasi der krönende Abschluss unserer großen Reise werden, mit rumgammeln, am Strand abhängen, baden gehen, Açaibowls essen, Schildkröten und Buckelwale beobachten und die atemberaubende Natur aufsaugen. Das alles haben wir auch gemacht, aber größtenteils in strömendem Regen, denn von 14 Tagen, die wir dort waren hat es 10 geregnet. Nicht genieselt, sondern richtig geregnet, am Stück. Natürlich hatten wir uns eine kleine Airbnb-Hütte gemietet, weil wir ja eh nicht vorhatten, viel dort zu sein. Johannes hatte uns diesen mega coolen Jeep Wrangler organisiert, wo man Türen und Dach hätte rausnehmen. Letztendlich hielt er eher als Regenschutz her, was ja aber auch nicht schlecht war. Ich war ein kleines Stück allein im Regen gewandert, denn es war zu matschig und zu gefährlich, die Kinder mitzunehmen, sog das Naturschauspiel des Waimea Canyon auf Kauai ein und als ich wieder kam, fand ich meine drei Männer so vor. Ich weiß noch dass ich dachte: ‚Ach scheiß doch auf den Regen, Hauptsache ich hab die drei bei mir!‘.

Im November 2015 machte Johannes mir einen Heiratsantrag und da wir beide ganz schlecht im Warten sind, haben wir 6 Wochen später, am 19.12. standesamtlich geheiratet. Mit dabei waren nur unsere Eltern; keine weiteren Verwandten, keine Freunde. Kurz davor stand für uns aber schon fest, dass wir im Sommer nochmal eine dicke Sause mit all unseren Lieben schmeißen wollen.

Dieses Foto hier entstand nach der freien Trauung am 09.07.2016. Alle hatten uns festlich beglückwünscht und der konventionelle Teil war damit vom Tisch. Johannes und ich hatten das erste Mal einen kleinen Ruhemoment und unsere Freunde versammelten sich und verteilten „Props“ an uns, das Brautpaar. Das war unglaublich witzig. Ich kann es nur noch einmal betonen; ich liebe unsere Freunde  so sehr. Da gibts keine bösen Worte über andere, jeder wird so akzeptiert, wie er ist. Außerdem haben sie für uns noch einen fetten Flashmob hingelegt, zu „we are your friends“ von Justice, der uns zu Tränen gerührt hat.
Eine Woche nach Entstehung dieses Fotos wurden wir mit Oskar schwanger und das nächste Abenteuer begann.

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Ganz ehrlich, ich mag das Leben in der Großstadt und fühle mich in Berlin pudelwohl, obwohl ich im Ursprung aus der Kleinstadt Eberswalde stamme. Trotzdem sind wir auch unheimlich gern auf dem Land, besonders um den Kindern auch ihre Umwelt und die Natur näher zu bringen. Dass z.B. Getreide für Mehl angebaut werden muss, oder Äpfel an Bäumen wachsen und eben auch geerntet werden müssen. Die Kinder lieben das Landleben, da kommen also die Urgroßeltern mit ihren Obst- und Gemüsegärten genau richtig. Hier haben wir mit Johannes’ Oma im Oktober die letzten reifen Äpfel geerntet und die Kids waren vom Ernten bis zum Apfelmus kochen mit dabei. Es ist so schön, dass die Kinder auch noch ihre Urgroßeltern kennenlernen und lieben können.


Dieses Bild ist ebenfalls auf unserem Elternzeittrip entstanden, allerdings in Neuseeland. Wir sind sowohl in Australien als auch in Neuseeland mit Wohnmobil gereist und es war die beste Entscheidung. Anhalten und die „Zelte aufschlagen“ wo es uns gefiel. Ob direkt am Meer, im Wald, an einem Flusslauf oder auf der Wiese. Diese Freiheit hat uns sicher die schönsten Sonnenuntergänge der ganzen Reise beschert. Ich verbinde mit dem Camperleben ganz viel Freiheit, Unabhängigkeit und Flexibilität. War das Wetter mistig sind wir einfach weiter gefahren; hat es uns besonders gut gefallen, sind wir einfach einen Tag länger geblieben. Außerdem trifft man immer auf Gleichgesinnte, auf hilsbereite und nette Menschen, die ebenfalls Campingtrips machen. Ich kann mir einen Hotelurlaub, der länger als eine Woche geht nur noch schwer vorstellen. Camperlife = Goodlife.

Das erste gemeinsame Auto von Johannes und mir war ein VW T4, ein Bully also, mit dem wir auch durch Europa gereist sind. Der musste leider alteresbedingt einer Familienkutsche weichen, die aber hoffentlich bald wieder gegen einen Bully eingetauscht werden kann.

Witzig ist dabei, dass mir das Campingleben bei weitem nicht in die Wiege gelegt ist. Ich glaube, das Letzte, was meine Mama gerne machen würde, ist ein Campingurlaub.

Dankeschön, liebe Josephine!

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