Something Old, Something New, Something Borrowed and Something Blue

Something new: Hauptstadtmutti neues Team
Something New: Elina Penner, Anastasia Welk, Dani Tobian

Ab November 2020 übernimmt ein neues Team das Blogazin Hauptstadtmutti. Dani Tobian, Elina Penner und Anastasia Welk sind mehr als bereit, dem Blogazin neuen Glimmer einzuhauchen, ach was, zu pusten und zwar mit Karacho. Im Gespräch stellt Isa das Team vor und fragt, was sie mit Hauptstadtmutti vor haben.

Isa: Ich übergebe Hauptstadtmutti quasi an die nächste Generation. Hauptstadtmutti wird jünger, was ich total schön finde. Es geht weiter. Es gibt im Grunde Something Old, Something New, Something Borrowed and Something Blue, hatten wir gesagt. Die ersten Drei kann ich noch zuordnen aber was war noch mal das Blaue?

Elina: Something Blue ist unsere Blueness (Traurigkeit), weil du nicht mehr dabei bist.

Isa: Ahhh.

Anastasia: Jetzt geht’s aber los!

Elina: Wenn schon, denn schon!

(Isa verdrückt sich eine Träne.)

„Ich bin dabei geblieben, weil ich Hauptstadtmutti einfach mag.“

Elina Penner

Isa: Something Old. Das bist du Elina. Du bleibst im Team, warum das denn?

Elina: Haha, weil ich es sonst bei keinem anderen Job ausgehalten habe. Nee, also im Ernst. Ich bin jetzt seit dem Ende meiner Elternzeit in 2016 dabei, und egal was war, durch jede Festanstellung, auch durch Umzug von Berlin nach NRW, Hauptstadtmutti blieb in meinem Leben. Es war wie eine extra Beziehung, die ich immer gepflegt habe, und es kam mir nie in den Sinn, ganz auszusteigen. Es gab für mich keinen Grund, nicht mehr dabei zu sein – egal wie. Ich glaub Isa und ich haben gut zehn Gespräche geführt zum Thema ‚Was jetzt ist, was wir machen oder was noch passieren könnte‘. Es war ein Hin und Her. Ich bin dabei geblieben, weil ich Hauptstadtmutti einfach mag.

Isa: Something New ist Anastasia. Wie hast du uns denn eigentlich gefunden?

Anastasia: Social Media! Im Großen und Ganzen über Elina, und über Instagram, so haben wir uns gefunden. Ich bin ihr gefolgt, nachdem ich einen Hauptstadtmutti-Text von ihr gelesen habe. Bisschen Liebe war das schon. Bei einem spontanen Treffen, das gut geklappt hat, haben wir gemerkt: das passt zwischen uns. Ich bin also ein Fan, auch wenn ich Hauptstadtmutti recht spät entdeckt habe. Eigentlich ist das auch etwas, was ich noch gar nicht fassen kann. Etwas, was ich vorher kannte, und was mir imponiert hat, was ich als Vorbild betrachtet habe, da jetzt mitmachen zu dürfen, das ist einfach mega aufregend. Vor Hauptstadtmutti habe ich als Social Media Tante für eine Stiftung gearbeitet und gar nicht so lange her ist der Abschluss meines Studiums.

Isa: Was bedeutet es denn für dich, Anastasia, eine Hauptstadtmutti zu sein?

Anastasia: Eine Ehre! Hätte ich Hauptstadtmutti früher kennengelernt und wenn ich mir überlege, wie jung ich war, als ich Mutter geworden bin, ich hätte vielleicht Antworten auf Fragen erhalten, die ich so erst durch Lebensjahre und Erfahrungen gefunden habe. Ich fühle mich nun erwachsener. Und jetzt mit dem Heranwachsen von Hauptstadtmutti auch nochmal einen Beitrag dazu leisten zu können, vielleicht auch für jüngere Mütter, ist super spannend und eine tolle Mission für mich.

Isa: Something Borrowed das ist die Dani. Wobei du ja nicht geborgt bist, dein Name steht jetzt im Impressum. Eigentlich bist du jetzt eine Dauerleihgabe. Ich kenn dich auch schon richtig lange, bestimmt schon zehn Jahre, aber mindestens so lange, wie es Hauptstadtmutti gibt.

Dani: Von Anfang an, ja. 

Alle machen Aaaw.

Dani: Ich schreibe seit 2007 meinen Blog Butterflyfish und habe angefangen über Design für Kinder zu schreiben, weil es damals in meinen Augen nicht genügend schöne Sachen gab, die die Wohnung nicht zerstört haben, wenn man ein hässliches Kinderbett reingestellt hat. Oder hässliche rosa oder blaue Rüschenteddies! Dann hab ich mich auf die Suche nach schönen Dingen gemacht, und es sind immer mehr Blogs aus dem Boden geschossen, unter anderem Hauptstadtmutti. Hauptstadtmutti war aber anders, weil sie nicht gemacht haben, was alle anderen gemacht haben, sondern sich was eigenes überlegt haben. 

Elina: Ich heul gleich.

Dani: Das war so. Einfach anders. Allein die Tatsache, dass man Mütter in den Fokus stellt, dass es um Fashion geht, dass es nicht heißen muss, wenn du Mutti bist, trägst du nur noch deine scheiß Still-T-Shirts. Oder die Pailettenshirts, auf denen oben und unten steht oder Baby Inside, sondern stilsicher rausgesucht von tollen Frauen, die sich Klamotten gekauft haben, wo du hinterher gedacht hast, boah geil, so würd ich auch gern aussehen. Das würd ich mich auch gern trauen!

Isa: Elina, was glaubst du, warum es eine Zeitlang so still bei Hauptstadtmutti war?

Elina: In den letzten zwei Jahren war es bei uns ein bisschen stiller durch die Geburten der Kinder, die noch folgten, bei Isa das dritte Kind, bei mir das zweite Kind, und für mich persönlich auch durch dieses relativ neuartige Phänomen der Insta-Moms, die die sogenannte Blogosphäre sehr verändert haben, und nicht unbedingt zum Besseren.

Das ganz ursprüngliche Mamabloggen war ja wirklich mal eine Möglichkeit, über die Schattenseiten zu schreiben, ein Ventil zu haben – aber das war vor über zehn Jahren. Ich kann mich mit dem Begriff Mamablogger oder Insta-Mom für mich nach wie vor nicht anfreunden. Da schüttelt es mich buchstäblich. Mama bin ich zu Hause, nicht im Internet.

Im Internet, oder in meinen Texten, bin ich eine Frau mit Kindern. Ich gucke mir Mutterschaft, oder Elternschaft eher noch, aus einer gesamtgesellschaftlichen, intersektionalen, migrantischen Perspektive an. Mutterschaft ist für mich alles: mein Alltag, euer Alltag, Gesetze, Kinderbetreuung in unserem Land, Ehegattensplitting, Abtreibungsgesetze, und es interessiert mich persönlich einfach nicht, wie Einzelpersonen, die ich persönlich nicht kenne, wann welches Frühstück wo gegessen haben. Es gibt ja gerade eine komplett neue Müttergeneration, die Instagram als Quelle hat.

Die Elternblogs, die noch eine Website haben, die Artikel schreiben, zu Themen, die sie vorher zumindest ansatzweise mal recherchiert haben, sind selten geworden. Instagram hat da für mich viel kaputt gemacht.

Natürlich hat Instagram auch vielen marginalisierten Gruppen geholfen, Sichtbarkeit zu erlangen, keine Frage. Es gibt diesen Artikel von mir über Online Kommentare. Das ist eines der letzten Male, wo ich meine Meinung mal wieder aufgeschrieben habe. Instagram hat mich in meinem Kopf stummgeschaltet. Alles, was ich beobachtete, waren Menschen, die sich über Online Kommentare zerfetzen und streiten. Jede*r denkt, es gibt ein Recht auf Recht haben. Ich fühlte mich erschlagen von der Gewalt von Instagram.

Das Gefühl, ich mache etwas nicht richtig als Mutter, hat Instagram stark polarisiert, oder verstärkt. EGAL was du gepostet hast, IRGENDWER kam immer, und hat was gegen dich sagen müssen. ‚Das Shirt ist nicht Fair Trade, das Kind isst nicht Bio, wieso seid ihr geflogen?‘ Wenn es vorher mal relativ konstruktive 2 bis 3 Kommentare unter einem Artikel waren, sind es bei Instagram bis zu 20 bis 30 Kommentaren geworden, von denen die Hälfte mit wenigen Worten und Emojis gemeckert haben. Irgendwann hast du Schiss gehabt, zu posten. So, und was machste dann? Wir waren ja nicht mal über die Maßen politisch und aktivistisch, war nie unser Claim, wir haben auch keine Morddrohungen oder ähnliches gekriegt, wie viele meiner Freundinnen, aber es macht trotzdem so unendlich müde. 

Im Internet aktiv zu sein, kostet Energie, selbst mit allen Privilegien dieser Welt. Und ohne erst Recht.

Isa: Warum möchtet ihr denn gerne Hauptstadtmutti übernehmen und vor allem weitermachen?

Elina: Es muss wieder einen Blog, oder eine Plattform, oder ein Magazin geben, von Menschen, die da drüberstehen, auch über dem Social Media Wahn, wie ich ihn nenne. Vernünftige Interviews und Portraits von Müttern, auf eine erwachsene Art und Weise. Das würde ich mir wünschen.  

Dani: Mein erster Impuls ist zu sagen, ich kann einfach nichts anderes. 

Isa: Ich finde, du kannst ziemlich viel! Wenn ich Leuten erzähle, was man als Blogger eigentlich alles macht, dann verstummen viele, vor Ehrfurcht. Als Blogger ist man Redakteur*in, Grafike*in, Sales-Manager*in, Programmierer*in, Social Media-Expert*in und manchmal sogar noch Event-Manager*in und HR-Spezialist*in und Geschäftsführer*in.

Elina: Ich denke auch, dass wir alle drei gerne unser eigenes Ding machen, und gerne verantwortlich dafür sind. 

Anastasia: Selber Themen setzen zu dürfen! In einer Anstellung bewegst du dich in diesen dir gesetzten Grenzen. Grenzen die dich zurückhalten können, die dich auch in deinen Gewohnheiten halten können.

„Haupstadtmutti ist Freiheit.“

Anastasia Welk

Haupstadtmutti ist Freiheit. Ich freue mich also auf alles was kommt, möchte Ideen umsetzten, eine Stimme sein aber auch den ganzen Tag bomben Outfits posten. Nicht zuletzt ist Haupstadtmutti für mich eine Möglichkeit den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Ich habe keinen Bock mehr auf Bewerbungen schreiben oder Sachen vorbereiten, um am Ende nicht diejenige zu werden. Das ist verdammt frustrierend.

Ich will lernen, ausprobieren, machen. Und das kann ich jetzt. Sogar mit zwei Frauen die ich bewundere und verdammt schnell ins Herz geschlossen habe. Bhäm!

Isa: Dani hatte mich ja angesprochen und gefragt: ‚Was ist jetzt eigentlich mit Hauptstadtmutti‘?

Dani: Speziell bei Hauptstadtmutti gehört natürlich noch so viel mehr dazu, als, dass ich nichts anderes kann. Der Name ist sehr einprägsam, das gehört auch dazu und dass das Blog, oder das Magazin, Potential hat. Man kann in meinen Augen richtig was damit reißen, man kann ganz andere Menschen damit ansprechen als mit meinem Blog. Meinen Blog findet man z.B. nicht über den Namen. Wer sucht schon nach Butterflyfish? Außer natürlich Menschen, die einen heißen neuen Fisch fürs Aquarium suchen. Ich könnte nicht mal mehr erklären, warum es so heißt.

Hauptstadtmutti ist aber ein einprägsamer Name und er sagt ganz klar aus, worum es geht. Für mich ist ein ganz großer Punkt, dass ich nach so langer Zeit nicht mehr alleine arbeiten wollte. Ich arbeite seit 13 Jahren mehr oder weniger alleine und ich bin’s leid. Ich möchte ein Team haben, mit gleichgesinnten Menschen und mit Leuten, die mich fordern, wo ich was lernen kann, und wo es noch eine andere Meinung gibt, als meine eigene. Jemand der mir sagt ‚so nicht‘ oder ‚geil, daran hatte ich nicht gedacht, aber machen wir so‘. Es hätte mit meinem Blog nicht funktioniert, auch wenn ich immer mal wieder andere Leute hatte, die mitgemacht haben. Es ist nie was gewesen, wo du sagst, wir bauen da jetzt ein Team auf und machen was draus. Hauptstadtmutti ist ganz anders aufgebaut. Ich setze mich ja in ein gemachtes Nest. 

Anastasia: Das Haus steht, wir dekorieren jetzt neu. 

Elina: Es passt auch einfach zwischen uns, und gleich heule ich bestimmt, aber wir haben gestern auch festgestellt, was für einen krassen Respekt wir füreinander und voreinander haben, obwohl wir alle drei so mega verschiedene häusliche Situationen haben. Auch manche Parallelen, aber wenn ich mich weit aus dem Fenster lehne und über 50/50 zu Hause spreche, kann Dani nur müde lächeln und hat ne ganz andere Situation zu Hause. Oder Anastasia, die die Klügste von uns allen ist, da sie sich ganz einfach weigert, mit einem Mann zusammenzuleben.

Anastasia: Außer im Wohnwagen! Kann aber auch ein zweischneidiges Schwert sein. Wie oft denk ich mir, da sind fünf Nägel, die müssen raus, und ich will mich nicht drum kümmern. Ich will mich auch nicht um Versicherungen kümmern. Und manchmal auch nicht um Einkäufe. Gehört aber eben dazu, wenn du alleine wohnst, machst du alles selber. Alles, vom Großen bis ins Kleinste liegt zwar in deiner Hand aber auch in deiner Verantwortung.  

Isa: Wie sind denn eure Konstellationen zu Hause?

Dani: Ich lebe mit meinem Kerl, den ich nicht Kerl nennen darf, aber ich mache es immer wieder, und er findet es abwertend. Hubby darf ich auch nicht sagen, weil er meint, dass das fetter Mann heißt. Wir sind inzwischen verheiratet. Mein Mann ist Ostdeutscher, ich komme aus Bayern. Ich bin seit elf Jahren mit diesem Mann zusammen, was auch ein Grund ist, warum ich mich eher nicht als alleinerziehend bezeichnet hätte. Ich habe eine Tochter mitgebracht, er hat einen Sohn mitgebracht. Meine erste Tochter kennt meinen Mann seit sie zweieinhalb ist und bei ihr hatten wir mit ihrem Vater auch von Anfang an das Wechselmodell. Sie möchte das auch so und wir ziehen das auch weiterhin durch. Inzwischen machen wir sogar ein Wechselmodell mit zwei Wochen, weil es ihr zu anstrengend war, jede Woche zu wechseln.

Als sein Sohn 18 und meine Tochter 12 wurde, haben wir uns entschieden, ja, jetzt ist nochmal Zeit für ein neues Kind. Wir haben also ein drittes nachgelegt. Wir sind eine richtige Bilderbuch-Patchwork-Familie mit Kindern in sehr verschiedenen Altersgruppen von Wossi-Kleinkind bis quasi Erwachsener.

Ich bin seit 2003 in Berlin und auch fast zehn Jahre älter als ihr beiden, auch wenn ich mich echt nicht so alt fühle. Außerdem, wenn man nochmal ein kleines Kind kriegt, darf man auch noch weiterhin albern sein. Ich hab ein Kita-Kind, ein Schulkind und ein Uni-Kind. 

Anastasia: Ich wohne mit meiner fast neunjährigen Tochter zusammen und erlebe zur Zeit die aller, allerersten präpubertären Hormonschübe. Das erste kleine Vorgeschmäckle, auf was da noch kommt. Ich habe einen Freund, der nicht mit uns zusammen wohnt. Meine Tochter und er kennen sich auch, aber er ist kein ‚always präsenter‘ Teil unseres Lebens. Er ist mein Partner, mal ihr Kumpel, mal das Hassobjekt meiner Tochter. Das schwankt auch mal gerne.

Dann gibt es da noch Amelies Papa und die Freundin an seiner Seite. Meine Tochter ist dort jedes zweite Wochenende und einmal unter der Woche. Wechselmodell würde ich das nicht nennen, daher bezeichne ich mich schon als Alleinerziehende.

Elina: Ich habe meine Konstellation gestern CDU-Ehe genannt. Ich bin mit dem Vater meiner beiden Kinder verheiratet und lebe in einem Eigenheim auf dem Land, fünf Minuten von meinen Eltern entfernt. Ich habe ein Kleinkind und ein großes Kita-Kind. Die Schule wird erst noch auf uns zukommen.

Wir versuchen ein sehr, sehr gleichberechtigtes Elternschaftsmodell zu leben. Das funktioniert natürlich nur, weil wir beide selbstständig sind und was mit Medien machen. Ich kenne aber auch die andere Variante, als wir beide noch in Vollzeit angestellt gearbeitet haben. Ich hatte Berlin mit großem Kawumm verlassen und bin in die nordrheinwestfälische Heimat gezogen. Bin aber dennoch in großer Regelmäßigkeit in Berlin, auch weil ich weiterhin Jobs hier hatte und meine Agentur hier sitzt. 

Ach so, und Anastasia und ich sind beide Ausländermigranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Ich komme aus einer komplett plautdietschen Familie, und Anastasia hat einen plautdietschen Papa und eine kasachische Mutter, und wir sind …

Anastasia: … vielleicht oder wahrscheinlich verwandt! Bei uns gibt es sehr viele Penner in der Familie. Und ich komme ja auch aus NRW.

Elina: Wir waren im gleichen Lager…

Isa: Lager klingt ein bisschen krass. 

Anastasia & Elina: Es war ein Lager! 

Elina: Wir lebten beide mit unseren Familien am Anfang im Auffanglager Unna-Massen.

Isa: Ich glaube, darüber müsst ihr auch noch mal mehr erzählen. Hätte gerade Lust, euch dazu zu interviewen. Naja, das macht ihr dann.

Isa: Was habt ihr mit Hauptstadtmutti vor?

Elina: Ich will das groß und fett machen. 

Dani: Heiß und schnittig. 

Isa: Mega! Ich schau aus der Ferne zu und feiere euch!

Elina: Für mich ist das kein temporäres Projekt fürs nächste Jahr, weil ich die Schnauze auch voll von Festanstellungen, Jobsuche, Interviews habe. Meine Selbstständigkeit läuft echt gut und ich kriege meine Aufträge auch so, aber ich sehe soviel Potential in Hauptstadtmutti, für noch mehr. 

Anastasia: Ich finde die Themenvielfalt super spannend. Egal in welchem Lebensabschnitt du dich befindest, irgendwas tangiert dich immer. Job, Fashion, Beziehung, und ich würde gerne jeden dieser Aspekte bis an den Rand treiben und bis zum ‚get-no-more‘ bearbeiten und beleuchten.

Bei Hauptstadtmutti soll es kein Mutter-Shaming geben. Hauptstadtmutti soll souverän sein. 

Elina: Eine kluge, ruhige, politische Stimme. Zwischen Erbsenbrei und Demos. 

„Ich möchte es gerne bunt haben und fröhlich.“

Dani Tobian

Dani: Ich möchte es gerne bunt haben und fröhlich. Eine Mischung aus wichtigen Themen, die uns alle betreffen, als Mütter und als Frauen, ein bisschen Heititei und rosarote Brille, und ganz viel Konfetti. Ich würde mich freuen, wenn wir Hauptstadtmutti wachsen lassen können, und dass verschiedenste Frauen sich angesprochen fühlen. Es geht nicht nur darum, sich selbst im Netz darzustellen oder zu zeigen, wie geil die Bude ist und wie viel Geld man parat hat. Sondern es geht auch um diejenigen, die in der Zweizimmerwohnung sind und nicht wissen, wie der nächste Monat aussieht. Wir wollen die verschiedensten Lebensmodelle zeigen. 

Elina: Ich habe mich dieses Jahr auch noch einmal intensiv mit dem deutschen Mutterbild beschäftigt. Der deutsche Muttermythos ist echt ein Alleinstellungsmerkmal. Was wir in Deutschland von Müttern erwarten, wie wir über Mütter schreiben, wie Mütter gehört werden, oder halt nicht, ist echt krass. Und dass das in anderen Ländern eine andere Entwicklung durchlebt hat. Da kann Hauptstadtmutti echt einen Unterschied machen, wenn wir drauf aufmerksam machen. 

Isa: Ich muss noch etwas zu dem Something Blue sagen, zu der Blueness. Man sagt ja immer, dass man mit einem weinenden und einem lachenden Auge geht, aber ich gehe eher mit einem lachenden Auge, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass das hier ein cooles Team ist.

Ich habe sehr lange gesucht, und ich habe in den letzten zwei Jahren immer wieder geguckt, wer könnte das hier machen, und bin ich überhaupt bereit, das abzugeben? Ich hab mich fast ein wenig wie Angela Merkel gefühlt. Ich musste bleiben, da ich keine adäquaten Nachfolger*innen hatte.

Ich freue mich sehr über dieses wunderbare neue Team und ich habe großes Vertrauen in euch, dass das gut wird und durch euch noch größer gemacht wird und dabei cool bleibt. 

Newsletter Abo

„Wir sind sooooooooooo up-to-date, Schätzchen.”

Schließen