#weloveberlin: Mauerspaziergang & Backstage bei Deichkind

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#weloveberlin – Tag 3! Der Morgen danach, so fühlten wir uns nach dieser Nacht. Denn dieses Mal wurden die Kinder schon 6.30 Uhr (gefühlte 5 Uhr) wach. Hilfe! Wir wollen doch noch schlafen … Wir wurden vom lauten Gesang von Isas Jüngstem geweckt, der gerade das Lied: „Bruder Jacob“ entdeckt hat. Und ab da wurden Morgengrüße durch die Wand geschickt. In unserem Fall hatte das natürlich was, weil wir dann wußten, dass die anderen schon wach sind.

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Lange konnten ich meinen Sohn nicht im Bett halten, denn dann hieß es, rüber zu den anderen. Toben! Bis dann doch der Hunger siegte und sie sich schnell anzogen um endlich frühstücken gehen zu können. Am Vortag hatten alle Kinder einen großen Dollarschein bekommen, um damit ihr Frühstück einlösen zu können. Was für eine Aufregung. Denn die Größe des Scheins war ja entscheidend. Großes Geld bedeutete für sie, dass es viel sein mußte.

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Ein sehr schönes Vintage-Ambiente und gedämpftes Licht empfing uns. Wir hatten ein wenig das Gefühl, bei (einer sehr stylischen) Großmutter auf dem Land zu sein. Nur das es hier nicht unbedingt so einfache oder deftige Sachen zu essen gab. Hier konnten Veganer und Vegetarier fündig werden. Denn es gab zum Frühstück unter anderem Quinoasalat mit Linsen oder selbstgemachten Apfelsaft oder Kokosmilch in einer sehr schicken Dose. Und wieder war es das Ambiente, das uns beeindruckte. Die Jungs hatten keine Lust zu experimentieren und aßen wie immer Würstchen, Nutellabrote, Rührei, Müsli und Kuchen.

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Um mal den Vergleich zwischen zwei sehr konträren Hotels zu wagen. Im Grand Hyatt Hotel saßen die Kinder entspannt beim Frühstück, weil das Ambiente hier ruhiger und entspannter war. Es wurde sich sehr umsichtig aber unaufdringlich um sie gekümmert. Sie bekamen Sachen zum Malen und hielten ab und an Gespräche mit dem sehr reizenden Personal. Sie fühlten sich sehr aufgehoben. Wir Mütter natürlich sowieso. Wir alle fühlten uns sehr wohl.

Das Michelberger Hotel bestach natürlich durch sein sehr bohémes Interiour, doch der Service ist nicht unbedingt für Kinder ausgerichtet. Kinder laufen hier einfach mit. Es gab viele Kinder, doch die waren alle älter und dadurch natürlich ruhiger. Sie sahsen bei ihren Eltern mit am Tisch, aßen brav ihr Frühstück, während unsere anfingen auf den Stühlen hin und her zu rutschen. Es wirkte hier mehr wie Drurchgangsverkehr, jeder ist für sich verantwortlich und viele sind sehr cool. Isa und ich wären hier gern alleine da gewesen um alles besser genießen zu können.

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Naja und als es uns mit den drei jungen Herren dann doch zu bunt wurde, schnappten wir uns die drei und es ging ab nach draußen. Frische Luft tut immer gut, egal wie krass das Wetter auch ist. Unser Ziel, das längste noch existierende Stück der Berliner Mauer, auch Eastside Gallery genannt. An dieser kann man entlang laufen, viele große Grafittis anschauen und den Jungs etwas über unserer Geschichte erzählen. Ob sie wirklich schon verstehen, worum es geht? Wissen wir nicht. Dass aber Leute irgendwann einmal auf die Mauer kletterten, aus Ärger über ein schlechtes System, diese einrissen, um in ein anderes Land zu kommen, hat sie schon beeindruckt. Einer der Jungs fragte, ob diese Menschen denn Superkräfte hatten. Vielleicht?!

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Ein Spaziergang entlang der Mauer bedeutete auch viele Schiffe gucken und die Spree beobachten. Zum Schluß durften unsere Jungs jeder noch eine Münze pressen. Na klar fanden die das herrlich, weil sie dann jeder eine zerquetschte Münze hatten, auf der ein Berliner Wahrzeichen zu sehen war. Unser Geschenk an die Jungs zur Erinnerung an unsere tolle #weloveberlin-Tour.

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Eigentlich hatten wir vor, hoch auf den Berliner Fernsehturm zu fahren, doch bei diesem Wetter änderten wir den Plan und hatten eine andere Nachmittags-Überraschung für die drei. Wir konnten einen kleinen Einblick bekommen Backstage bei den Proben für die anstehende Tour der Band Deichkind im April.

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Da standen riesige schwarze LkWs für die Tournee bereit, in die dann alles eingeladen wird, was für die Tour gebraucht wird. Unsere Jungs standen vor der Bühne und beobachteten das Lichtspektakel in weiß, rot, schwarz, das durch die riesige Halle bebte und überall gab es Technik ohne Ende. Mittendrin stand noch ein riesiger Kran mit fetten Rädern, der für die Lichttechnik da war. Zuschauen bei den Choreografie-Proben durften sie auch noch, um auch mal zu sehen, dass große Männer tanzen lernen können und müssen, und dass das nicht nur Mädchenkram ist sondern auch echt cool und witzig sein kann.

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Zum Abschluss gab es Limonade in der Band-Kantine und ein bisschen Video-Gucken auf den Monitoren. Beeindruckt schienen sie auf jeden Fall, denn soviel laute Musik, Technik, Licht, schwarze Räume und lustige Typen gibt es nicht oft zu sehen.

Berlin mit Kind in Friedrichshain? Das sind unsere Tipps:

Essen, Trinken, Ausgehen

Das beste Eis der Stadt gibt es bei der Eismanufaktur. In Friedrichshain findet ihr die in der Simplonstraße/Ecke Gärtnerstraße. Lieblingssorte: Karamell mit Fleur de Sel. #nomnom
Seoulkitchen: Kleines, modern rustikales Restaurant. Wir wurden durch das Vondraußengucken förmlich reingezogen und fanden es spitzenmäßig. Aber wir sind auch große Fans von Koreanischem Essen. Für mittags und abends.
Wer noch mit Kleinkindern unterwegs ist, mag bestimmt Mutter-Kind-Cafés. In Friedrichshain gibt es einige Kindercafés, z.B. die Kinderwirtschaft und das Eltern-Kind-Café Knilchbar.

Ja und dann ist da noch das RAW-Gelände in der Revaler Straße mit der Streetfoodhalle. Die Neue Heimat ist das urbane Bar- und Food-Paradies für Berliner und Berlin-Urlauber. Freitag- und Samstagabend geht es um gute Getränke und sonntags den ganzen Tag um Streetfood. Sonntags kann man auch gut mit den Kindern hin, wenn man viele Menschen ertragen kann. Unsere haben brav alles probiert, waren vielleicht aber auch einfach nur abgelenkt vom Stimmengewirr und den Gerüchen. Bei Mit Vergnügen in ihrer Serie 40 Days of Eating bekommt man einen sehr witzig-coolen Einblick.

Kunst und Kultur
Unser Tipp ist ganz klar die Berliner Mauer. Rechts von der Oberbaumbrücke steht das längste noch erhaltene Stück der Mauer, die Eastside Gallery. Wir gehen ab und zu dahin, einfach um DIESES Gefühl zu bekommen: ein bisschen Wehmut, ein bisschen Erinnerung und ganz viel Juhu! Auch als Fotokulisse sehr gut geeignet, von beiden Seiten.
Shopping
Natürlich, bei Victoria Met Albert shoppen wir immer wieder gerne. Ob im Prenzlauer Berg oder in Friedrichshain, hier findet man immer irgendetwas, Klamotten, Schuhe oder Babygeschenke. We love it!
In Friedrichshain gibt es Second Hand Läden an jeder Ecke. Aber der aufgeräumteste ist Sometimes Colored. Wir haben ihn schon bei uns vorgestellt. Man könnte meinen, in einem schicken Concept-Store gelandet zu sein.
Für Geschenke und schicken Schnickschnack geht man in Friedrichshain am besten ins Schwesterherz oder zu Küchenliebe. Die beiden Läden gehören zusammen und laden einfach zum Stöbern (und Kaufen) ein.
Wer die ersten beiden Tage Berlin mit Kind und mit uns verpasst hat, hier ist Tag 1 am Potsdamer Platz und Tag 2 in Mitte.
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