#weloveberlin: Zu Besuch bei Mario Testino & eine Nacht im Michelberger Hotel

mario-testino_hauptstadtmutti_start

Nach unserem ersten aufregenden Tag, begann unser Tag 2 des Berlin-Trips mit Kindern leider schon gegen 7 Uhr. Zu früh, wie wir fanden, denn wir hätten gern noch etwas länger die großartigen Betten des Grand Hyatt Hotels am Potsdamer Platz genossen. Aber nein,  Kinder fangen gern mal mit dem ersten Vogel an zu singen oder sind der Meinung, sie müssten eine Kissenschlacht veranstalten.

Hyatt_hauptstadtmutti_06

Das Staunen und Geschrei war groß, als wir am Morgen aus dem Fenster sahen: Schnee. Großer Gott! Und das Ende März. Wir wären am liebsten sofort unter der Bettdecke verschwunden, während die Kinder gleich los schrien, dass sie doch jetzt ins Schwimmbad könnten.

Hyatt_hauptstadmutti_02
Hyatt_hauptstadtmutti
Hyatt_hauptstadtmutti
Hyatt_hauptstadtmutti

9:30 Uhr saßen wir dann beim Frühstück. Unsere Jungs schienen ganz verschämt zu sein, von so viel Aufmerksamkeit, dass sie kaum im Stande waren, ihren Getränkewunsch zu äussern. Plötzlich also ganz kleinlaut. „Mama, die hat schöne Ohrringe!“ flüsterte der Eine, während der Andere völlig konfus das Falsche bestellte. Stille konnten wir beim Frühstück nicht erwarten, aber großen Hunger brachten sie alle mit. Es wurden ungefähr 10 Würstchen, 3 Waffeln, 20 Weintrauben, mehrere Schalen Müsli und verschiedene Brote verschlungen. Das Frühstück schien ihnen gut zu gefallen, genauso wie uns. Ob es am heimelig flackernden Kamin lag?

Dieses angenehme Ambiente verließen wir wirklich nur ungern. Zum Einen, weil es draussen stürmte, schneite und hagelte und zum Anderen, weil hier eben alles so großartig für uns war. Wirklich, ein wichtiger Punkt für uns: Kinder sind hier einfach willkommen!

Doch was auf uns quasi vor der Tür wartete, war die Foto-Ausstellung von einem, der wichtigsten Fashion-Fotografen, von Mario Testino im Kulturforum am Potsdamer Platz. Wenn man mit Kindern verreist, vor allem wenn man einen Städtetrip macht, sollte man die Wünsche aller berücksichtigen. Kinder wie Erwachsene sollten auf ihre Kosten kommen, also auch einmal Kompromisse machen! Jetzt waren wir Muttis also mal dran.

Mario_testino_hauptstadtmutti_04
Mario_testino_hauptstadtmutti_05

Gesagt getan, liefen wir mit den Kindern einfach rüber zum Kulturforum. Schon deshalb ist der Potsdamer Platz ein perfekter Ort, weil man hier Vieles an einem Platz hat. Und als die Jungs dann das Ausstellungsplakat der halbnackten Claudia Schiffer mit Katzenmaske entdeckten, kicherten sie vor sich hin und fragten uns, warum die Frau denn nichts an hat. Tja. Lasst euch mal überraschen, lachten wir.
Mario_testino_hauptstadtmutti_01
Mario_testino_hauptstadtmutti_02
Mario_testino_hauptstadtmutti_07
Mario_testino_hauptstadtmutti_05

Die Mario Testino-Ausstellung „In Your Face“ wirkte natürlich auf uns und auf die Kinder mit den riesigen Fotos von halbnackten und mega inszenierten Menschen unglaublich. Schmuck, Busen und Tiere hatten es ihnen angetan, genauso wie der viele Platz der sich ihnen in den Räumlichkeiten bot und die Dunkelheit, die sie umgab. Wasserflaschen durfte man nicht mit rein nehmen. Warum? Und wenn man die Bilder anfasst, geht die Alarmanlage los. Aha! Kommt dann die Polizei und muss man dann ins Gefängnis? Wir beantworteten solche Fragen immer vorsichtshalber mit: Ja! Fröhlich und mit einer Menge Diskussionsstoff für den Weg verließen wir die Ausstellung.

Und im größten Schnee- oder Regensturm wechselten wir in den nächsten Stadtbezirk. Wir zogen von Mitte und dem Potsdamer Platz in den Bezirk Friedrichshain. Wer Berlin kennt, weiß um den krassen Unterschied der beiden Stadtteile. Aber genau das wollten wir bei unserer Berlin-Tour auch testen. Wie es denn so ist, dass immer wieder andere Berlin. Natürlich fuhren wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um auch das mit Sack und Pack zu testen. Geht alles und man sieht auf alle Fälle, wie viele Baustellen Berlin so hat. Also, erst Bus und dann Bahn.

berlin_hauptstadtmutti

Das wirklich Schlimmste für uns war, mit Koffern, Taschen, drei Kindern und einem Buggy bei wahnsinnigem Sturm und Hagel über die Warschauer Brücke zu kommen, ohne nicht weg zu fliegen. Pitsch nass erreichten wir unser Ziel und wir ließen uns einfach auf die Couch des Michelberger Hotels fallen.

michelberger_hauptstadtmutti_01
michelberger_hauptstdatmutti_02
essen_hauptstadtmutti_2
essen_hauptstadtmutti_1

Einchecken und ab ins hauseigene Restaurant zum Mittagessen. Die Kinder waren hinüber und wir genervt. Doch irgendwie riss uns die Aufmachung dieses Hotels in seinen Bann. Überall standen kleine, sehr liebevolle arrangierte Dinge rum, die man auch Neu-Berlinerisch „schöne Vintage-Ecken“ nennen könnte. Ein Fest für jeden Fotografen, denn hier ist jedes Detail eine kleines Kunstwerk.
michelberger_hauptstadtmutti_04

Hier wohnt die internationale Bohème-Szene, wenn sie auf Reisen ist, isst bewußt und vegan und (er)lebt das Berliner Kunstleben.

michelberger_hauptstadtmutti_1
michelberger_hauptstadtmutti_2
michelberger_hauptstadtmutti_3
michelberger_hauptstadtmutti_4
michelberger_hauptstadtmutti_03

Als wir die Zimmer betraten, trauten wir unseren Augen kaum, ein Hochbett. Und leider gab es keine Verbindungstür zum anderen Zimmer, was die Jungs bemängelten. Aber es standen in jedem Zimmer zwei Babyphone und es gab hauseigenen Kuchen als Willkommensgruss.

sealife_haupstadtmutti_1
sealife_hauptstadtmutti_3
sealife_hauptstadtmutti_2

Nach dem Mittagsschlaf zogen wir wieder los, um ins Sealife zu gehen. Die Kinder waren völlig wild drauf. Wenn es schon kein Schimmbad im Michelberger Hotel gab, dann wenigstens Fische gucken gehen. Wieder kamen wir in einen Regensturm, die S-Bahn fiel aus und wir mussten über Umwege hin. Aber wir schafften es noch rechtzeitig. Dann waren wir da und alle glücklich! So toll! Fische aus unseren Gewässern und kleine Babyhaie beobachten, ist schon etwas ganz Großes.

Isas großer Sohn wünscht sich nun eine Schildkröte zum Geburtstag, Claudias Sohn wollte unbedingt einen echten Rochen sehen und der Kleine schien einfach von allem begeistert zu sein. Muttis glücklich!

china_hauptstadtmutti

Das Abendessen sahen wir praktisch, denn wir machten kurzen Prozess und kehrten einfach in das asiatische Restaurant neben dem Sealife ein. Die Deckenbeleuchtung verzauberte uns sofort, dass Essen und die Preise dann eher nicht. Na klar, wir waren ja auch inmitten im „Touri-Zentrum“. Wahrscheinlich wären wir nie da rein gegangen, hätten wir nicht gerade einen Sealifebesuch hinter uns. Die Kinder aßen Sushi, Pommes und Hähnchen durcheinander und wir hofften nur, dass alles gehen würde.

michelberger_nachts_haupstadtmutti

Den Heimweg schafften wir nur noch in einem Großraumtaxi. Das Michelberger Hotel wirkte zu dieser Uhrzeit sehr gut besucht, hatte fast schon Lounge-Charakter. Überall sah man Leute auf den Sofas oder an kleinen Tischen chillen oder reden. Hatte was, doch wir mussten erst einmal unsere Kids ins Bett bringen.

Die Kids in die Hochbetten verfrachtet und dann Babyphone eingschaltet und wir ließen den Abend mit einem Glas Rotwein ausklingen.

Unsere Tipps für Berlin-Mitte haben wir für euch auch noch zusammengestellt.

Essen & Trinken
Mit Kindern ist es natürlich am Einfachsten direkt im Hotel zu frühstücken. Sollte das nicht möglich sein oder falls ihr gar nicht im Hotel seid, dann hätten wir hier unsere drei Lieblingsfrühstücksorte in Berlin-Mitte:
Zeit für Brot: In dem Café in Mitte sind wir oft auch in der Woche, um uns mit Leuten zu treffen. Für die Kinder ist vor allem das XXL-Fenster zur Backstube ein riesiges Erlebnis. Sie stehen hier oft ziemlich lange und schauen den Bäckern beim Brötchenbacken zu. Gut für die Eltern, dann dann bleibt Zeit, den Kaffee auszutrinken und vielleicht sogar noch eine Zeitung zu lesen.
Kitchen Café: Das Café im Erdgeschoß der Circus Appartements ist Zurzeit unser absoluter Lieblingsort in Mitte. Hier stimmt einfach total die Atmosphäre, das Licht, die Musik, es ist einfach sehr, sehr angenehm. Und leckeres Frühstück gibt es auch und Kinder sind mehr als willkommen.
Das Fleury am Weinbergsweg ist auch eine Option. Es macht neuerdings auch schon ab 8 Uhr morgens auf (juhu!). Hier gibt es französische Spezialitäten und sehr, sehr guten Kaffee. Was will man mehr?
Für mittags und abends haben sind das unsere drei Lieblingsplätze:
Das YamYam in der Neuen Schönhauser ist zwar immer voll aber es geht rasend schnell und die koreanischen Speisen schmecken nicht nur uns, sondern auch den Kids. Für die kann man es einfach nicht scharf bestellen. Witzig für Kinder ist der sehr niedrige Tisch, vor dem man knien oder im Schneidersitz sitzen muss. Das macht unseren Jungs auf jeden Fall immer totalen Spaß.
Im Dolores gibt es die größten und dazu noch frischzubereiteten Burritos. Die Zutaten stellt man sich selber zusammen und ja, ein Burrito reicht locker für 2 bis 3 Kinder. Lecker und nicht so gewöhnlich.
In einem der schönsten Innenhöfe Berlins ist das Barcomi’s Deli versteckt. Ein doch recht großes Restaurant, das von der bekannten amerikanischen Konditorin Cynthia Barcomi betrieben wird. Hier gibt es Sandwiches, Suppen und Salate und natürlich auch Kuchen im New York-Stil.
 
Kunst & Kultur
Wir waren, da das Wetter unglaublich wechselhaft war, im Sealife. Was von Außen aussieht, wie ein Disney-Tempel, entpuppt sich als ein charmantes Meeresmuseum für (kleine) Kinder. Man lernt unglaublich viel über die heimische Fischwelt, die Kinder können alles super gut sehen und insgesamt haben die Riesenaquarien einen extrem entspannenden Einfluss. Die große Attraktion ist zwar der Aquariumsfahrstuhl am Ende aber wir fanden die Karpfen und Rotbarsche und Hechte irgendwie toller.
Museen gibt unendlich viele in Mitte. Eine tolle Zusammenstellung findet ihr auch hier bei Ytti. Ach, man kann aber einfach überall hingehen. Sobald man die Kinder begeistert, machen sie ja auch eigentlich alles mit.  

Shopping für Kids

TINY Store: der TINY Store in der Schröderstraße ist zugegebenermaßen unser Lieblingsladen für Kinderklamotten in Berlin. Nicht nur, weil wir die Ladenbesitzerin Anne schon lange kennen und schätzen, sondern auch, weil es dort einfach die tollste Auswahl an Baby- und Kinderkleidung und Accessoires gibt. P.S. Für alle, die nicht in Berlin wohnen, TINY gibt es auch online.
Die Petite Boutique: Dieser kleine Laden in der Auguststraße ist wahrhaftig zauberhaft. Man taucht sofort in eine kleine Traumwelt ein und kommt mit einigen Scheinchen aber dafür schicken Schuhchen wieder raus. Können wir empfehlen.
Das Kinderkaufhaus ist ein wirklich gut ausgewählter Laden, den es schon sehr lange in Berlin gibt. Möbel, Spielzeug, Mode und Schuhe. Hier gibt es eigentlich alles für Babys und Kinder.
Und die tollen Sweater, die unsere Jungs gerade oft tragen, sind von Pomberlin. Sie verkaufen in der Pony Bar in der Neuen Schönhauser oder Online.
Bücher für Kinder kauft man in Mitte am besten bei Dussmann in der obersten Etage oder auch in den zahlreichen Museumsshops, z.B. im Shop des Naturkundemuseums.
Shopping für Mama
Mode aus Berlin gibt es bei KONK in der Auguststraße. Die reizende Ladenbesitzerin hat ein Auge für die angesagten Labels und Designer aus der Hauptstadt. Hier findet man immer etwas.
Noch mehr Berliner Mode gibt es bei CRUBA. Mira, die Designerin ist 5fache Mutter und betreibt neben CRUBA auch noch das Schwangerschaftslabel neunmaldrei, bei dem auch gerade das Jahrestuch 2015 in Kooperation mit uns, mit Hauptstadtmutti, erhältlich ist.
Tolle Kosmetik plus auf Wunsch auch gleich die Behandlung dazu gibt es bei Wheadon in der Steinstraße. Von Und Gretel bis Susanne Kaufmann, hier gibt es eine fast unendliche Auswahl an ökologischer Kosmetik.
Und dann könnt ihr natürlich die ganze Mulackstraße hoch und runter. Unser Lieblingsladen ist der R.S.V.P. Hier findet ihr die tollsten kleinen Notizbücher und Stifte und Bänder in feinster Atmosphäre. Die gesamte Mulackstraße ist bei Stil in Berlin super beschrieben. Hier entlang.
Noch mehr tolle Geschenke für gute Freunde oder einfach für euch selber, gibt es bei P&T in der Neuen Schönhauser. Es ist auch ein wirklich schöner Laden. Sehr einladend und die Tees sind hervorragend.
Noch mehr Mama-Mitte-Tipps gibt es auch beim Berliner Mama-Blog Littleyears im Mitte-City-Guide.
Newsletter Abo

„Wir sind sooooooooooo up-to-date, Schätzchen.”

Schließen