Hauptstadtmutti

2fach Mama und Gründerin Michaela Hagemann von das boep: „Als meine zweite Tochter geboren wurde, habe ich sogar aus dem Krankenhaus noch e-Mails beantwortet.“

Michaela Hagemann ist nicht nur Mutter von 2 Kleinkindern (4 Jahre und 10 Monate), sie ist die Gründerin des Naturkosmetiklabels das boep, das wunderbare Baby- und Kinderpflegeprodukte herstellt. Ach, und sie ist promovierte Ärztin und gerade mal 28 Jahre alt. Eine echte Power-Mom!

Hauptstadtmutti: Liebe Michaela, wie hast du das denn hinbekommen?

Michaela: Ich habe Medizin studiert und meine 1. Tochter während des Studiums bekommen. Währenddessen habe ich nebenbei die ersten Produkte entwickelt. Eigentlich aus reinem Eigenbedarf, weil ich einfach keine Pflegeserie fand mit der ich zu 100 Prozent zufrieden war. Die Ergebnisse habe ich dann immer wieder Freundinnen mit kleinen Kindern gezeigt. Die waren so begeistert und meinten, ich solle diese unbedingt verkaufen. Aufgrund dieser positiven Resonanz bin ich dann nicht mehr in die Medizin zurückgekehrt und habe mich voll und ganz auf „das boep“ konzentriert.

Hauptstadtmutti: Wie hat die Produktion deiner Produkte begonnen?

Michaela: Gemeinsam mit einem renommierten Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, wo die Produkte auch heute noch produziert und abgefüllt werden, habe ich die Cremes, Öle und Lotionen im Labor entwickelt. Wir haben lange diskutiert und schlussendlich gemeinsam entschieden, welche Inhaltsstoffe enthalten sein müssen um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Mir war es ganz wichtig, dass wir auf Mandelölbasis arbeiten. Anschließend haben wir aus einer Palette bestehend aus 25 Düften den „echtesten“ Babyduft ausgewählt. Damit unsere Nasen nicht verrückt wurden, haben wir diese zwischendurch immer wieder mit Kaffee neutralisiert. So haben wir nach und nach an der Konsistenz und der Zusammensetzung gearbeitet und es kamen dann die ersten sieben Cremes, Lotionen und Öle zustande.

Hauptstadtmutti: Die Produkte hast du während des Studiums und mit einem kleinen Baby zu Hause entwickelt. Wie hast du das alles finanziell geschafft?

Michaela: Die größte Unterstützung habe ich durch meinen Mann und meine Familie erhalten. Am Anfang haben wir nur kleine Mengen produziert und immer nur so viel, wie wir auch verkauft haben. Wir haben keinen Investor eingebunden, sondern immer versucht, aus dem Ertrag der Verkäufe neue Produkte zu produzieren. Das machen wir bis heute so. Mit dem Drogeriemarkt dm als großem Vertriebspartner ist das jetzt natürlich eine größere Nummer geworden.

Hauptstadtmutti: In wie vielen dm-Filialen gibt es jetzt eure boep-Produkte?

Michaela: Unsere Produkte sind in 1.100 dm-Märkten deutschlandweit erhältlich. In allen Filialen, die ein größeres Baby-Sortiment haben.

Hauptstadtmutti: Und wo kann ich eure Produkte noch kaufen?

Michaela: In unserem eigenen Online-Shop, in vielen schönen Concept Stores sowie Kinder-Boutiquen und in rund 30 basic-, 60 Budnikowsky- und 1.100 dm-Märkten.

Hauptstadtmutti: Wie viele Personen arbeiten für das boep?

Michaela: Mein Bruder Tilman und ich haben das boep gemeinsam gegründet. Seit wenigen Monaten haben wir eine Marketingexpertin und drei Mitarbeiterinnen, die sich auch um die Social-Media-Kanäle kümmern, im Team.

Hauptstadtmutti: Welches ist euer neuestes Produkt?

Michaela: Das ist das Schaumbad. Wir wollten, dass unser Sortiment mitwächst und auch noch für ältere Kinder funktioniert. Das Schaumbad ist wirklich ganz toll, denn es verbindet tolles Planschvergnügen mit sanfter Pflege. Die natürlichen Tenside sorgen für besonders ergiebigen Schaum, mit dem das Baden erst so richtig Spaß macht. Es duftet super frisch, ist total weich und brennt nicht in den Augen.

Für kältere Tage haben wir außerdem ganz neu eine Wind und Wetter Creme, die sehr reichhaltig mit Kakaobutter und Olivenöl schützt.

Hauptstadtmutti: Dein Mann ist Arzt, du bist Vollzeit-Selbständig. Wie macht ihr das mit der Kinderbetreuung?

Michaela: Die Große ist schon im Kindergarten. Zum Glück kann ich auch auf die Unterstützung meiner Eltern zurückgreifen, die insbesondere am Wochenende viel aushelfen. Und für die Kleine habe ich jetzt auch für ein paar Stunden eine Tagesmutter gefunden, denn ohne geht es leider nicht. Als meine zweite Tochter geboren wurde, habe ich sogar aus dem Krankenhaus noch e-Mails beantwortet. Sie war ein halbes Jahr mit mir zu Hause, doch nun ist sie so viel agiler und wacher, dass ich es leider nicht mehr schaffe nebenbei zu arbeiten. Ich hänge teilweise den gesamten Tag am Telefon und da werde ich ihr überhaupt nicht gerecht. Aus diesem Grund geht sie jetzt für ein paar Stunden zur Tagesmutter und wenn ich sie abhole, mache ich einfach das Telefon aus und kümmere mich um die Kinder.

Hauptstadtmutti: Für die Kinder gibt es ja mittlerweile so viele verschiedene Pflegeprodukte zu kaufen. Wie ist deine Meinung dazu? Was brauchen sie davon wirklich?

Michaela: In den ersten Monaten brauchen sie meiner Meinung nach nur Öl. Und wenn die Haare beginnen zu wachsen, kann man mit einem ganz milden Shampoo anfangen. Wenn es dann richtige Schmutzfinken sind, so wie meine Große, dann kann man sie auch ruhig in einem schönen Schaumbad baden. Da hilft dann auch Öl nicht mehr. Wir kennen das ja alle, wenn wir unsere Kinder aus dem Kindergarten abholen.

Hauptstadtmutti: Hast du noch einen Tipp für Mütter, die auch selbstständig sind?

Michaela: Das Tolle an der Selbstständigkeit ist die Flexibilität und dass man im Prinzip frei entscheiden kann, mit einem kranken Kind auch mal zu Hause zu bleiben. Und gerade wenn die Babys klein sind, kann eine Trage einem das Leben retten. Ich habe meine kleine Tochter teilweise stundenlang während Telefonkonferenzen im Haus umher getragen, so konnte sie friedlich schlafen und ich mich auf das Telefonat konzentrieren. Also mein Tipp – kauft euch eine gute Babytrage. ☺

Liebe Michaela, vielen lieben Dank für das tolle Interview!

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