„Ich kaufe viel second hand und mixe gerne.“

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Sommer, Sonne, Strand und Surfen – als wir Elena Maria (29), ihren Freund Remo (27), den gemeinsamen Sohn Pepe Manolo (13 Monate) und seinem Halbbruder Finn (4) in der Stargarder Straße sichteten, dachten wir: „Bondi Beach, Australia. Wie von der Sonne geküsst.“

Es war einer der ersten warmen Frühlingstage, wir schleckten gerade glücklich am besten Eis der Stadt, da kann schon mal die Fantasie mit einem durchgehen. Natürlich mussten wir Elena sofort anquatschen, ihr Style gefiel uns zu gut. Und siehe da, die gebürtige Wiesbadenerin entpuppte sich prompt als Fachfrau: Bevor sie Mutti wurde, war sie in Köln als Visagistin, Maskenbildnerin und Friseurin beim Fernsehen zugange. Aha! Und woher holt sie sich ihre Inspiration? „Von mir selbst. Ich guck, was mir gefällt, kaufe viel second hand. Und ich mixe gerne. Heute trage ich einen Pullover von einer Freundin, eine lange Unterhose von meinem Freund, Chucks von Converse und eine Jacke, die ich bei ebay erstanden habe. Die Tasche ist von meiner Mama und die Kette vom besten Freund meiner Eltern. Der ist Goldschmied und sammelt Gold in Australien.“ Ha! Haben wir’s nicht gesagt: Australien!

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Seit sie vor zwei Jahren nach Berlin gezogen ist, genießt Elena ihr Muttisein total und überlegt, den Kleenen die ersten drei Jahre nicht in die Kita zu geben. Zeit für ausgedehnte Shoppingtouren bleibt da nicht – und irgendwie ist das auch gar nicht so ihr Ding: „Ich gehe selten shoppen. Und wenn, dann nicht gezielt. Ich stöbere gerne auf den Flohmärkten am Arkonaplatz und am Maybachufer und kaufe viel second hand Kinderklamotten, da hab ich echt ’nen Tick.“

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Fragt man sie nach ihren Lieblingsläden in Berlin, bekommt man eine kritische Antwort: „Hab ich keinen. Mit einer Freundin war ich mal in Mitte in der Münzstraße bei COS und und Urban Outfitters. Alles viel zu teuer für die Qualität! Ich sehe es nicht ein, 80 Euro für ein Top zu zahlen. Und es gibt da nur mainstream, das hat echt jeder. Viele sehen gleich aus, auch die Kinder, die Kinderwägen. Style kann man nicht kaufen. Geld zerstört die Kreativität.“ Peng! Aber wo sie recht hat, hat sie recht.

Lieblingsort mit Kind: Tatsächlich zu Hause.
Lieblingsort ohne Kind: Wenn es warm ist, in irgendeinem Park oder Café. Oder ich schlendere mit einer Freundin herum und trinke eine Bier und rauche eine.
Ich kann nicht leben ohne? Mein Kind. Und gutes Essen.

Interview & Fotos: Poupette Bulley // Text: Natascha Korol

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2 Kommentare zu “„Ich kaufe viel second hand und mixe gerne.“

  1. Einen schönen guten Abend und tausend Dank für diesen schönen Artikel und die absolut sympathische Vorstellung von Elena! Ich mag ihre Einstellung und ihr Stil gefällt mir echt gut!
    Seitdem ich Mutter bin, bin ich irgendwie wieder auf der Suche nach meinem eigenen Kleidungsstil und bin dabei auch stark von konventionellen Marken weg, weil die ja wirklich jeder hat. Nachhaltig und individuell wurde und wird mir immer wichtiger und genau deshalb fand ich dieses Interview so inspirierend!

    LG von Kaddi

    P.S.: Und so lustig: Bei eurem Teaserbild auf FB dachte ich schon: Den Freund kennste doch und dann ist das tatsächlich der Schauspieler Remo Schulze. Genial und so ne tolle Freundin, da ist er gleich noch sympathischer 🙂 !

  2. Den Secondhand und Flohmarkt tick habe ich auch. Im Laden vom malteser Hilfswerk im Bergmannkiez kommt der Geldbetrag sogar einem Projekt (zB. Kinderhospiz o. Hilfe für an Demenz erkrankten Menschen ) zu gute.

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