Bewegung trotz Lockdown: Sieben Sportarten, die fast überall gehen (und mit Kind funktionieren können)

Es ist zum Mäusemelken, denn dieser Lockdown sorgt natürlich dafür, dass wir unseren gewohnten Bewegungsablauf nicht mehr so recht wahrnehmen können. ABER, ich versuche das ja schon seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 zu torpedieren und habe viele verschiedene Dinge ausprobiert. Na gut, so viele waren es auch nicht, aber zumindest dachte ich, an einem Teil kann ich euch teilhaben lassen. Vielleicht motiviert euch ja das ein oder andere dazu, euch auch – trotz Kind daheim – wieder zu mehr Bewegung zu kriegen. Denn es ist ja so: wir haben es alle nötig, ein paar Glückshormone auszuschütten. Dringend. Und mir hilft Sport dabei sehr gut.

Sieben Sportarten mit und ohne Kind

1. Der Klassiker – Joggen
Für diese Sportart muss Mensch das Haus verlassen. In Berlin ist Sport an der frischen Luft auch noch Corona-konform. Wenn kleine Kinder zuhause sind, müssen die, sofern es keine zweite Betreuungsperson gibt, mit integriert werden oder zumindest mitgenommen werden. Je nach Alter ist das mal leichter, mal schwerer. Joggen war gut für meine Psyche, denn 1. kam mein Gehirn an die frische Luft, ich musste 2. mal nicht das Kind mit irgendwelchem langweiligen (ja, tschuldigung, isso bei 24/7 ohne Alternativen) Kram, den eineinhalb-zweijährige eben so machen und 3. war auch das Umfeld mal ein anderes (grün, am Wasser lang, durch den Wald). Im Frühjahr war ich ziemlich schnell wieder bei 3x die Woche 10km joggen. 5km zum See, eine kurze Spielpause fürs Kind, wenn es Bedarf hatte und wieder 5km zurück auf den Spielplatz, damit auch das Kind noch sein Pulver verschießen kann.
Dazu braucht es nur:
– eine bequeme und im besten Fall stützende Laufklamotte (ich schwöre auf meine leichte Kompressionslaufhose von Asics), angepasst ans Wetter (Zwiebelprinzip!),
– gute Schuhe (auch hier habe ich meinen Favoriten, nämlich On aus der Schweiz)
– ein geeigneter Kinderwagen (wir haben den Thule Chariot, ich L I E B E ihn, es gibt natürlich auch andere Firmen und sogar extra Jogging-Kinderwagen).
– im Zweifel eine Laufapp für die eigene Motivation (wie Elina schon festgestellt hat, ich bin ein ….)
– Musik und gute Kopfhörer
– Beschäftigung für’s Kind im Wagen (+Snack, +Getränk)
Wenn die Kids schon älter sind, fahren sie vielleicht gern mit dem Radl oder den Blades nebenher – hat zumindest hier sehr gut funktioniert.

2. geht im eigenen Hausflur – Treppensteigen
Wir wohnen in einem dreistöckigen Mietshaus und hier besteht die Möglichkeit den Stepper zu ersetzen. Einfach Treppen rauf und runter, bis die Oberschenkel brennen. Vielleicht über einen längeren Zeitraum beobachten, wann im Hausflur nicht so viel los ist 😉
Hierfür braucht ihr lediglich Treppen (geht natürlich auch draussen) und Laufbekleidung. Wenn ihr das Training abends macht, wenn das Kind schläft: Babyfon.

3. ab auf den Boden – Yoga
Wer Aggressionen aufbaut und immer mehr das Gefühl hat, nicht mehr runterzukommen, dem sei gesagt: Yoga kann helfen. Es gibt zum einen bei Yoga Easy kostenpflichtige Yogakurse in jeder Länge (und wenn es also nur 10-15 Minuten sein können) oder auch bei Apps wie Asana Rebel und Down Dog werden sehr kurze Sequenzen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten.
Kostenfrei findet sich natürlich bei Youtube jede Menge. Vor zwei Jahren bin ich auf Mady Morrison gestoßen und momentan fahren alle (völlig zu recht) auf sie ab, die kostenlose Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene wunderbar ruhig und entspannt erklärt.
Der Profi hat bequeme Yogaklamotten, eine Matte, vielleicht auch einen Bolster (Decke tut es aber auch) und einen Yogablock (oder die Bücher „Überbitten“ von Deborah Feldmann und „Unter Leuten“ von Juli Zeh, die haben die perfekte Größe)

4. im Bad – mit Gewichten und dem eigenen Körper arbeiten
Über die Jahre habe ich im Bad verschiedenste Gewichte und andere Accessoires gesammelt: eine 10kg Kettlebell, 2kg und 5kg Hanteln, das Plankbad eine Faszienrolle und einen Ball und eine kleine, weiche, dicke Matte, um mit dem Gleichgewicht zu arbeiten. Hier könnt ihr quasi einfach alles machen. So viel ihr wollt, so lang ihr wollt (oder das Kind euch lässt). Lasst euch gesagt sein: besser ist, wenn ihr mit schwereren Gewichten weniger schafft, als mit leichten Gewichten 384398439 Millionen Wiederholungen hinlegt).
Auch hier gibt es wieder jede Menge Apps, die einen bei der Bewegung unterstützen, auch extra für die Kettlebell, für die Beine, die Arme, für allet eben!

5. Durchtreten – Radlfahren
Wir können zwar nirgendwo hin, aber ey, machen wir doch einfach eine Challenge auf, die Kids müssen ja sowieso gelüftet werden. Also, rauf aufs Rad und jeden Tag was Neues entdecken, wie z.B. eine neue Bäckerei, einen neuen Spielplatz, einen neuen Fotospot. Quasi Sightseeing daheim. Und Radeln ist ja auch Sport.
Ich plädiere immer für Radfahren mit Helm und damit die blinden Autofahrer euch auch wirklich nicht übersehen können: Licht an und Leuchtwesten nicht vergessen!

6. Mit sich selbst ins Reine kommen – Schwimmen/Eisbaden
Okay, scheint ein Trend zu sein, ich finde aber: ein Guter. Ich hatte über eine Form von Eisbaden auch hier schon mal geschrieben und finde: kann man mal machen. Geht aber entweder nur mit Kindern, die einem nicht gleich in voller Montur ins Wasser hinterher springen oder allein. Und ey, ist schon echt kalt. Aber hinterher ist einem sehr lange, sehr warm – zumindest im Winter.

7. kann man ja mal versuchen – Sport mit Kind
ganz kleine Kinder können noch als Gewicht genutzt werden. Größere Kinder animiert man einfach dazu, selbst mitzumachen. Hampelmänner, nach unten schauende Hunde, am besten viel Lärm um nichts oder: Zumba! Unser Kind würde auf jeden Fall schreiend und fröhlich tanzend durch die Bude springen! Hauptsache die Musik ist laut, egal ob es DJ Ötzi oder harter Techno ist.

Habe ich was vergessen? Dann lasst hören! Ich freue mich auf Inspiration und die ein oder andere neue Sportart, die ich übersehen habe.

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