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Migration & Mutterschaft – Melisa und Manik von Migrant Mama

Hach ja, der Migrationshintergrund. Das lange Wort mit der gestrichelten roten Linie. Man wird es kaum glauben, aber wir haben in Deutschland auch Kinder und Mamas mit Migrationshintergrund. Nicht nur böse junge Männer, liebe Medien. Mich beispielsweise, ich bin sowohl als auch. Ich bin eine Migrant Mama, und ich habe eine Migrant Mama.

So heißt das Projekt von Melisa Manrique und Manik Chander: Migrant Mama. Ihr dazugehöriges Buch Mama Superstar wurde 2019 vom Deutschen Integrationspreis gefördert und hat ein erfolgreiches Crowdfunding abgeschlossen.

„Mama Superstar” porträtiert elf mutige „Migrant Mamas” aus der Sicht ihrer deutschen Töchter, es geht um bedingungslose Liebe, kulturelle Vielfalt und gelebte Integration. Die erste Auflage war nach 4 Wochen ausverkauft und die beiden Autorinnen wurden mit dem Deutschen Integrationspreis ausgezeichnet.

DaMigra e.V. lädt im Rahmen des MUT-Macherinnen* – Projektes herzlich zur Online- Buchlesung „Mama Superstar – Geschichten über die Intersektionalität von Migrantin*sein und Mutterschaft“ ein! Die Lesung findet am 19. November 2020 von 18-20 Uhr statt und ich darf moderieren! An die ersten 12 Frauen*, die sich anmelden, wird eine Ausgabe von Mama Superstar-My Migrant Mama von Melisa Manrique und Manik Chande verschenkt. Die Bücher werden den Gewinnerinnen* postalisch zugesandt. Anmeldungen sind unter berlin@damigra.de (E-Mail), +49 159 06157496 (WhatsApp) oder als persönliche Nachricht auf Instagram oder Facebook möglich. Der Zugangslink und der Zugangscode werden nach der Anmeldung zugeschickt.

Wir möchten euch nun die Frauen hinter dem Projekt und dem Buch vorstellen. 

Hauptstadtmutti: Stellt euch und euer Projekt mal kurz vor.

Wir sind Melisa und Manik, zwei gute Freundinnen und seit etwa einem Jahr gute Geschäftspartnerinnen.

Melisa: Ich wohne in Berlin seit 2014 und komme ursprünglich aus Peru und Italien. Ich bin mit fünf Jahren mit meiner Familie von Lima nach Rom migriert und heute arbeite ich als Community Managerin in Berlin und werde in August selbst Migrant Mama.

Manik: Ich bin Tochter indischer Eltern und bin im Taunus groß geworden. Heute arbeite ich als Projektmanagerin in Frankfurt und habe in meine universität schon mehrere Integrationsprojekte initiiert.

Hauptstadtmutti: Wann und wie ist das alles losgegangen mit den Migrant Mamas?

Wir haben uns vor über 4 Jahren während eines Auslandssemesters in Mumbai kennengelernt und uns sofort über Sport, Currys und unsere Migrant Mamas ausgetauscht. Wir begannen dieses Spiel „my Migrant Mama is cooler than yours because….“ und tauschten Erfahrungen aus wie zum Beispiel „weil sie so hart gearbeitet hat, um mir eine Bildung zu geben“ oder „sie war so kreativ beim Erlernen einer neuen Sprache“ oder „sie war hartnäckiger als jeder andere, um das zu bekommen, was ihr wichtig war“.

Wir haben verstanden, dass wir unsere Mamas bewundert haben, weil sie aus den Herausforderungen der Migration eine Möglichkeit und kein Problem gemacht haben.

Die Idee, Migrant Mamas zu feiern, blieb uns mehrere Jahre erhalten, bis sie im Oktober 2017 Wirklichkeit wurde. Ich, Melisa, entschied mich, meinen Job in der Startup Szene in Berlin zu kündigen, um in ein neues Abenteuer zu starten: ein Sozialunternehmen. Da die Themen Migration und Female Empowerment schon immer meine Leidenschaft waren, und Manik schon immer in meinem Herz und Kopf geblieben ist, musste ich sie anrufen und fragen: „Manik, sollen wir? Lasst es uns tun! Es ist an der Zeit, dass Migrant Mama real wird.“ Und sie sagte sofort, mit voll Freude: „Ok, ich komme nach Berlin!“. Seitdem haben wir eine Bewegung namens „Migrant Mama“ initiiert, ein Buch namens „Mama Superstar“ veröffentlicht – ausverkauft in 4 Wochen – und starten gerade eine Crowdfunding-Kampagne für unser zweites Buch „Mama Superstar“: Community Edition“.

Hauptstadtmutti: Was passierte jetzt?

Die Bewegung „Migrant Mama“ wurde für den Deutschen Integrationspreis nominiert. Wir waren sehr gespannt auf diese Gelegenheit, andere wunderbare Projekte aus ganz Deutschland kennenzulernen, die sich für bessere Gemeinschaften einsetzen. So begannen wir sofort mit den nächsten Schritten: Aufbau der Crowdfunding-Kampagne!

Hauptstadtmutti: Wofür ist das Crowdfunding?

Nach unserem ersten Buch haben wir ein unglaubliches Feedback von den Lesern erhalten. Sie schickten uns E-Mails voller Liebe, Ermutigung und Dankbarkeit, weil sie die Schönheit der Migrationsgeschichten und den Mut der Migrantenmamas in die Welt hinausgetragen haben. Deshalb haben wir uns entschieden, an einem zweiten Buch zu arbeiten zusammen mit unsere Community!

Hauptstadtmutti: Worum geht es in dem Buch und wer sollte es lesen?

Im Gegensatz zur aktuellen eher problemfokussierten Debatte feiert „Mama Superstar“ Migration und ihre Protagonistinnen. Jede Mama ist ein Vorzeige-Beispiel für Mut, Kreativität, Entschlossenheit und bedingungslose Liebe. Deswegen ist das Buch für alle, die in kultureller Vielfalt eine Bereicherung und in Migration eine Chance sehen. Es ist Pädagog*innen, Sprachlehrer*innen und Mitarbeiter*innen im Bereich Migration und Integration. Natürlich auch für Kinder! Für alle, die Deutschland aus einer neuen Perspektive kennenlernen wollen.

Hauptstadtmutti: Ihr Lieben, wir alle sind im besonderen Jahr 2020 angekommen. Was ist bei euch in der Zwischenzeit passiert und was kommt als Nächstes?

Da die erste Ausgabe des Buches im März 2019 nach 4 Wochen ausverkauft war, sind wir offiziell dem Mentor Verlag als Verleger beigetreten.
Wir wir bald zusammen unsere vierte Auflage drucken, was für uns absolut unglaublich ist.
Wir haben unsere CrowdFunding, wie du es schon vielleicht weisst, erfolgreich beendet, den Deutschen Integrationspreis und den Smart Hero Award gewonnen und auch noch die Ehre den Kimi Siegel zu bekommen.
Bis zum ersten Lockdown waren wir mit Lesungen in ganz Deutschland unterwegs, es war eine völlig neue Erfahrung für uns, und es war schön, Menschen persönlich zu treffen und ihre Reaktionen auf die Geschichten zu sehen.
Als die Pandemie ausbrach, wurden alle unsere Veranstaltungen zu Recht abgesagt, aber jetzt melden sich langsam Organisationen bei uns zurück und bitten um Online-Lesungen, wie diese hier.
Außerdem wurde ich einige Monate nach der Veröffentlichung des Buches selbst Migrant Mama 🙂 Ich war dann die folgenden 14 Monate mit meinem Kind in Elternzeit. Sie begann nun mit der Eingewöhnung in die Kita, so dass ich langsam wieder an die Arbeit gehe.
Für Ende des Jahres arbeiten wir an der Online-Veröffentlichung des Fragebogens, den wir für die Töchter des Buches entwickelt haben, um ihre eigenen Mütter zu interviewen. Wir möchten mehr Menschen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Migrant Parents zu interviewen und ihre Geschichten kennen zu lernen.

Vielen Dank!

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