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Bad Renovierung Teil I: Der entspannte Keller

Für diesen Artikel haben wir mit verschiedenen Firmen zusammengearbeitet. Es floss kein Geld; es wurden uns Produkte zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank an Kera24.de, hansgrohe, Brabantia, Davines und LA Bruket.

Herzlich Willkommen und hereinspaziert zu unserer Bad-Renovierungs-Odysse! Es wird lustig, staubig und grau! Denn vorher war alles braun und hatte Blumen. Hä? Fliesen, Leute, ich rede von den Fliesen. Das waren (zumindest im Keller) mal geblümte und braune Fliesen. Irgendein Komitee hat Ende der 1970er Jahre beschlossen, dass alle Bäder sowohl eine deprimierende Farbe sowie freche Akzente haben sollten. In den 1990ern kamen dann die Urlaubsblauen Fliesen mit Delfinen dazu.

Wir haben einen recht großen, Achtung schönes Wort, Nasszellenbereich im Keller. Das liegt daran, dass die Vorbesitzer und Erbauer Bock auf Sauna und dazugehörigen Duschraum für mindestens sechs Personen hatten. Das ist sicherlich total toll gewesen, wir sind da eher Team Nicht-Gruppenduschen.

Es wurde laut – und nicht nur die Baustelle

Bad Renovierung, wie ich inzwischen gelernt habe, funktioniert in solchen Fällen nur nach einem Prinzip: alles muss raus. Wirklich alles. Jede Leitung, jede Fliese, die braunen Fenster und jedes letzte 70er Jahre Staubkorn. Damit waren wir dann also gefühlt 10 Jahre beschäftigt. Und die Profis natürlich! Während also im Keller Radau war, haben mein Mann und ich versucht, uns mit dem Thema Fliesen auseinander zu setzen.

Ich glaube, ich würde lieber Kindergärtnerin werden oder Hochzeiten professionell planen, als noch ein einziges Mal die Hölle durchzustehen, die es war, fucking Fliesen auszusuchen. Genauso hieß das dann irgendwann bei uns. Fucking Fliesen! Wir. wurden. uns. nicht. einig. Was wirklich schwierig war, da ich zu absolut jeder Entscheidung ‚Ist mir egal‘ entgegnete. True Story! Es ist mir wirklich egal! Ich wusste nur, den ganzen Kram, den mein Mann da gerade aussuchte (glänzende, kleine, weiße Fliesen) wollte ich nicht. Macht Sinn, oder?

Es half nichts, wir mussten Fliesen angucken, denn auf dem Bildschirm brachte das alles nichts. Es sei denn ihr wisst ganz genau was ihr wollt, weil Erna und Bert aus Juxenhausen so ein tolles Bad haben und das wollt ihr auch? Also wir ab zum nächsten Ausstellungszentrum. Zu dem Zeitpunkt war es dann auch wirklich schnurzpiepe welches. Wir mussten ein Gefühl dafür entwickeln, was wir eigentlich gut finden. Augenblick, was wir auf keinen wollten, das war der wahre Grund. Und schnell wurde klar: kleine, weiße, glänzende Fliesen sind sicherlich schick aber auch anstrengend. Matschepampe, Fettfinger, Wasserspritzer, Fugen, etc.

Auf einmal wussten wir: Grau und Groß!

Für uns ein Riesenschritt in die richtige Richtung. Doch groß ist nicht gleich groß. Tagelang hatte ich Albträume von Matheklausuren in denen folgende Formen abgefragt wurden: 30×30? 60×60? 120×60? Menschen, die gerade bauen oder renovieren, wissen, worauf ich anspiele. Es sind Fliesenmaße. Ich wollte ganz, ganz weit weg. Ging aber nicht. Es war nämlich immer noch Lockdown.

Nachdem wir also ungefähr wussten, was wir brauchten, legten wir ein Budget fest und waren uns schnell einig, aus drei Nasszellenbereichen mit sehr wilden und individuellen Fliesen sollten drei Badezimmer werden, die einheitlich, zeitlos und schlicht werden sollten. Ich träume ja von ganz vielen Pflanzen im Bad und Grün auf Grau fand ich super. Wenn ihr mal richtig verzweifeln wollt in eurem Leben, gebt ‚Fliesen online bestellen‘ in die Suchmaschine ein. Ich wäre zu dem Zeitpunkt für jede Empfehlung oder Hinweis dankbar gewesen und deshalb von Herzen: Kera24.de

Wir haben unsere Fliesen bei Kera24 aus folgenden Gründen bestellt:

  1. krass übersichtliches FAQ
  2. sehr gut sortierter und anschaulicher Blog
  3. eine WhatsApp Nummer unter der ich wirklich richtig schnell immer jemanden erreicht habe und Bilder einschicken konnte
  4. das Team hat unfassbar viel Geduld!
  5. haha und geile Fliesen.

Wie ihr dieser Aufzählung entnehmen könnt, war die schlussendliche Auswahl der Fliesen irgendwann echt latte. Das behaupte ich jetzt, mein Mann würde sagen, dass die hauseigene Esta Serie im Betonlook einfach gewonnen hat. Ich möchte trotzdem sagen, dass es wichtig war, dass wir mit ernsthaft netten Menschen zu tun hatten, die uns zu jedem Zeitpunkt freundlich und verständnisvoll behandelt haben. Denn so ein Bad renovierst du nicht aus Jux und Dollerei, bzw. entscheidest dich beim Bauen nicht für eine Fliese, nur um sie 5 Jahre später wieder zu wechseln.

Fliesen sind keine Wandfarbe

Uns war klar, das bleibt jetzt ein paar Jahr(zehnt)e so, denn auf dieses Baustellenlife hat niemand ewig Bock. Wie gesagt, Fliesen sind keine Wandfarbe, die man mal wechselt. Deshalb also Esta. Was ich auch gelernt habe: „Grundsätzlich sind so ziemlich alle Bodenfliesen auch für die Wand geeignet.“ Das ist ein Zitat von den netten Fliesenmenschen bei Kera24, also braucht ihr mir nichts zu erzählen. Wir haben uns für die Bodenfliese Esta hellgrau 60×60 matt und die gleiche in 30×60. Diese Fliesen liegen zwischen 20€-25€ pro m², was von Kera24 selbst als preiswert bezeichnet wird und uns natürlich sehr entgegenkommt, schließlich, und das kennt ihr liebe Renovierungsmenschen, brauchen wir dann doch den ein oder anderen m².

Uns war wichtig: pflegeleicht, gute Qualität und kratz- und abriebfest. Wir überlegen jetzt schon, den Rest des Haus irgendwann damit als Bodenfliese zu beglücken. Für die ganz Klugen: Rutschfestigkeit liegt bei R10. Durch die rektifizierten Fliesenkanten ist hier die Verlegung mit extrem schmalen Fugen möglich und führt zu einem nahtlosen Look.

Zum Waschen in den Keller

Ich war also irgendwann dafür bekannt, dass mir alles egal war. Auf einer Sache habe ich allerdings bestanden: Waschküche into the Keller, pronto. Denn, und das werdet ihr in Teil 2 sehen, so konnten wir das Badezimmer im Erdgeschoss vergrößern indem wir eine Wand versetzten. Ein Podest wollte ich, damit wir uns nicht mehr bücken müssen zum Wäsche ein- und ausladen. Also wurde aus dem Duschraum für eine halbe Fußballmannschaft eine sehr große Dusche und eine Wäscheecke.

Wenn schon, denn schon, dachte ich mir und ersetzte den 10€ Wäscheständer aus meinem Studium, der nur noch durch Panzertape zusammengehalten wurde durch diesen Hangon-Wäscheständer von Brabantia. Da die Armaturen und Details mattschwarz werden sollten, wollte ich bei den neuen Wäschesachen endlich mal Einheitlichkeit mit dem Rest des Hauses. Und wer auf Einrichtungs-Porn steht, der würde auch den Bo Wäschekorb oder diesen hellgrauen Wäschekorb lieben. Die haben sehr, sehr nices Zeug.

Und hey, klar hängen wir die Wäsche so lange und so oft es möglich ist, draußen auf, aber wenn es mal nicht geht, ist es echt praktisch, dass der Ständer im Keller Platz findet. Das rote Regal ist übrigens ein Kleinanzeigen Schnapper und war wohl mal von Ikea.

Macht es euch gemütlich

Was ihr auf den Bildern nicht seht, ist die große 70er Jahre Sauna, die dann irgendwann auch mal eine schöne Sitzecke davor bekommen soll. Bis dahin genießen wir die kleinen Spa Momente durch die Muji Essential Oils auf den unglasierten Steinen. Worüber ich nach dem Umbau nämlich wirklich froh bin, ist dass der olle Keller-Mief fast weg ist.

Im Keller duschen ist zur Quality Me-Time geworden, auch wenn ich natürlich duschen an sich nicht als Me Time zähle. Auch nicht alleine einkaufen. Soviel dazu. Aber nach all den Strapazen und Umzügen und Renovierungen der letzten Jahre freu ich mich über eine schöne große Dusche und richtig geiles Shampoo von Davines. Da probieren wir uns gerade etwas durch. Ich mag das MINU für coloriertes Haar und das A Single Shampoo (Gewinner des ELLE Green Beauty Stars 2020 und des Byrdie Eco Beauty Awards 2020!).

Und die große braune Flasche? Ugh, ich sag es euch, Duftexplosion von La Bruket mit Salbei, Rosmarin und Lavendel. So gut! Was denn auch sonst, kommt ja auch aus Schweden. Aber fragt mich nicht, wie es ausgesprochen wird. Die machen alles mögliche und das Braun kommt gut weg gegen die hellgrauen Esta Fliesen von Kera24, nicht wahr?

A propos Duschen. Wir haben uns Gönnung ins Haus geholt. Und zwar so richtig. Die hansgrohe Raindance Select S in mattschwarz. Hammer. Doch dazu bald noch viel, viel mehr. Seid gespannt auf Teil II!

Und Leute, niemals hätte ich gedacht, dass das Thema Fliesen mal so einen Raum in meinem Kopf einnehmen werden. Aber hey, nächstes Jahr ist die Terrasse dran!

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