Hauptstadtmutti

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Buchtipps, aber make it gemütlich im Relaxsessel!

Gemütlichkeit ist jawohl sowas von In dieses Jahr. Oder? Und Lesen, denn Lesen sollte immer in sein. Das funktioniert bei mir alles sehr famos, seit ich mich in den elektrisch verstellbaren Relaxsessel mit USB-Ladeanschluss X2 reinfläzen kann. Und ja, es ist etwas, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche. Wie ich letztens erst im EMOTION-Magazin schrieb:

Für mich ist es nicht unbedingt der physische, abschließbare Raum, sondern die Zeit, die man sich nehmen muss und sich dadurch einen Raum schafft. Zum Schreiben brauche ich Ruhe, mehr als alles andere. Ich brauche echte, greifbare Stunden, Stunden von Nichtstun, von Nachdenken, mehr noch als das endgültige Schreiben. 

So, und wo kann man bitte am besten nichts tun, als in einem offiziellen Relaxsessel? Den Schlangentisch habe ich euch hier schon einmal vorgestellt, der passt auch mega zum cremefarbenen Sessel und Leute, es gibt einen USB-Anschluss, das ist doch schön, nebenher Handy laden und sonstwas machen. Man kann wirklich, wirklich auch ein komplettes Nickerchen in dem Sessel machen. ich arbeite auch gerne darin, die Armlehnen passen genau perfekt unter die Unterarme.

Nun aber zu den Buchtipps.

Ich lese gerne und viel, aaaaaaaaaaaaaber, der Trick ist, dass das Buch gut sein muss, dann klappt das auch. Langweilige Bücher werden abgebrochen, zurück in die Bücherei gebracht oder weiterverschenkt. Viele meiner Freundinnen lieben langweilige Bücher. Ich nicht.

The Woman in Me – Britney Spears
Ich liebe Britney, ich bin und war Fan. In meinem Debütroman gab es statt einer Widmung ein Zitat meines Lieblingsliedes von ihr. Ich habe mir sagen lassen, dass das Hörbuch, eingelesen von Michelle Williams wundervoll sein soll. Die Biographie selbst habe ich geliebt, habe auch geweint, kann es nur empfehlen. Das Buch von Jessica Simpson habe ich schon vor Jahren gelesen, Pamela Anderson ist als nächstes dran.

Die Kinder sind Könige – Delphine de Vigan
OMFG!!! Alter. Wirklich. Was ein unfassbares Buch. Ich konnte nicht aufhören, und habe es an zwei Tagen durchgesuchtet. So krass. Und spannend, ich wollte UNBEDINGT wissen, was denn jetzt eigentlich passiert ist. Aber. Selbst das passiert nebenbei, denn was an diesem Buch so besonders ist, sind natürlich die genauen und genialen Beschreibungen des Instagram-Mom-Alltags. Keine Spur von Zynismus, kein Sarkasmus (trotzdem witzig), sondern neutrale Beobachtungen was das ewige Handy aufs Kind draufhalten mit Kindern macht. Wie so ein Leben als YouTube-Familie aussehen kann, und wohin das alles führen kann. Bin mir sicher, dass manche das als dystopisch beschreiben werden, aber ich bleibe dabei: es ist jetzt. Die ersten Social Media Kinder sind 18 geworden und verklagen ihre Eltern.

Nicht wie ihr – Tonio Schachinger
Mensch, da gewinnt der Herr Schachinger mit seinem neuen Roman den Buchpreis und ich realisiere, dass ich mir sein 2019 Debüt letztens secondhand erstanden habe. Fing an, war sofort drin. Saša Stanišić sagt „Was für ein kluges, unerwartetes und auch humorvolles Buch das ist!“ und ich stimme ihm zu. Ivo ist eigentlich verheiratet, trifft aber auf seine Jugendliebe, und eigentlich eigentlich hat er für nichts Zeit, den Ivo ist extrem erfolgreicher Profisportler. Fußballer, um genau zu sein und für mich als Fan hat es Sauspaß gemacht, diese Pseudo-Insider-Gerüchte-Geschichten mitzuverfolgen.

Protest: Über Wirksamkeit und Risiken des zivilen Ungehorsams – Yasmine M’Barek
Ich liebe Yasmine und diese Buch, danke, dass du so klug bist. Wir brauchen dich.

There’s No Such Thing as an Easy Job – Kikuko Tsumura
Das hier hat ewig gebraucht, aber ich wollte nicht aufgeben. Es war ganz anders, als das, was ich erwartet hätte und doch genau richtig. Die Protagonistin hatten irgendeinen Nervenzusammenbruch, und will danach einen Job finden, der einfach ist, den sie hinkriegt, sie hat bestimmte Vorstellungen. Sie findet auch wirklich die wahllosesten Jobs, die meisten eher temporär angelegt und super-super random. Es zieht sich, es wird beschrieben, es geht um Arbeitssnacks um Beobachtungen, um männliche Chefs und um Solidarität zwischen Kolleginnen. Trotzdem wollte ich wissen, wie es weitergeht. Bisschen Geduld mitbringen, wenn ihr wie ich lieber die schnelleren Geschichten mögt. Hier auch eine sehr schöne und detaillierte Rezension.

Liebewesen – Caroline Schmitt
Wirklich ein astreines Buch, das ich gerne gelesen habe und klug und gut fand.

Keine gute Geschichte – Lisa Roy
GRANDIOSES Buch! Für mich das Buch 2023. Fertig aus. Perfektion. Oder wie Michèle Loetzner hier so treffend sagte:

So, und dann gibt es dieses Buch von @lisaroy.de, das Armut beschreibt, wie sie ist. Den Kampf, alles zu tun, um nie mehr dahin zu müssen, wo man herkam, wenn man es mal vermeintlich rausgeschafft hat. Aber man entrinnt dieser Erfahrung nie, sie kratzt sich in die Knochen. „Keine gute Geschichte“ ist so hart und echt und kraftvoll — das sollte in der Bestsellerliste sein. Es ist spannend, sprachgewaltig und extrem gut geplottet. Das ist das Buch, das man lesen sollte. 

None of This Is Serious – Catherine Prasifka
Hach ja herrlich, ich konnte mich zurückbeamen in die Zeit nach dem Abi, nach dem Abschluss, vor den Kindern, vor der Ehe. Hier geht es um Freundschaft und alle sind nicht nur unsympathisch sondern auch einfach kacke, ganz ehrlich. Schön, auch mal was Gutes darüber zu leben, wie es ist, online zu existieren und zu Daten. Es ist so präzise und spielt in Dublin, juhu! „None of This Is Serious is about the uncertainty and absurdity of being alive today.“ Agreed.

I’m a Fan – Sheena Patel
Freut euch, es gibt eine deutsche Übersetzung! Super creepy weird Buch und soooooo wundervoll. Es geht um eine Affäre, um Liebe? Vielleicht, aber vor allen Dingen um Besessenheit und auch um Öffentlichkeit und das Darstellen von Beziehungen. Mehr verrate ich nicht. Habe sehr sehr viel unterstrichen.

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