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Müder Papa rettet Berliner Weihnachtsbäume

Wir freuen uns so sehr, euch den Gründer und die Idee hinter WunderTree vorzustellen. Andrew gibt nicht nur super Tipps für Weihnachtsbäume im Topf, sondern erzählt auch von seinem neuen Alltag als Papa. Sein Unternehmen WunderTree hat eine nachhaltige Lösung für Weihnachtsbäume in Berlin und Potsdam gefunden. Und wir? Wir haben einen Rabattcode für euch! Mit hauptstadtmutti15 bekommt ihr 15% Rabatt auf jeden Weihnachtsbaum. Alle weiteren Infos hier.

Hauptstadtmutti: Hallo Andrew, wie kam es zu der Idee mit WunderTree?

Ich hatte schon immer ein persönliches Interesse an Nachhaltigkeit. Vor einigen Jahren, als Leute wie Greta Thunberg oder die Berichte, dass wir nur noch zwölf (jetzt zehn!) Jahre Zeit zu haben, um den Klimawandel zu „reparieren“, den Alarm über den Klimawandel auslösten, begann ich zu erforschen, wie man sich engagieren kann. Mir wurde schnell klar, dass es an zwei Fronten Arbeit gibt: Reduzierung der Emissionen, aber auch Absaugung des Kohlenstoffs, der bereits in der Atmosphäre vorhanden ist. Technologie kann viel, aber Bäume sind ein leistungsstarker und erprobter Weg, um Emissionen zu reduzieren. Ich mag es auch nicht zu „katastrophalisieren“, deshalb war es wichtig, etwas zu tun, dass das Leben der Menschen positiv beeinflusst. Mit WunderTree können wir ein Erlebnis bieten, das Weihnachten noch spezieller macht und mit dem Sie sich gut fühlen können.

Hauptstadtmutti: Wann hast du angefangen und wie läuft es?

Es läuft wirklich gut. Wir starteten 2019 mit einem Pilotprojekt und waren am 14. November, nicht lange nach dem Start, ausverkauft. Dies hat uns bewiesen, dass die Berliner*innen eine nachhaltigere und bequemere Weihnachtsbaumoption wünschen. Dieses Jahr haben bauen wir darauf auf, um mehr Menschen und Unternehmen in Berlin und Potsdam einen Weihnachtsbaum im Topf zur Verfügung stellen. Die ersten WunderTrees kommen diese Woche in Berlin an, es ist also eine wirklich aufregende Zeit!

Nachhaltiger Weihnachtsbaum in Berlin

Hauptstadtmutti: Woher kommen die Bäume und wohin gehen sie?

Sie kommen aus Süddänemark, also eigentlich nicht so weit von Berlin entfernt. Dänemark ist Europas größter Weihnachtsbaumproduzent. Alle Bäume sind hochwertige Nordmann-Tannen, Deutschlands beliebteste Weihnachtsbäume. Nach Weihnachten pflanzen wir sie in unserem privaten Wald in Saalow sowie in zwei weiteren Wäldern. Einem westlich von Berlin und einem nördlich von Berlin. Neben den WunderTrees pflanzen wir auch einheimische Bäume, sodass wir nicht nur eine Monokulturfarm für Weihnachtsbäume im Ruhestand schaffen.

Hauptstadtmutti: Ist Wundertree nachhaltiger als ein Plastikbaum?

Die kurze Antwort lautet „Ja“, ist aber etwas komplizierter. Viel hängt davon ab, wie viele Weihnachten der Plastikbaum verwendet wird, woher beide Bäume kommen und wie man einen lebenden Baum los wird – in Berlin werden die meisten verbrannt.

Bereits zum Zeitpunkt des Kaufs ist ein WunderTree im Hinblick auf den CO2-Ausstoß 100% besser als ein normaler, abgeholzter Baum.

Jedes Jahr, wenn die nach Weihnachten im Wald eingepflanzten Bäume wachsen, saugen sie bereits zusätzlichen Kohlenstoff ab. Tatsächlich haben die WunderTrees, die allein in diesem Jahr gepflanzt wurden, den potenziellen Einfluss, dass die Kohlenstoffemissionen von 111.000 abgeholzten Weihnachtsbäumen beseitigt werden! Wir liefern mit Elektrofahrzeugen und pflanzen die Bäume vor Ort, sodass unser CO2-Fußabdruck von dieser Seite des Geschäfts im Vergleich zu Bäumen, die beispielsweise aus China geliefert werden, minimal ist. (HINWEIS: Quelle)

Im Vergleich eines WunderTree mit einem Kunststoffbaum verursacht ein durchschnittlicher Kunststoffbaum 40 kg Treibhausgasemissionen – das sind 10x mehr Emissionen als bei einem WunderTree. Und auch wenn der Plastikbaum mehrmals verwendet wir (durchschnittlich nur 7 Jahre), absorbiert ein Plastikbaum weder CO2 noch unterstützt er ein natürliches Ökosystem. Plastikbäume haben auch Probleme mit Mikroplastik und Plastikverschmutzung. Je weniger Dinge aus Plastik in unseren Häusern und in der Nähe unserer Kinder sind, desto besser.

Hauptstadtmutti: Wer kauft WunderTrees? 

Unsere Kunden lieben die Tatsache, dass der Baum gepflanzt wird und nicht als Abfall auf der Straße landet. Viele von ihnen sind junge Familien in oder um Berlin, die ihren Kindern ein gutes Beispiel vorleben wollen. Zeit oder Platz für einen eigenen Baum hat aber innerstädtisch kaum jemand. Gleichzeitig möchten unsere Kunden keine Kompromisse bei der Qualität eingehen und für ihren Weihnachtsbaum die gleiche Premium-Qualität, die sie gewohnt sind.

Hauptstadtmutti: Wenn alle bei euch ihre Bäume kaufen würden, kriegen ja die Zoo Tiere keine mehr…

Ach, es ist ja kein Geheimnis, aber das ist nur kluge PR für die Zoos. Zur Erinnerung, die einzigen Bäume, die an die Tiere im Zoo verfüttert werden, sind die Bäume, die bis Weihnachten nicht verkauft wurden. Sie ernähren sich also von einem kaputten Geschäftsmodell, das auf Volumenökonomie und Überbestellung basiert.

Wie pflege ich einen Weihnachtsbaum im Topf?

Hauptstadtmutti: Wie sollen die Bäume gepflegt werden?

WunderTrees sind eigentlich sehr lockere Hausgäste. Täglich ein großes Glas Wasser hält sie gesund und munter.

Hauptstadtmutti: Was ist ein großes Nein-Nein mit Weihnachtsbäumen, um ihnen zu helfen, zu überleben?

WunderTrees mögen Wärme nicht wirklich. Wir empfehlen also, den Baum nicht neben einen Heizkörper zu stellen. Bei einer Fußbodenheizung reicht schon ein bisschen Abstand zum Boden, z.B. in Form eines Schneidebretts. Wenn ihr einen Balkon oder einen Garten für den Baum habt, noch besser.

Wenn der Baum vor der Abholung stirbt, holen wir ihn natürlich trotzdem ab. Tote Bäume sind bisher jedoch ungewöhnlich, tatsächlich haben es letztes Jahr 97% der WunderTrees als Hausgast durch die Weihnachtszeit geschafft!

Ein australischer Papa in Berlin

Hauptstadtmutti: Herzlichen Glückwunsch, Andrew! Du bist gefühlt gerade eben zum ersten Mal Vater geworden. Wie läuft‘s? 

Es ist großartig, aber viel anstrengender, als ich es mir hätte vorstellen können. Ich hatte bereits vom „Baby-Gehirn“ gehört und jetzt weiß ich wirklich, was es bedeutet. Wenn ich mit Freunden spreche und Dinge sage, die nicht einmal echte Wörter oder vollständige Sätze sind, hahaha.

Hauptstadtmutti: Du meintest zu mir „Jetzt verstehe ich, warum Eltern immer beschäftigt sind.“ Was hast Du gedacht, bevor Du Vater wurdest?

Ich hätte einfach nicht gedacht, dass es so unerbittlich sein würde. Und ich bin derjenige mit dem easy Job, weil ich keine Nahrungsquelle darstelle!

Hauptstadtmutti: Wie ist Elternschaft in Berlin?

Ich war ja sonst noch nirgends Vater, also bin ich kein fairer Richter. Die Richtlinien in Bezug auf Kitas, Mutterschutz und Elternzeit sind in Berlin weitaus besser als in den anderen Städten, in denen ich gelebt habe (Sydney, New York City, Amsterdam).

Hauptstadtmutti: Von dem, was du mitkriegst, gibt es Unterschiede zu deiner Kindheit?

Als ich in Newcastle, Australien, aufgewachsen bin, kannte ich niemanden, der in einer Wohnung lebte, geschweige denn in einer aufgewachsen ist. Das hat sich jetzt ein wenig geändert, aber gleichzeitig leben so viele Menschen in großen amerikanischen Mc-Mansions. Aber jetzt kann ich die Vorteile einer Familie auf kleinerem Raum erkennen. Es ist auch viel schwieriger, Dinge zu verlieren oder zu verlegen.

Hauptstadtmutti: Bist du in einer interkulturellen Beziehung oder ist die Mutter deines Kindes auch aus Australien?

Melinda wurde in Münster als Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters geboren, daher haben wir einige interkulturelle Elemente in unserer Beziehung. Viele von ihnen haben sich eingespielt. Sie lebt mit meinem flexiblen Zeitkonzept und ich akzeptiere inzwischen, dass Geburtstage und Jahrestage an ihrem tatsächlichen Datum stattfinden müssen. Manchmal haben wir immer noch Sprachbarrieren, die sich in spontane Scharade verwandeln. Zum Beispiel sagte Melinda ‚Schnecken ohne Häuser‘ um mir mitzuteilen, dass sie über ‚slugs‘ (Nacktschnecken) sprach, hahaha.

Hauptstadtmutti: Gibt es Unterschiede in Bezug auf Weihnachten in Australien gegenüber Deutschland?

Das australische Weihnachtsfest ist am 25.12 und es sieht für einen Deutschen eher nach einem Urlaubstag am Strand, als nach Weihnachten aus. Mit Ausnahme des Plastikbaums in der Ecke. Es gibt normalerweise viele Meeresfrüchte, Salate, Grillen, Schwimmen und draußen mit neuen Geschenken spielen.

Es ist ziemlich lustig, aber meine Frau hat ihr erstes Weihnachtsfest dort nicht richtig genießen können, weil sie nicht alles „gemütlich“ fand.

Vielen Dank, Andrew und WunderTree!

Andrews Tipps und Empfehlungen

Geht immer: Tony’s Chocolonely

Geht gar nicht: Einen Parkplatz im Reuterkiez mit Carsharing finden  

Lieblingsort mit Kind in Berlin: Paul-Linke-Ufer

Lieblingsort ohne Kind in Berlin: Vabali

Vorbilder: Gough Whitlam, Thomas Sankara, Greta Thunberg, Angela Merkel, Kelly Slater

In 5 Jahren: Bereit für das zweite Kind

Das war richtig hart: Die ersten zwölf Monate in Berlin 

Lieblingsserie: Deutschland 83

Lieblingsbücher: Schöne Neue Welt von Aldous Huxley 

Gönnung ist: Croissants 

Style: Rötholz 

Was ich zuerst mache, wenn das Kind im Bett ist: Auf alle unbeantworteten Nachrichten auf meinem Telefon antworten 

24h ohne Kind: Schlafen, Vabali, Äthiopisches Abendessen

Fähigkeit die du an dir magst: ein herzhaftes Frühstück machen

Was ich gelernt habe, seit ich Vater bin: Nichts ist so wichtig, wie Du es mal dachtest.