Hauptstadtmutti

Balkonliebe – Tipps für kleine und größere Balkone

Wann machen eigentlich die Baumärkte wieder auf? Wir drehen hier langsam alle am Rad. Sitzen zuhause und können nix machen. Dabei ist es längst an der Zeit, die ersten Blumen einzupflanzen – aber das geht natürlich nicht, wenn nichts offen ist. Menschen mit Garten trifft es vielleicht noch härter als uns, mit unserem „popligen“ Balkon.

Dennoch! Die Zeit für einen grünen Balkon wird kommen und so lassen wir euch heute einfach schon mal ein paar Tipps für grüne Pracht auf eurem Balkon hier.

8 Tipps für einen schönen Balkon

1 Was soll rauf
Jeder Balkon ist anders. Klein, groß, riesig. Westseite. Südseite. Ohne Sonne. Und das solltet ihr vorher schon mal abchecken. Je nach Lichteinstrahlung gehen natürlich diverse Blumensorten besser als andere. Und je nach Größe passen auch unterschiedliche Dinge drauf. Früher, als mein volle Breitseite SüdBalkon eher ein „Zweimannbalkon“ war, da reichte es für einen Minitisch, Hocker und einen popligen Elektrogrill. Ist heute alles anders, wir hausen jetzt auf einer so genannten Loggia mit Westseite und unser großer Gasgrill ist eigentlich das ganze Jahr über in Betrieb. Angrillen? Haben wir nicht. Ich will Blumen, mein Mann will was Nützliches. Wir haben es mit Tomaten versucht, ich glaube, es waren so drei am Strauch. Ich wollte Lavendel, der mochte mich nicht. Ich wollte auch unbedingt eine Bougainvillea, aber die mag eigentlich lieber Sonne als ein bißchen Nachmittagsbeleuchtung und gammelt ein bisschen erbärmlich vor sich hin (ausser es sind wochenlang 48 Grad, dann läufts auch mit der Westseite)

Lange Rede, kurzer Sinn: checkt vorher ab, was auf eurem Balkon zu finden sein soll und ob für alles Platz ist und ob alle Familienmitglieder damit klarkommen. Wir haben fünf Jahre gebraucht um unseren Balkon einigermaßen so zu gestalten, dass wir alle glücklich sind.

2 Ein schöner Boden kann auch entzücken
Boden verlegen ist gelinde gesagt Pain in the Ass, aber entweder ihr lasst es einfach (euren Mann) machen oder ihr macht es einmal einfach selbst. Je nachdem wie die Wetterlage auf eurem Balkon ist, müsst ihr ab und an mal neu lasieren. Und habt dann im Zweifel ein paar Jahre Freude dran. Es sei denn, es ist weißer Teppich in Kombination mit Kleinkindern und viel buntem Obst und Schokoladeneis.

3 Es grünt so grün
Ich bin für eine Kombination aus „Wie im Urwald“ und „Sonne muss aber noch reinkommen“ – glücklicherweise ist unser Balkon so geschnitten, dass Nachbarn nicht reingucken können, ich muss also nichts verbarrikadieren. Wir haben uns stattdessen gegen die harte Sonneneinstrahlung ein paar dünne Vorhänge besorgt, die wunderbar im Wind flattern. Bisschen Bali. Dazu gibt es ein Regal aus alten Obstkisten, in dem verschiedene Blumen untergebracht sind und der Rest bleibt frei. Für gemütliche Runden und…nun ja…den Grill.

Ob ihr euch hinter grün verstecken wollt oder euch lieber Licht wünscht, bleibt natürlich euch überlassen. Ich glaube, die Mischung machts. Und natürlich gilt: Die Pflanzen, die ihr auf euch auf den Balkon baut, sollten mit den gegebenen Lichtverhältnissen klarkommen. Dann wirds auch schön und man könnte meinen, wir alle hätten einen grünen Daumen :).

4 Weniger ist mehr
Balkon vollstellen kann man machen, ist dann aber ziemlich eng. Und voll. Und viel zu putzen. Vorher gut überdenken, was wirklich gebraucht wird und wo die Gestaltung hingehen soll. Hilft viel und macht auch langfristig glücklicher. Im Idealfall verkommt der Balkon so auch weniger zur Abstellkammer.

5 Urlaubsvertretung – Wasser marsch
Wir hatten viel Grün auf dem Balkon, waren drei Wochen im Urlaub und hatten jemanden gebeten, nach unseren Blumen zu sehen. Als ich nach Hause kam, war die Hälfte der Pflanzen leider tot. Seither haben wir eine automatische Bewässerung installiert. Ich liebe das Teil. Läuft über unsere Fritzbox, gießt automatisch morgens und/oder abends oder auch dann, wenn wir es ihr sagen. Lässt sich auch aus dem Urlaub per App steuern. Brauchen also nie wieder jemanden, der in unserer Wohnung gießt. Was es braucht: Platz für eine Wassertonne auf dem Balkon.

6 Im Sommer hui, im Winter pfui?
So ist bei uns eher der Style, muss aber eigentlich nicht sein. Es gibt diverse winterharte Pflanzen, die super mit allen Wetterlagen umgehen können (interessanterweise: Lavendel). Eine Mischung aus Frühblühern, Sommerpflanzen, Herbstleuchtern und winterhartem Grünzeug schadet in meinen Augen auf kleinen Balkonen nix, dann ist es quasi „immergrün“ und irgendwas blüht eben immer. Schaffen wir hier sicher irgendwann auch! Ich arbeite dran.

7 Licht ist alles
Wenn die Stimmung abends mauschelig wird, dann ist die richtige Lichtsetzung das Tüpfelchen auf dem i. Richtiges Licht, richtige Stimmung. Dafür gibt’s viele verschiedene Möglichkeiten. Kleine Laternen und Lichterketten, die sich tagsüber mit einem Solarfeld aufladen und abends erst angehen, wenn es dunkel wird. Auch über Zeitschaltuhren lassen sich Lampen steuern. Oder einfach mit nem Lichtschalter (dimmbar ist auch schön) und mit Kerzen.

8 Machs dir bequem
Damit am Ende wirklich alles rund ist, haben wir noch ein paar Decken und Kissen parat liegen, nur für den Fall, dass es doch mal zu kühl für T-Shirt oder Pullover ist. Und sollte es andersrum sein, also auch nachts noch viel zu warm, steht das Planschbecken vom Kind auch abends noch parat für gekühlte Füße unter dem Tisch 🙂

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