Anzeige

Familienfreundliche Berghotels in Österreich und Südtirol

Ich würde uns nicht unbedingt als sportliche Familie bezeichnen. Was uns zu fantastischen Berghotel-Testern macht! Warum? Weil wir uns voll auf das Essen, die Weine, die Kinderbetreuung, die Zimmer, die Spa-Angebote und die Ausflugsziele konzentrieren können. Wir sind nie erschöpft, außer vom Essen, und lassen uns nicht blenden von Schnee und Höhensonne. Deshalb haben wir uns auf die Reise gemacht und vier Berghotels für euch getestet.

Das Kind wurde für diese Reise von Reima ausgestattet und blieb zwei Wochen lang warm, trocken und glücklich!

Hotel Steiner Obertauern

         

Wo genau?

In Obertauern im Salzburger Land, das heißt 90km südlich von Salzburg. Von Berlin aus sind es 800km, also mindestens acht Stunden mit dem Auto sagt der Routenplaner. Wir haben auf dem Weg Freunde in Bayern besucht und die Strecke so halbiert.

Wer nicht mit Auto anreisen möchte oder kann: Salzburg Airport “W. A. Mozart” oder Bahnhof Radstadt sind eure Zielorte für Flugzeug bzw. Bahn. Alle Infos zur Anfahrt findet ihr hier.

Highlights?

Ich muss tatsächlich zugeben, dass alles perfekt war. Unser absoluter Favorit! Das Hotel war groß, hell und tagsüber sehr ruhig, da alle beim Skifahren waren.

Ich kann mich nicht einmal entscheiden, ob die Bar, das Essen oder der Pool mein Highlight war.

Essen & Trinken?

Wenn ich könnte, würde ich nur fürs Essen zurück kommen. Von Frühstück bis Abendbrot war es absolut perfekt. Man, mir fällt echt kein anderes Wort ein. Besonderes Highlight: Der Entsafter, der mittags aufgestellt wurde! Ansonsten kann man wirklich nur begeistert schwärmen, denn von der Brotauswahl bis zum besten Hotel-Rührei, das mein Mann und ich je probiert haben, war alles mega!

Was auch cool war: Die Hotelbar wurde abends wirklich zum kleinen Partyzentrum. Die Kinder vergnügten sich bis spät abends und niemand störte sich dran. Schnell wurden Freunde gefunden, und man konnte sich endlich mal wieder einen Drink mit Erwachsenen oder dem Partner gönnen.

 

Und die Kinder?

Wenn Sie Ihre Kinder gern ständig um sich haben, sind wir möglicherweise nicht das richtige Haus für Sie.

Super Zitat! Von morgens bis abends wurde ein super Programm geboten. Da die meisten Kinder in der Skischule oder beim Skilaufen waren, war die Kinderbetreuung normalerweise fast leer. Umso besser für uns! Unser Nachwuchs kam als Pirat vom Kinderschminken zurück, hat nachmittags gelernt, wie man (alkoholfreie) Cocktails an der Hotelbar mixt und einen Schneemann gebaut.

Die Kinderbetreuung ist ab drei Jahren inklusive, die Kinder sollten windelfrei sein. Mehr Infos zum Familienhotel hier.

Spa, Fitness und Pool?

 

Also: über 1000m² und ein Panorama Pool, in dem man richtige Bahnen ziehen kann. Gefühlt eine Million Saunen und Sparäume und Wellnessangebote. Auch für werdende Mütter! Für einen Babymoon eignet sich das Hotel Steiner ausgezeichnet, da ältere Kinder versorgt sind, Papa draußen Skifahren kann und die schwangere Mutti sich massieren, verwöhnen und ausruhen kann. Im gesamten Hotel sind Liegen, Sofas, Leseecken und Ruhebereiche, sodass man sich eigentlich nur entspannen kann.

Mutti geht zur Massage

Was mir auch gefällt: In der Info-Broschüre des riesigen Berg Spas wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Liegen und beheizten Bänke am Pool für Eltern gedacht sind, die auf ihre Kinder Acht geben. Und niemand soll auf die Idee kommen, Handtücher auszulegen, die werden eingesammelt. Es gibt sogar eine sehr geräumige Familiensauna, in der man in Badekleidung mit der ganzen Familie rein kann. Ab 19 Uhr ist dann Schicht im Schacht, keine Kinder mehr im Spa Bereich.

Hier alle Infos zum Wellnessbereich.

Ausflüge?

Da wir das Kind nicht dazu motivieren konnten, die Skischule auszuprobieren, sind wir zur Gnadenalm gefahren, wo man mit dem Schlitten von ganz oben runterrodeln konnte. Die Auffahrt mit dem Schneemotorrad kostete allerdings 5€ pro Fahrt… Dort kann man auch einen Sprizz in der Sonne trinken oder lecker Kaiserschmarren essen. Aber auch Pferdeschlittenfahrten, Langlauf und Eisstockschießen sind möglich.

Was den eigentlichen Winterurlaub angeht: Einfach über die Straße rüber und schon seid ihr an der Piste.

Was habe ich gelesen?

Mit all den Ruhebereichen und Auszeiten habe ich tatsächlich ein Buch pro Hotel geschafft! Im Hotel Steiner war es Beschreibung einer Krabbenwanderung von Karosh Taha. Migrationsgeschichte, Familiendrama, Geheimnisse, Hochhausleben und Coming of Age während man versucht als Erste der Familie in Deutschland zu studieren. Dann noch ein bisschen Sex & Crime und ordentliche Kraftausdrücke, fertig ist meine perfekte Urlaubslektüre. Besonders beeindruckt hat mich die Beziehung der Protagonistin zu ihren Eltern, wie sie sich selbst sieht in diesem wirren und verwirrten Familienkosmos und wie gut sie erklärt, warum ‚einfach Abhauen‘ auch nicht die Lösung wäre.

Hochhausfrauen, die vom Balkon aus andere Menschen beobachten, Frauen, deren Lebenswelt bis zum Supermarkt reicht. Frauen, die auf Spielplätzen Passanten beachten statt ihrer Kinder, weil sie ihre Kinder satthaben, weil sie andere Menschen nur aus dem Fernsehen kennen. Frauen, deren Füße vom vielen Warten platt sind, die warten und warten, bis ihr Mann nach Hause kommt, die aus dem Fenster schauen, die auf dem Balkon die Wäsche aufhängen und gucken, ob auf dem Marktplatz etwas passiert, endlich etwas passiert, Allah, wenn du mich liebst, dann lass etwas passieren. Frauen, die Bushaltestellen anstarren. Die Frauen aus dem Hochhaus, die Frauen im Wachturm. Aber ich lebe auch im Hochhaus, will ich ihm sagen.

Wie hat es uns gefallen?

Also wenn das bis jetzt noch nicht deutlich wurde: Sehr gut. Sie könnte mich auch in den mehr als stylischen Toilettenräumen im Erdgeschoss unterbringen, und ich wäre immer noch begeistert.

Bergwiesenglück bei Ischgl 

Wo genau?

Wir fangen mal mit dem Land an: Österreich. Dann: Tirol. Dann: Bei Ischgl. Dann: Ganz, ganz oben auf dem Berg. Nicht irgendwo in so einem halben Taldorf, nein, richtig weit oben. Achtung, enge Straßen. Konzentration und Geduld sind Voraussetzung, eventuelle Ausweichmanöver eingeplant. Die Regel ist wohl, haben wir gelernt, wer hochfährt, muss dem Runterfahrenden Platz machen. Und von Berlin aus sind es ca. 900km und ca. 9h.

Highlights?

Wenn ihr auch wie ich nur Migrantendeutsch könnt und eure Kindheit nicht in Hotels verbracht habt, dem sei hier mit Wikipedia geholfen:

Das Chalet ist ein im Alpenraum verbreiteter ländlicher Haustyp. Chalets werden traditionell aus Holz gefertigt oder haben zumindest eine Holzverschalung.

Kleine, süße Holzhäuschen ist halt zu lang und klingt nicht so fancy. DENN LET ME TELL YOU, YOU ARE ENTERING FANCY TOWN! Wenn ich mich an das Bergwiesenglück erinnere, dann an den Geruch. Wenn man das Chalet betritt, ist es, als ob die Großstadtlunge einmal kurz in der Entzugsklinik eincheckt. Du merkst sofort, dass hier nur natürlich und nachhaltig geplant und gebaut wurde. Es riecht fantastisch, und jetzt Achtung Kitsch, wirklich nach Harmonie und Ruhe.

Für mich bedeutet das eigentlich, dass das Highlight der Gesamteindruck des Materials, der Einrichtung und dieser unfassbar bequemen Matratzen war. Wenn ihr meinen Mann fragt, dann würde der Privat-Spa mit Panorama Sauna, Erlebnisdusche und Almbad im Freien gewinnen. Zusammen würden wir sagen, dass der Blick in die Berge, unberührt von Skipisten und Neon sofort Ruhe vermittelt haben.

Bis zu sechs Personen finden theoretisch Platz, oben sind zwei ordentliche Schlafzimmer mit zwei Badezimmern, unten befindet sich ein Raum mit Stockbett. Empfehlenswert also für zwei Paare mit Kindern, zum Beispiel mit den Großeltern, oder für ein Wochenende mit den besten Freunden!

Alle Infos zu den Räumlichkeiten hier.

Frisches Bergwasser im Chalet!
Nicht einfach nur Deko…hier könnt ihr eure Mützen aufhängen!
Hach ja, Blick vom Balkon…

Essen & Trinken?

Leute, ich sag nur Bademantelfrühstück. Die liefern euch auf Wunsch das Frühstück ins Chalet und decken den Tisch. Oder packen es draußen in eine Box. Da es ja an sich ein Luxusferienhaus ist, gilt zunächst einmal die Devise Selbstversorger. Das heißt ins Restaurant zu gehen ist optional, aber empfehlenswert, da es nicht nur wunderschön, sondern auch sehr sehr lecker ist. Und romantisch! Selbst unser Kind fühlte sich von der Stimmung ergriffen und saß ruhiger als sonst mit uns am Tisch.

Gekocht wird saisonal und regional. Unbedingt ausprobieren: Käsefondue aufs Zimmer bestellen!

Mehr Infos zur Kulinarik hier.

Und die Kinder?

Kein Familienhotel, keine Kinderbetreuung. Aber kinderfreundlich waren alle und wir hatten nicht einen Moment das Gefühl, dass ein Kleinkind im Bergwiesenglück nichts zu suchen hätte.

Es gibt Shuttles, die euch zu den Skipisten bringen können.

Spa, Fitness und Pool?

Endlich, endlich bin ich eine offizielle Bloggerin! Denn ich war in einem 12 Meter langen Infinity Pool. Ein tatsächlich unfassbar cooles Gefühl! Mitten in den Bergen einfach im warmen Wasser planschen. Spa-Anwendungen könnt ihr euch ins Chalet buchen.

Ausflüge?

Tipps für Aktivitäten findet ihr hier.

Was habe ich gelesen?

Ich habe mich durch die Originalausgabe von Die Mütter von Brit Bennett gelesen, auf Deutsch bei Rowohlt erschienen. Applaus erstmal dafür, den Titel tatsächlich übersetzt und das Cover behalten zu haben. Es macht mich wirklich fuchsig, wenn aus Originaltiteln wie ‚Mrs. Hemingway‘ plötzlich ‚Als Hemingway mich liebte‘ wird. Nun denne. In dem Buch, das sich fantastisch schnell und gut liest, geht es um eine sehr sehr junge Dame, Nadia Turner, dessen Mutter Selbstmord begangen hatte und sie nun auf der einen Seite lernen muss, klarzukommen, auf der anderen Seite was mit dem Pastorensohn angefangen hat und schwanger wird. Und dann geht das alles erst richtig los, denn ‚Die Mütter‘, sind die Kirchendamen, und die haben eine Meinung zu allem und jedem.

Erinnerte mich stark an meine Zeit in den Südstaaten und tatsächlich mal ein Buch über eine Teenagerin, das man auch mit Anfang 30 lesen kann. Es geht auch um Entscheidungen, die man trifft, die einen ein Leben lang verfolgen können, egal wie jung man mal war, als man sie getroffen hat.

A girl nowadays has to get nice and close to tell if her man ain’t shit and by then, it might be too late. We were girls once. It’s exciting, loving someone who can never love you back. Freeing, in its own way. No shame in loving an ain’t-shit-man, long as you get it out your system good and early. A tragic woman hooks into an ain’t-shit-man, or worse, lets him hook into her. He will drag her until he tires. He will climb atop her shoulders and her body will sag from the  weight of loving him.

Wie hat es uns gefallen?

Ganz ehrlich, fast zu schade, um hier mit Kind(ern) Urlaub zu machen. Nicht, dass es nicht möglich wäre! Wenn ihr auf aktiven Winter- oder Sommerurlaub steht, und eh den ganzen Tag draußen seid, dann ist das eine super Alternative zu all-inklusive Familienhotel. Es gibt einem wirklich die Möglichkeit, Zeit als Familie zu verbringen. Aber ihr wisst selbst, rumlaufende Kleinkinder können nicht unbedingt entspannend wirken, es sei denn ihr habt da ganz ruhige Exemplare am Start.

Die Ruhe ist überwältigend. Mein Traum ist es, mal ganz allein zurückzukommen. Dann wäre mein Buch wahrscheinlich an einem Wochenende fertig geschrieben. Ich würde es eher empfehlen, um sich eine Auszeit als Paar, mit Freunden oder mit Baby zu gönnen. Und da reicht schon ein Wochenende, um sich komplett entspannt zu fühlen.

Hotel Kolping in Meran

Wo genau?

Sagt es ganz langsam mit mir: Meeraaaaan. Ein Name wie ein Nachtisch mit Schnaps. Vor ein paar Jahren durfte ich das erste Mal ohne Kind für Hauptstadtmutti nach Brixen/Südtirol reisen (also ungefähr die Gegend) und habe das damals mit dem Zug gemacht. Die Vorstellung, über Stunden alleine in einem Zug zu sitzen und nur zu lesen und Berge anzugucken, war damals wie Magie. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, elf Stunden in einem Zug zu verbringen. Puh.

So lange würde es dauern, von Berlin aus. Mit Auto ca. neun Stunden und fliegen könnte man bis Bozen. Umgeben von Bergen und von der Sonne geküsst kann man in Meran schon im Februar einen frühlingshaften Urlaub erleben. Die Stadt hat einen ganz, ganz besonderen Flair und man fühlt sich sofort wohl.

Hier gibt es richtig viele Infos zur Kurstadt Meran. Auch zum Flower Festival, das ich nächstes Jahr sehr gerne mal besuchen wollen würde!

Blick vom Balkon

 

Highlights?

Das Schönste an Meran ist Meran. Die Spaziergänge auf den Meraner Promenaden, die wir vom Hotel aus unternahmen, waren anspruchsvoll, da bergauf, bergab aber sie führten uns in süße Cafés, kleine Einkaufsstraßen und an wunderschönen Villen und Hotels.

Essen & Trinken?

Es kann unter Umständen sein, dass wir uns von Kuchen und Pizza ernährt haben, als wir die Stadt erkundet haben. Im Hotel Kolping wurde es natürlich nicht besser, bei all den leckeren Nachspeisen abends und süßen Backwaren zum Frühstück. Abends gab es ein Menü, welches wir morgens ausgesucht haben und mit dem wir mehr als zufrieden waren.

Im Restaurant und im Café wäre eigentlich immer etwas los, was wirklich schön war. Viele ältere Damen und Herren, die gemütlich Kaffee oder Wein auf der Sonnenterrasse genossen haben.

Und die Kinder?

Es gibt ein kleines Spielzimmer im Café, worüber sich gerade die Kleineren sicherlich freuen. Ansonsten ist das Hotel eher praktisch orientiert. Die anderen Gäste waren entweder wesentlich ältere Paare oder auf Klassenfahrt. Unser Kind war also Star der Manege beim Abendessen und hat sich fantastisch mit all den Omis und Opis unterhalten.

Spa, Fitness und Pool?

Das Hotel Kolping hat einen Außenpool, ansonsten ist Meran dein Cardio-Workout!

Doch viel wichtiger ist natürlich zu beachten, dass Meran eine wunderschöne, riesige Therme hat! Wir Deppen sind natürlich am Sonntag rein, da war es etwas voll, aber nichtsdestotrotz schön. 15  Innen- und Außenpools, die ganzjährig verfügbar sind, eine Saunalandschaft mit acht Saunen und Dampfbädern und jetzt kommt es: anscheinend Heilkraft deluxe. Ich habe eine leichte Schuppenflechte, die in stressigen Zeiten nur an meinem Ellenbogen ausbricht. In richtig stressigen Zeiten sogar an beiden! Es hat mich wahnsinnig gemacht im Urlaub, da ich die Kortisoncreme nicht benutzen konnte….aber!!! Schon am Montagmorgen war der Juckreiz weg und die Schuppenflechte so gut wie abgeheilt. Ich war völlig perplex und natürlich begeistert.

Außerdem habe ich richtig coole fancy Italo-Nonnas gesehen, die mit Sonnenbrille und Goldschmuck schwimmen gegangen sind, es war mir eine Augenweide!

Ausflüge?

Ganz klar: Merano 2000, das Familienskigebiet der Gegend. (Es gibt auch andere Skigebiete.) Ich würde euch Meran nahe legen, wenn ihr nicht den reinen Wintersporturlaub sucht, aber die Option haben möchtet, Ski zu fahren oder mit den Kindern zu rodeln. Dort oben gibt es nämlich einen astreinen Kinderskispielplatz und die beste Rodelbahn ever. Schlitten könnt ihr oben easy peasy mieten. Mein Tipp: Bringt Essen mit. Der Kellner (singular) war verständlicherweise völlig überfordert von den vielen Menschen auf der Terrasse und wir haben eine gute Stunde auf eine Pizza gewartet, während alle klugen Meraner Eltern ihre Paninis auspackten und am Sprizz nuckelten. Hmpf.

Auch zu empfehlen: Das Frauenmuseum in der Innenstadt.

Da geht es u.a. um die Projektionsflächen von Haut und Haaren, die Frage nach dem Besitztum des weiblichen Körpers oder die Begriffe von „privat“ und „öffentlich“.

Kleidermode ist ein Spiegel der Gesellschaft und interpretiert den Zeitgeist einer jeden Epoche, der nicht nur die Rollenbilder, sondern ebenso das Schönheitsideal und den sozialen Stand des weiblichen Geschlechts definiert.

Was habe ich gelesen?

‚In guten wie in schlechten Tagen‘ von Tayari Jones. Also da Barack Obama und ich uns einig sind, dass Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie eines der besten Bücher ist, musste ich sofort lesen, was er dieses Mal empfohlen hat. Wie er sagt, ist es ein Roman über eine große Liebe. Die Frage ist nur zwischen wem, zu wem, und mit wem. Ein Urteilsspruch, der dem wahllosen amerikanischen Justizsystem alle Ehre macht und der das immer noch frisch verheiratete, junge, schwarze Paar, das aus zwei verschiedenen Welten kommt, völlig aus der Bahn wirft. Mehr kann ich nicht verraten.

Wie hat es uns gefallen?

Wir sind immer noch geflasht von dieser Stadt und haben beschlossen, bei Gelegenheit unbedingt zurückzukommen. Im Sommer, zur Weinprobe! Das Hotel Kolping ist einfacher gehalten als die anderen Hotels, aber mehr als kinderfreundlich und zuvorkommend. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und das Zimmer hatte sehr viel Platz. Der Ausblick auf Meran und die Berge war wunderschön!

Salzburger Hof in Zauchensee

   

 

Wo genau?

Im Salzburger Land, das heißt gute 90km südlich von Salzburg. Von Berlin aus sind es 800km, also mindestens acht Stunden sagt der Routenplaner. Wer nicht mit Auto anreisen möchte oder kann: Salzburg Airport “W. A. Mozart” oder Bahnhof Radstadt sind eure Zielorte für Flugzeug bzw. Bahn.

Highlights?

Wahrscheinlich der Traum aller Skifahrerinnen! Das Hotel ist direkt an der Piste. Wir gucken aus dem Fenster und die Sportskanonen düsen am Hotel vorbei, alle mit einem glücklichen Gesichtsaudruck. Wir haben uns mit den etwas, uhm sportlicheren Familien unterhalten und für die war das ganz einfach perfekt. Im Keller, neben dem Kinderland, befindet sich ein großzügiger Raum zum Umziehen und Einlagern der Skisachen.

Da der Salzburger Hof family austria-Mitglied ist, war es natürlich mehr als kinderfreundlich. Dass bedeutete aber wirklich nicht, dass überall Kinder rumliefen und -schrien! Ganz im Gegenteil! Vormittags ist Skischule, auch schon für die Kleinsten und die Kinderbetreuung wird täglich von 13:30 bis 21:30 Uhr angeboten. Und, ganz unter uns, die Kinder sind eh so müde vom Skifahren, der Höhenluft und dem fantastischen Essen, dass selbst kinderlose Gäste keinen Grund zum Augenverdrehen hatten.

Essen & Trinken?

Jeden Tag um 19 Uhr ist Kinderkino, außer Donnerstags, da kommt der Zauberclown. Heißt: Wenn man wollen würde, könnte man mit den Kindern um 18 Uhr in Ruhe essen, sich am unfassbaren Vorspeisenbuffet bedienen, sie dann zum Filmgucken runterschicken und zu zweit zu Abend essen. (Alternativ gibt es auch die Möglichkeit des Kindertisches, für den ihr euren Nachwuchs anmelden könnt.) Wisst ihr überhaupt noch, wie sich das anfühlt? Mit Wein? Und Ruhe?

Da wir aber natürlich mit unserem Mini-Rentner unterwegs waren, der mehr als pünktlich gegen 19 Uhr schlafen gehen möchte, waren wir in diesem Urlaub Team Tonies-Box und Kopfhörer. Das Essen war super, vor allen Dingen die Fleischgerichte und der Pasta Abend, an dem frische Nudeln zubereitet wurden. Das Kind hat ausnahmslos alles vom Kinderbuffet gegessen.

Sollte einem das Abendmenü mal nicht zusagen, kann man aus alternativen Klassikern wie Nudeln oder Schnitzel wählen.

Zwischen 15 und 16:30 Uhr gibt es die sogenannte Ski Jause, und die war super. Mittags waren wir eh noch zu voll vom Frühstück, so dass die spätere Suppen, Wurst und Kuchen Pause uns sehr entgegen kam.

Und die Kinder?

Jeden Tag von 13:30 bis 21:30 Uhr bespaßt die wirklich liebe und unterhaltsame Lucia die Kinder mit verschiedenen Aktivitäten und auf diversen Sprachen! Kinderbetreuung ist ab drei Jahren möglich, für jüngere Gäste einfach nachfragen. In der Zeit, in der wir da waren, würd ich sagen, dass die Kinder eher im Grundschulalter (und älter) waren. Alle waren sehr entspannt und unser Kind hat sich sehr wohl gefühlt.

Das Kinderparadies ist im Keller, und verglichen mit anderen, die wir schon testen durften, eher kleiner, was aber uns Erwachsenen eher auffällt als den Kindern.

Spa, Fitness und Pool?

Der SKY SPA ist kinderfreie Zone und allein deswegen sollte man (oder halt Mutti) sich zumindest mal in den Leseraum begeben und entspannen. Ja, ich hasse das auch, wenn Leute sagen: ‚Entspann dich!‘ Aber sollte nicht genau dafür der Urlaub gut sein? Kann ja auch sein, dass man kein Wintersportfan ist, Partner*in und Kinder aber steil gehen. Dann schwups, nimm dir ein Buch oder lad dir einen Film aufs Tablet, und leg dich auf eine Liege und gucke die Berge an. Massieren lassen nicht vergessen.

Das Fitnessstudio ist auch ganz oben und man hat beim Trainieren ebenfalls einen wunderschönen Blick auf die Berge.

Der Pool ist im Keller, bei den Saunaräumen und eignet sich perfekt dafür, um mit den Kindern zu schwimmen. Zum Bahnen ziehen etwas zu klein, aber da unser Kind stundenlang im Pool sein könnte, war es perfekt, mit ihm die Vormittage dort zu verbringen. Außerdem waren wir grundsätzlich allein, weil eh alle auf der Piste waren: Für uns perfekt.

Ausflüge?

Ganz klar: Salzburg. Der andere Tipp wäre Dachstein, wo man natürlich klassisch Ski- und Langfahren kann (nur halt ganz, ganz oben), aber mit euren Kindern müsst ihr unbedingt in den Eispalast und auf die Treppe ins Nichts. Lohnt sich!

Was habe ich gelesen?

‚Kuss‘ von Simone Meier! Ich liebe es ja, wenn man ein Cover erst versteht, nachdem man das ganze Buch gelesen hat. Oder den Titel. Gerda und Yann sind wir. Irgendwie in 30ern, frisch in ein Haus gezogen, irgendwie unglücklich, irgendwie unsicher, ob sie ein Kind wollen und dann kommen alle möglichen andere Menschen mit ins Spiel und wer mit wem dann wirklich endet weiß keiner. Von drei möglichen Liebesgeschichten finden mindestens eineinhalb nur in der Fantasie statt. Oh ich habe es geliebt und verschlungen. Nicht kitschig, sondern cool aber auch echt. Macht das Sinn? Super Urlaubsbuch!

Ich habe mich an der Stelle halb kringelig gelacht, an der die Autorin beschreibt, wie Eltern für ihr grown ass Kinder Praktikumsplätze und Wohnungen suchen. #helikoptermuch?

Wie hat es uns gefallen?

Unsere größte Überraschung: Das Kind hatte keinen Bock auf Schnee. Was unter Umständen auch daran lag, dass wir einfach mal richtig eingeschneit waren. Ich glaube nicht urbane Menschen lachen uns jetzt aus, aber es war schon echt viel Schnee, und es hörte auch einfach nicht auf zu schneien. Es war dementsprechend auch recht dunkel von morgens bis abends, was wir sehr kuschelig fanden, unser Nachwuchs aber nur Bock auf Kinderland oder Pool hatte.

Ich würde unbedingt auch mal im Sommer wiederkommen wollen, da gibt es auch noch viele Angebote, falls ihr noch auf der Suche nach Berghotels für die Sommerferien seid.

 

Newsletter Abo

„Wir sind sooooooooooo up-to-date, Schätzchen.”

Schließen