Von tollen Vätern und selbstsüchtigen Müttern: Kinderbetreuung im Urlaub

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Neulich kam ich auf dem Spielplatz mit einem Vater ins Gespräch. Er hatte vor wenigen Wochen seine obligatorischen Vätermonate begonnen und sollte dann bald mit der Eingewöhnung in der Kita beginnen.

Man könnte nun argumentieren, dass er dann ja de facto nur einen Monat Elternzeit macht, da das Kind, wenn alles gut läuft, den anderen Monat tagsüber in der Kita verbringt. Doch Elternzeit und Eltern sein ist ja viel mehr als nur aufs Kind gucken. Einkaufen und putzen muss er ja trotzdem. (Hoffe ich.)

Wir unterhielten uns, wie man sich so unterhält, und ich sagte dann, dass es ja ein Segen war, mit den Großeltern gemeinsam in den Urlaub zu fahren und dass wir uns nun nette Gasthäuser und kleine Hotels mit der Option auf Kinderbetreuung für den Sommer anguckten, um auch im Urlaub mal die Option auf Zweisamkeit zu haben. Daraufhin er, wie aus der Pistole geschossen:

„Also wenn ich in den Urlaub fahre, dann möchte ich ja auch mein Kind sehen.“

Ich kramte kurz in meiner Tasche, aber ich konnte die Krone und Schärpe für den Spitzenvater des Jahres nicht finden. Mist, normalerweise hab ich das für solche Über-Papas immer dabei.

Warum er sich den Kommentar oder diese Formulierung hätte sparen können? Es impliziert, dass ich mein Kind nicht sehen wollen würde, und durch die Option auf Kinderbetreuung nicht sehen werde. Der Satz saß und hat mich kurz mundtot gemacht. Es war wieder einmal einer dieser Momente, in denen Frauen, gerade Mütter, sich so fühlen, als sei es ihnen nicht gegönnt, auch mal an sich zu denken. Dass solche Auszeiten bei Männern nicht nur akzeptiert sind, sondern auch erwünscht, braucht man kaum zu diskutieren. „Der muss auch mal raus, der braucht Zeit für sich, neben der Arbeit, Frau und Kind. So ein Wochenende mit den Jungs, das tut ihm mal gut.“ Wie oft ich das hören und lesen muss.

Letztens fuhr mein Mann von NRW nach Berlin mit dem Zug. Mit Kind (15 Monate). Nur die beiden. Abends. Ich fuhr am nächsten Morgen nach, da ich abends eine Veranstaltung hatte und auch mal in Ruhe feiern wollte. SKANDAL! Was ich zu hören bekam (auch von gleichaltrigen Freundinnen): „Bist du nervös, ist das schwer für dich, du hast aber einen tollen Mann, Mensch, klasse.“ Was mein Mann zu hören bekam: „Respekt! Oho! Was esst ihr dann wenn ihr nach Hause kommt? Ist der Kühlschrank nach der Reise nicht leer? Was machst du, wenn er weint?“ Was ich die ungefähr zehnmal gehört habe, als ich alleine mit dem Kind Zug gefahren bin: Nichts. Ich habe vielleicht einen tollen Mann, und es gibt sicherlich tolle Spitzenväter, aber sie sind nicht toll, weil sie Zug fahren und staubsaugen und einkaufen und mal Windeln mitbringen ohne vorher darum gebeten worden zu sein. Dann machen sie einfach den gleichen normalen Alltagsscheiß, den so ziemlich jede in Partnerschaft lebende Frau oder Mutter auch macht. Ich will hier keine Feminismus- oder Gleichberechtigungsdebatte lostreten. Ich rede von zwei Menschen, die ein Kind großziehen oder gemeinsam in einem Haushalt leben und einander nach eigenem Ermessen und aus gegenseitigem Respekt unterstützen und helfen!

Es ist ja ein Teufelskreis, man soll die wenigen Männer, die mehr als zwei Monate Elternzeit machen, oder überhaupt in Elternzeit gehen, natürlich loben, weil es leider immer noch etwas Besonderes ist, aber man muss auch nicht jeden Papa, der Sonntagnachmittags den Kinderwagen schiebt, mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen wollen, nur weil er Zeit mit seinem eigenen Kind verbringt (oder mit dem Kind zum Arzt geht oder staubsaugt). Whoopdeefuckingdoo.

Man könnte aber mal darüber nachdenken, warum Mütter sich auch im Urlaub mal eine Kinderbetreuung wünschen würden. Für ein paar Mal, für ein paar Stunden. Um vielleicht nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit die Mama von zu sein. Sondern einfach nur die Frau mit dem Mann dort hinten im Café beim Croissant essen. (Oder Frau mit Frau oder Frau alleine, wie ihr wollt!)

Doch aus dem gleichen Grund, warum mir auf dem Spielplatz entgegnet wird, dass man ja im Urlaub Zeit mit seinem Kind verbringen wollen sollte, wird mir auch nichts gesagt, wenn ich mit meinem Kind alleine Zug fahre: Es ist selbstverständlich. Und es ist selbstverständlich, weil die gesamte Gesellschaft davon ausgeht, dass mich die Mutterschaft so krass erfüllt und glücklich macht, dass ich jeden Abend selig einschlummere und morgens mit einem Lächeln um 5 Uhr aufstehe, um Pfannkuchen für meine Familie zu backen und Kaffeebohnen für den Espresso meines Mannes zu mahlen. Mit der Hand, aus Freude.

Sheryl Sandberg hat das ganz schön in ihrem berühmten Lean In beschrieben:

„Wir glauben nicht nur, dass Frauen fürsorglich sind, sondern vor allem, dass sie es sein sollten. Wenn eine Frau Dinge tut, die signalisieren, dass sie vielleicht nicht nett und zuvorkommend ist, hat das einen negativen Eindruck zur Folge, und das behagt uns nicht.“

Ich applaudiere jeder Mutter, die ehrlich mit sich selbst und der Welt ist und sagt, hey, ein Kind reicht mir Oder dass sie die Zeit mit dem Baby nicht so geil fand, und nun als Mutter eines Kleinkindes glücklicher ist. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, wie toll das mit einem Baby ist, und wie schwer mir eine Trennung je fallen würde. Macht euch mal keine Sorgen, mein Kind macht mich glücklich, und das Muttersein macht mich glücklich, aber es kann nicht sein, dass dies nun meine Erfüllung zu sein hat und ich kein Anrecht mehr auf eigene Personhood habe. Und es kann nicht sein, dass meinem Mann jedes Mal ein Blumenkranz auf den Kopf gelegt wird, wenn er weiß, welche Schuhgröße sein Kind hat. Das ist doch Bullshit.

Ich sprach über den Wunsch, ein Hotel zu finden, das Kinderbetreuung für Kleinkinder anbietet, aber keine all-inclusive-Pool-Animations-Hölle ist. Vielleicht wo Kinder einfach ganz klassisch aus Bio-Ingwer ihren Namen schnitzen lernen um dann exzellenten Tee zu kochen. Die Basics für ein Großstadtkind. Oder Suhaeli lernen und Yogakurse machen. Ich bin ja dafür, dass Kinder lernen, wie man eine perfekte Maniküre macht, aber das ist ja nicht so alternativ wie Mandalas ausmalen. Oder Kaffee kochen, Frühstück machen und Schuhe putzen.

Wir reden immer von Gleichberechtigung und Vereinbarkeit, wir lächeln und ziehen uns stylisch an und versuchen es alles hinzukriegen. Wir wissen alle, dass Frauen letzten Endes immer ein bisschen mehr machen. Nicht nur ein bisschen. Gestern hab ich diesen Fragenkatalog gefunden. Füllt den mal aus. Ihr werdet schlucken, und euer Mann wird wahrscheinlich ganz, ganz leise werden. Man kann da natürlich auch noch ein paar Fragen hinzufügen, zum Beispiel Reparaturen im Haus oder Ölwechsel, aber das sind ja eher seltene Aufgaben, die fallen im Alltag nicht ins Gewicht.

Das wenigste, was Männer, Väter, Ehemänner dazu sagen können (mal abgesehen davon, dass sie einfach ihre 50% erledigen sollten), ist: danke.

Vor einigen Wochen ging dieser kleine Rant eines männlichen Kabarettisten viral. Alle applaudierten. Frauen haben vielleicht auch heimlich geschluckt. Denn der Shit war real. Ja, von Frauen wird das Meiste tatsächlich erwartet. Oder man hat das Gefühl, es wird erwartet.

Wenn dann eine starke, selbstbewusste Frau zu einem Vater, der seit drei Wochen täglich Zeit mit seinem Einjährigen verbringt, sagt, dass sie gerne einmal wieder in den Urlaub fahren würde und dann auch das Gefühl von Urlaub haben zu wollen, dann sollte man applaudieren! Denn wer wird im Urlaub die Ansprechperson für das Kind sein, wenn auch ungewollt? Wer wird nachts zuerst wach? Welches Wort kann fast jedes Kind zuerst? MAMAMAMAMAMAMAMAMAMAMAMAMAMAMA!

Jede Frau, die Interesse an geistiger Gesundheit und einer intakten Ehe hat, sollte, wenn sie Bock drauf hat, einen Urlaub mit Kinderbetreuung buchen oder mit Freunden oder mit den Großeltern in den Urlaub fahren. Warum zum Teufel sollte man sich diesen Stress auch noch im Urlaub geben? Arbeitet ihr nicht hart genug? Seid ihr nicht immer da? Backt ihr eure bescheuerten veganen und zuckerfreien Muffins nicht selbst, abends um 10 wenn alle pennen? Und wenn der Mann „vergessen hat“ die Wäsche aufzuhängen, und das das Einzige war, worum ihr ihn gebeten habt, bevor er ins Fitnessstudio gegangen ist um an seinen verfickten Bauchmuskeln zu arbeiten und inneren Frieden im Speed-Yoga zu finden, hängt ihr sie dann nicht auch selber auf? Und werdet ihr dann nicht auch noch gebeten, euch nicht aufzuregen, weil man ja nicht keifen und nölen soll, weil das so nervt? Seid nachts  nicht hauptsächlich ihr aufgestanden? Habt ihr nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit gestillt und eure entzündeten Brustwarzen mit gefrorenem Quark eingerieben?

Ihr habt bestimmt tolle Männer. Ihr habt Männer, die helfen, und ihr habt Männer, die euch jeden Wunsch von den Augen ablesen. Das ist super. Ihr arbeitet trotzdem Tag und Nacht und seid manchmal am Rande eurer Kräfte, egal wie gerne ihr das alles macht.

Also. Wenn ihr in einen Urlaub fahren möchtet, in dem ihr keine Spülmaschine ausräumen müsst und auch mal ein paar Stunden ohne Job, ohne Kind, ohne Mann, mit Mann – vielleicht sogar nackt? – verbringen möchtet, dann ist das euer Recht! Das nächste Mal, wenn einer dieser Zwei-Monats-Väter euch erklären möchte, wie gutes Parenting auszusehen hat, schickt ihm diesen Link oder sagt das hier:

„Ich bin eine großartige Mutter, back dir ein Eis.“

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Text: Elina Penner // Foto: Kai Senf

47 Kommentare zu “Von tollen Vätern und selbstsüchtigen Müttern: Kinderbetreuung im Urlaub

  1. Ich kann den Mann verstehen. Wer Vollzeit + Fahrtweg arbeitet, vielleicht aus dem Haus ist, bevor alle anderen aufstehen und zurück kommt, wenn alle anderen schon wieder da sind, der legt wohl (wie ich) im Urlaub Wert auf Familienzeit.

    Ich habe aber auch keinen arroganten 2-Monate-Papa zu Hause und fühle mich im Alltag nicht so gefordert, dass ich in den Ferien auch noch Urlaub von Mann und/oder Kindern will.

  2. ich war bei dem Artikel hin und hergerissen zwischen wilden Nicken, lachen und Pippi inne Augen.
    Trifft mich bis ins Herz.

    Und weiter gehts ja, wenn man sich trennt.
    Wenn ein getrennt lebender Vater sich um seine Kinder kümmert UND zahlt, dann ist er schon eine Seltenheit. Wenn er noch mehr macht als andere, einfach weil er seine Kinder liebt und in ihrem Leben bleiben will, dann grenzt das an ein Wunder.
    Das ist FAKT und gleichzeitig unendlich traurig und beschämend….

  3. Ich bin sowas von bei dir!!! Danke für diesen klasse Text. Ich wünsche mir manchmal nur ein paar Stunden für mich-auch ohne Mann! Einfach mal doof in einer Zeitung lesen,die Fußnägel lackieren oder in Ruhe aufs Klo gehen-ohne zuständig und im Bereitschaftsmodus zu sein.
    Na klar macht man dieses ganze Mamading mit Leib und Seele und Hingabe, aber ab und zu mal Kräfte sammeln muss auch sein!
    Daumen hoch für deinen Post!

  4. Hach, danke. Solche Texte muß es immer mal wieder geben, auf allen Kanälen. Wie wichtig er ist, zeigen ja schon ein paar Kommentare hier. Irgendwie aberwitzig.

  5. Ein super Text, ich bin begeistert und kann nur sagen: ICH. UNTERSCHREIBE. JEDES.WORT.
    Und: Fahre am WE zu einem Mädelstag (JGA) 400 km weg und freu mir jetzt schon Kringel in den Bauch. Habe auch doofe Kommentare kassiert (Und wer passt dann auf dein Kind auf??? –> Äm, es hat ja noch einen Vater !?!), aber Scheiß drauf, ich genieß das jetzt und hab null schlechtes Gewissen.

    Macht so weiter, Daumen hoch! <3

    LG von Kaddi

  6. Spannend! Ich frage mich, was mehr Einblick in die Gesellschaft gibt. Der Artikel oder die Kommentare.

    Viele Grüße

  7. Ich frage mich gerade, was einen besseren Einblick in die Gesellschaft bietet. Der Artikel oder die Kommentare!

    Viele Grüße

  8. Puh, da habe ich ja Glück, das mein Mann exakt zu 50 % den Haushalt mitmacht und unseren Sohn unterhält. Und zwar wirklich zur Hälfte. Und der will nicht noch woanders hin. Er ist auch für eine Betreuung im Urlaub. Und meine Freundinnen sind alle der Meinung, dass ein Kind reicht und dass das erste Jahr anstrengender ist als die anderen. So ist das nun mal. Ganz normal.
    Aber leider, leider nicht bei allen so…

  9. Wie wahr und super geschrieben. Leider ist es doch so, das der Applaus für s Windel wechseln ( oder andere „typische“ Mütterjobs) immer nur von anderen Frauen kommt. Das Problem wird von Frauen selbst gemacht und solange dies noch so ist wird sich so schnell auch nichts daran ändern. Warum mehr machen wenn ich doch schon für das nötigste gelobt werde?

  10. WORD.Ich hab auch den Bullshit auch keinen Bock mehr.Wir leben seit einer Weile in Dänemark und hier ist weder alles perfekt noch scheint hier öfter die Sonne,aber zumindest diese ,ich erzähle anderen Eltern permanent was sie zu fühlen oder zu tun haben-Scheiße‘ höre ich hier nicht.Große Dankbarkeit darüber.

  11. Danke für diesen wundervollen Artikel der den Nagel auf den Kopf trifft.
    Demnächst geht mein Mann in Elternzeit, ich wieder zur Arbeit. Ich freue mich schon auf den ersten Kasperl der antanzt und mir erklärt, warum das falsch ist. Das ich doch das Kind vermissen werde, und ob der Papa das den alles schafft (hat mich jemand gefragt wie ich das alles schaffe? – Never ever!). Das Kind wird riesigen Spaß mit dem Papa haben und er wird sehr wertvolle Erfahrungen machen! Und ich werde die Zeit mit Erwachsenen genießen. Den ich hab diese Pause (lustig, wie man einen 40-h Job dann als „Erholung“ sieht) so dringend notwendig um mir meine geistige Gesundheit zu bewahren.

  12. Auch der Satz „Mein Mann hilft mir im Haushalt“ bringt mich auf die Palme.

    „Männer leisten viel mehr als du denkst, Männer werden im Beruf viel mehr gefordert als Frauen weil sie nun mal Männer sind,nur weil sie nicht viel im Haushalt tuen heißt es nicht das sie nicht viel auf der Arbeit machen und verdient haben das sie mal eine ruhige Nacht haben ohne genöle der Kinder.“ @Mama ist das dein Ernst?

    Wo werden bitte Männer im Beruf mehr gefordert? Und was machen dann die berufstätigen Mütter? Und verdient eine Mutter nicht ebenfalls eine ruhige Nacht ohne „genöle“ der Kinder?

    Es bleibt viel zu ändern!

  13. Als meine Kinder klein waren, gab es noch keine Elternzeit und die Mutter der Kinder ist eben das erste Jahr zu Hause geblieben, bis die Kinder in die Krippe gegangen sind. Da gab es gar keine Alternative. Die Großeltern wohnten zu weit weg, also bin ich weiter arbeiten gegangen, habe die Einkäufe getätigt und den Budenschwung erledigt. Trotzdem habe ich ich mich nach Arbeit und an den Wochenenden mit um meine Kinder gekümmert. Das war ganz normal und geschah ohne Anweisung. Schließlich bin ich Vater.

    Als die Mutter wieder arbeiten ging, habe ich morgens zwei kleine Kinder ausgehfertig gemacht und in die Kita geschafft, bevor ich arbeiten ging. Die Mutter hat sie dann nachmittags abgeholt. Abends habe ich dann die Kinder ins Bett gebracht inklusive der ganzen Prozedur mit Waschen, Umziehen, Vorlesen etc.

    Für mich war das ganz normal, denn ich liebe meine Kinder. Und dieses ganze Geschwafel von Übermutter und Spitzenvater ist in meinen Augen Selbstbeweihräucherung.

    Wer Kinder bekommt, weiß, was auf einen zukommt. Dazu gehören eben massive zeitliche Einschränkungen für einen selbst. Dafür bekommt man aber Kinderlachen und andere Herzensdinge geschenkt.

  14. Ach da tun Sie dem jungen Vater aber unrecht. Sie schreiben er wäre noch in Elternzeit, also ganz am Anfang 😀 Machen wir uns nichts vor, er kann überhaupt nichts dafür. Der arme Tor weiß es noch nicht besser. Am Anfang waren wir doch alle so optimistisch. Lassen Sie doch alle jungen Väter ihre eigenen Erfahrungen machen, vielleicht haben Sie ja auch die Change das Gespräch mit ihm in 1-2 Jahren zu wiederholen. Vielleicht sieht er die Dinge nach etwas aktivem Elternsein ja etwas realistischer. 😀

  15. Es war so schön, diesen Text zu lesen und ich habe soviel gelacht. Ich bin Mutter mit drei Kindern und vollzeit berufstätig und ich versuche, alles um mich herum so locker als möglich zu sehen. Und doch finde ich es immer wieder befremdlich, dass mein Mann (der gleichzeitig der Vater meiner Kinder ist) für ähnliche Dinge, wie ich sie auch tue, ganz andere Rückmeldungen bekommt als ich.

    Ein Beispiel: Wenn ich mit den dreien 7 Stunden quer durch die Republik fahre, dann ist es „easy“, weil die Kinder „ja gerne Zug fahren“ – wenn mein Mann mit den dreien auf der gleichen Strecke unterwegs ist, will die Oma ihn begleiten, weil „das ist ja schon ein bisschen viel, nicht wahr“.

    Es geht hier nicht ums Klagen (auch nicht im Text, wie ich ihn gelesen und verstanden habe), sondern um Erwartungshaltungen und fremde/befremdliche Vorstellungen, die wir annehmen und zu eigen machen können – oder bekämpfen – oder sie einfach wahrnehmen und mit soviel Humor als möglich nehmen.

    Schön, wenn wir Frauen einen kompetenten Partner zur Seite haben, der das ungleiche Spiel, das mit Müttern und Vätern gespielt wird, auch durchschaut und man sich als Paar seine eigenen Spielregeln machen kann.
    Und bedauerlich, dass es von diesen Paaren immer noch zu wenige gibt!

    Umso schöner, diesen Text zu lesen und zu wissen: Wir sind nicht allein 🙂 Ich freue mich auf weitere Seelenverwandte.

  16. Ich bin alleinerziehend. Nicht Teilzeit, sondern alleine. Ich verdiene unseren Lebensunterhalt selbst. Als Hebamme nicht unbedingt einfach und eher zeitaufwändig. Männer arbeiten also nicht immer mehr, sondern sie verdienen nach wie vor einfach besser. Im konservativen Bayern ist es nicht vorgesehen ein Kind alleine groß zu ziehen. Deshalb bekommt man häufiger mal einen Stein in den Weg gelegt. An guten Tagen muss ich deshalb schmunzeln, wenn gemeinsame Arbeotskollegen des Kindsvaters und mir auf mich zukommen um mir zu sagen, wie toll sie es finden, dass er sich so toll kümmert, weil er sie alle paar Wochen mal alleine (seine Freundin ist meist dabei, sie wickelt das Kind oder macht das Essen) für zwei bis drei Stunden nimmt. An schlechten Tagen frustriert mich das sehr. Danke für deinen Artikel! Ich bin nach der Zeit, die ich mit meinem Kind verbringe also eine vollwertige Mutter. Aber eine sehr müde. Eine Mama kann sich nur so gut um ihre Kinder kümmern wie sie sich um sich selbst kümmert. Ich träume von einem Urlaub alleine, um irgendwann mal wieder zu Kräften zu kommen. Trotzdem liebe ich mein Kind bedingungslos und bin überglücklich Mama zu sein. Schließt sich ja nicht aus!

  17. Danke, danke, danke für den tollen Text. Wir werden immer wieder schief angeguckt, weil wir mit unserem Kleinen (gerade mal ein Jahr) im Hotel Urlaub machen, dann auch noch im Ausland…ey sorry, es ist auch mein Urlaub, und für Ostsee und Harz bin ich einfach noch nicht alt genug. Und ich hab einfach keinen Bock im Urlaub mich morgens auch noch hinzustellen und Frühstück zu machen. Da genieße ich es, wenn ich mich morgens im Hotel am Frühstücksbuffet bedienen kann, das Bett gemacht und das Bad geputzt ist, wenn wir vom Tagesausflug wiederkommen, und wir abends in der Hotelbar noch einen Absacker nehmen können, während der Kleine im Zimmer schlummert…immer bei uns, da durch Babyphon verbunden.
    Und die Ansicht von „Mama“ find ich leider antiquiert. Ich liebe mein Kind und bin gern seine Mutter, aber es ist nicht meine Lebenserfüllung nun Hausfrau und Mutter zu sein. Er geht jetzt in die Krippe, ich geh wieder 40h arbeiten. Denn ich liebe auch meinen Beruf, eine Erfüllung auf anderer Ebene. Ja, es ist manchmal schwer da die Balance zu finden. Aber nur Hausfrau und Mama zu sein, reicht mir leider nicht und würde mich letztlich nicht glücklich machen. Glückliches Kind = Glückliche Eltern…die Gleichung funktioniert aber auch andersherum! Und dazu gehört dann auch Urlaub, den aber auch alle als Urlaub empfinden. Daher kann ich mir auch Urlaubsunterkunft mit Kinderbetreuung oder Urlaub mit Großeltern vorstellen (aber nicht diese horrend überteuerten Familienhotels)…und auch ich spreche hier nur von ein paar Stunden, damit man sich mal in Ruhe eine Ausstellung anschauen oder einfach ein bisschen den Wellnessbereich genießen kann. Ich will mein Kind nicht am Anfang des Urlaubs abgeben und am Ende wieder abholen. Das ist ja nicht Sinn der Sache und sicher auch nicht so von der Autorin gemeint. Aber wie bei vielen Dingen in Fragen Erziehung/Kinder/Elternsein wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und Ansichten teilweise militant vertreten. Schade eigentlich.

  18. Ich bin alleinerziehende Mama mit 3 Kindern und nahezu 50 Arbeitsstunden in der Woche, denn ich versorge nicht nur die Kinder daheim, betreue ihre Hobbies oder wasche ihre Wäsche, nein, ich trage auch die finanzielle Verantwortung alleine. Ein Arbeitgeber sieht das nicht gern, Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt sind gleich Null. Also kämpft man mit den Sorgen, arbeitet was irgend möglich ist, versucht nebenbei das Beste Haushalt und Kids zu schmeissen. Und dennoch gibt es Menschen, die es wagen mir zu sagen, ich solle mich mehr mit den Kindern befassen, der Haushalt wäre nicht ordentlich genug und das Abgeben der Kinder, um mal selbst Luft zu holen, für äusserst verwerflich halten. Allen voran der Vater der nicht arbeitende Vater der Kinder (nicht arbeitend, weil er von seinem Verdienst ja nichts hätte, das müsste er ja mir in den Rachen schmeissen, damit ich mir meinen Nagellack kaufen kann). Der wollte diese Ehe übrigens nicht mehr, weil ihm das mit den Kindern zuviel war und seine Frau nach der Geburt des 3. Kindes doch tatsächlich wagte zu fordern, dass er bitte nicht mehr an 5 Tagen die Woche für 3 Stunden zum Fitness verschwindet – 3x würden doch auch reichen. Also diese ganze Diskussion ist nach wie vor wichtig, weil einfach zu viele Menschen, auch und vor Allem Männer, eben NICHT verstanden haben, dass wir Frauen heute NICHTS für garantiert nehmen können. Mutter, Hure, Heilige, Arbeiterin. Das sollen wir sein. Alles gleichzeitig und immer am Besten dann, wenn Mann das entsprechende will, oder die Gesellschaft. DAS überfordert Mütter! Gern wäre ich mehr Mutter – aber das bezahlt mir keiner! Und das Geld brauche ich nun mal um meinen Kindern die Schule, die Hobbies, Kleidung, Mahlzeiten, Ausflüge zu finanzieren. Und ja, ich möchte im Urlaub bitte auch mal ein Buch lesen dürfen. Im Wasser mal rausschwimmen können, ohne auf einen halben Nichtschwimmer Rücksicht nehmen zu müssen. Und ja, auch Mütter brauchen Pause um ihre Akkus aufzuladen. Und diese fordert kaum eine Mutti ein, wenn Kinder das nicht auch vertragen können. Stete Nähe führt zum Mord – und Kinder brauchen Gesellschaft, andere Kinder und kleine Abenteuer ohne die ständig kreischende Mutter „Klaus Peter, nich da rauf klettern“ etc pp. Früher sagte man: „Um ein Kind gross zu ziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ Heutr braucht man eine Mutter und das wars? Nein! Soll bitte jeder machen wie er will – aber ich fordere eine deutliche Entlastung der Mütter!

    1. DANKE für diesen Kommentar! Das ist genau das, was ich mich immer frage, wie man das alleine, und auch ganz alleine, oder halb alleine alles schaffen soll. jeder Mensch braucht mal eine Pause. Und alles was ich über dieses geile früher immer höre, beinhaltet auch viel Familie, soziale Netzwerke und die Tatsache, dass irgendwie alle Gleichaltrigen Kinder hatten

  19. Ich finde es krass, dass ein banaler Satz gleich solche Gedankengänge auslösen. Es zeigt doch, dass da ein enormes Rechtfertigungsbedürfnis besteht. Warum nicht einfach jeder so wie er will? Die Einen sehen im Sinn von Urlaub Zeit mit Kind, die Anderen Zeit für sich. Ist eins davon falscher? Menschen sind einfach anders, Bedürfnisse und Lebenssituationen auch. Warum immer eine Grundsatzdebatte führen und sich nicht einfach an der Andersartigkeit freuen. Nicht alles ist ein Angriff und nicht alles besser oder schlechter. Hört doch bitte einfach mal auf mit diesen Hypothesen und Entgegenstellungen. Einfach die Dinge gelassener sehen.

  20. Ich kann mich dem vorherigen Kommentar nur anschließen. Des weiteren bin ich ausreichend fasziniert von den Kommnentaren der Grützköpfe, die einem echte Mutterschaft absprechen, weil man es sich erlaubt, sich nicht in der Mutterschaft auszulösen! WOW!
    Alles Liebe Anna

  21. Das ist bestimmt je nach Familie komplett unterschiedlich.
    Bei uns macht im Alltag jeder viel seine eigenen Sachen und Zeit zusammen ist eher selten. Da freue ich mich sehr über einen gemeinsamen Urlaub, wo alle auf einem Haufen sind, miteinander Dinge unternehmen und die Seele baumeln lassen.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    1. Das sehe ich auch so! Jeder wie er will und im Urlaub mal Zeit zu zweit zu haben, gerade wenn man sich noch an die Umstellung zum ersten Kind gewöhnt, ist auch nicht verkehrt, kann der Ehe oder Beziehung nicht schaden. Ich muss wirklich sagen, Urlaub mit Großeltern war super! Für den Enkel besonders! Vierfach Liebe und Betreuung 🙂 alles gute dir und deiner Familie!

  22. Vielen vielen Dank für den tollen, notwendigen Artikel!! Mein Mann erzählt seiner Mutter immer ganz stolz, dass er jetzt staubsaugen und hinterher noch zum Einkaufen fahren muss…Großartige Leitung, nicht? Wunderbaren Montag!

  23. Nein ich sehe es nicht so.
    Deine Meinung:
    Kinder sind ein Stressfaktor deshalb hast du Urlaub auch ohne Kind verdient
    Männer brauchen kein Lob selbst wenn sie ein Teil der Kindererziehung übernehmen die deiner Meinung nicht genug ist.
    Eine Intakte Ehe definiert sich dadurch zeit ohne Kind zu verbringen.
    Männer gegenüber hat die Gesellschaft keine Erwartungshaltung mehr.

    Was du hier beschreibst ist maßlos Übertrieben.
    Wenn du Mutter werden willst dann muss du da auch durch so ist das nun mal wenn du wieder Urlaub ohne Kinder haben willst dann warte bis sie Erwachsen sind dann hast du noch Zeit genug.
    Ganz ehrlich die Zeit mit den Kinder ist begrenzt du wirst die Zeit noch nachtrauern wenn sie Groß sind sie jetzt immer wieder abzuschieben wirst du später bereuen dann leidet deine Geistige Gesundheit genauso drunter.

    Männer leisten viel mehr als du denkst, Männer werden im Beruf viel mehr gefordert als Frauen weil sie nun mal Männer sind,nur weil sie nicht viel im Haushalt tuen heißt es nicht das sie nicht viel auf der Arbeit machen und verdient haben das sie mal eine ruhige Nacht haben ohne genöle der Kinder.
    Du bist halt die Mutter und wenn du zu viel Stress hast Arbeit und Kinder unter einen Hut zu bekommen dann tritt bei der Arbeit kürzer und kümmer dich um den Haushalt. Wenn du denkst das Männer und Frauen gleichberechtigt sind wieso gehst du davon aus das Männer die Sachen am Haus reparieren müssen, wenn du doch so dafür bist mach es doch selber!

    Interessant das du denkst eine Ehe kann man nur Intakt halten wenn man zeit ohne den Kinder verbringt, aber du weißt schon das wenn Kinder in einer Ehe enstehen diese auch zu Ehe dazu gehören, du gibst ja auch deine Kinder in deiner Steuererklärung an oder nicht dann gibst du auch gleichzeitig zu das sie dazu gehören zu dir und zu deinem Ehemann. Sie dann aber gleichzeitig wegzuschieben wenn man sie gerade mal nicht braucht ist dann doch sehr widersprüchlich.

    Männer gegenüber hat man immer Größere Erwartungen früher brauchten sie nur das Geld nach Hause bringen nach einem harten Tag heutzutage müssen sie noch die Kinder mit erziehen, müssen noch die Hälfte des Haushalts übernehmen außerdem Kochen und das deiner Meinung nach ist eine geringe Erwartungshaltung?

    Naja der Text ist vorne bis hinten ziemlich haltlos.
    Gleichberechtigung = mehr Frauenrechte und weniger für die Männer.

    Ich bin keine Mutter die sich nie ne Stunde für sich nimmt das tuhe ich sehr wohl, aber dafür ist die Kita da (ab 3 Jahre) den Kinder tut dieses viele weggeben besonders in Fremdbetreuung nicht gut, alles in maßen sag ich immer. Aber man ist Mutter das Kind geht immer vor man darf wieder mehr an sich denken wenn das Kind aus dem gröbsten Raus ist so ist es nun mal alle anderen Frauen die es anders sehen sind in meinen Augen (also meine Meinung) keine vollwertigen Mütter Punkt.

    1. Was für eine veraltete Sicht vom „Mutter“ Konstrukt… Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn man sein Kind erst mit drei Jahren in den Kindergarten gibt. Wer es sich finanziell leisten kann und „Mutter sein“ zu seiner Hauptidentität machen möchte – do it! Aber wer das nicht tun möchte und stattdessen – ebenso wie der Mann – 5, 8, 10 Stunden am Tag arbeitet und sein Kind in einer KiTa oder ähnlicher Einrichtung fremdbetreuen lässt, muss a) nach aktueller Studienlage in Dingen kindlicher Gesundheit und Entwicklung wohl kaum ein schlechtes Gewissen haben und b) auch irgendwann eben Zeit für sich haben, die du dir dann nimmst, wenn die Kinder im Kindergarten sind.

      Der Text wurde außerdem scheinbar nicht richtig gelesen. Denn wie die Autorin schreibt, geht es doch eben nicht darum, Urlaub ohne Kind zu machen. Sondern lediglich um die eine oder andere Stunde Betreuung. Hier wird auch nicht abgestritten, dass Kinder zur Ehe dazu gehören. Aber mal ehrlich, wer kann denn bitte entspannt auf Sexytime machen, wenn das Baby daneben brabbelt oder gar das Kleinkind spielt?

      Kürzlich hatten der Mann und ich die Gelegenheit, in einem beschaulichen Städtchen zu bummeln – ohne Kleinkind. Durch hübsche Gassen schlendern (nicht hinter einem Kind her rennend) und ein Eis zu genießen (nicht zu verteidigen oder runterzuschlingen, weil Junior beim Essen Hilfestellung benötigt). Es brauchte keine Stunde, bis ich feststellte: „Wenn wir mal nicht im Elternkontext zusammen sind, finde ich dich eigentlich noch richtig gut.“ und er antwortete „Ja, wenn wir in unserem Alltagstrott sind, frage ich mich manchmal wer diese Frau ist, mit der ich da zusammenlebe.“ AUTSCH! Natürlich ist das nur meine Erfahrung. Aber von der Flut an Texten mit ähnlichen Anekdoten zu urteilen, verlieren sich doch einige im Zuge der Elternschaft.

      Und: Dass der Text ein wenig überspitzt ist – vielleicht aus einer akut entnervten Situation heraus geschrieben ist – merkt man doch wohl auch?

      1. Veraltet nein Alt Ja und es ist keine Schlechte Ansicht.
        Ich sag ja nicht da man immer zu 100 % Mutter sein muss aber schon so viel das man später nicht bereut. Und sich ins Mutter sein zu verlieren ist aus heutiger sicht „schlecht“ aber ich empfinde es nicht so. Weil es eine begrenzte zeit ist. Wenn diese Ehe die hier beschrieben ist stabil ist wieso nicht erstmal das Mutter sein genießen sich auch drin verlieren und später wenn das Kind aus dem gröbsten Raus ist sich wieder finden und dann wieder auf Sexy Time umschalten. Aber hier denke ich spricht auch etwas Angst in dem Artikel den Ehemann zu verlieren. Sie Muss sich da etwas ändern nicht Ihr Umfeld.

        Kinder sind nicht sehr lange so klein und man hat schneller sein Freiraum wieder als einen lieb ist, wenn man sich aber unter zwang diesen Freiraum schafft ist man dann überhaut noch Mutter? ich denke nicht, tut es dem Kind gut? definitiv Nein die Revolution hat den Kinder nicht umsonst son schrei Organ gegeben der nach der der Mutter verlangt wenn es notwendig ist. Aber heut zu tage wird es als Schlecht empfunden. Kinder sollen gefälligst wenns den Eltern gerade passt Abgegeben werden ohne das sie sich beschweren und wieder geholt werden wenn sie halt wollen. Auch wenns nur ein paar Stunden im Urlaub sind so häuft es sich doch sehr im normalen Alltag das ist doch kein Eltern sein mehr. Früher hat man die Kinder ganz zuhause gelassen weil es normal war das Kinder bis zum Schulalter bei den Eltern blieb und im Gegensatz zu früher hatte nicht jedes zweite Kind ADHS oder sonstige Krankheiten der auch am Ende nur ein Hilfeschrei von den Kinder war.
        Ich bin nicht gegen den Kindergarten ein paar Stunden pro Tag unter anderen Kindern tut ihnen gut danach aber sollte man als Mutter aber wieder für das Kind da sein.

        Man Spielt nicht nur eine Rolle man spiel Ehefrau und Mutter aber man sollte lernen seine Prioritäten richtig zu legen solange es noch geht, erst die Kinder dann der Ehemann, weil es mit den Kindern eine Begrenzte zeit ist wer denkt das die Ehe begrenzt ist hat nie verstanden was eine Ehe überhaut ist meine Auffassung davon lautet: Man braucht nicht mehr seinen Partner wie eine 14 Jährige hinterherrennen die gerade Ihren Idol getroffen hat.

        Und wenn es die Auffassung von 1950 trifft ok dann ist das halt so ich sehe darin nichts schlechtes.

    2. Genau wegen dieser „wenn Du das wolltest, dann musst Du da halt einfach durch“ – Ansichten, sind so viele Mütter am Rande ihrer Kräfte.
      Ich finde Deinen Kommentar total daneben.
      Und darüber hinaus scheitern sowohl Mütter an Ansprüchen wie Du sie auftischt alsauch Ehen, weil es sehr wohl so ist, dass man noch Paar ist und noch Frau ist und halt eben nicht NUR Familie und Mutter.
      Menschen wie Du tragen maßgeblich dazu bei, dass es schwer ist diese Steinzeitmuster zu lösen.

  24. Köstlich! So ein relaxter Schreibstil und so wahre Worte!
    Noch besser, wenn solche Übereltern-Kommentare zum Thema „100% Urlaub (oder was auch immer für Events) mit Kind “ auch noch von Müttern kommen… Sie sind zwar nur noch ein Schatten ihrer selbst, aber Aufopferung ist ihr zweiter Name!
    schreibt eine vierfache Mutter, gerade mit Baby an der Brust (OMG…darf ich überhaupt während des heiligen Stillens auf meinem Handy rumtippen!?!?), die trotz und wegen der vielen Kids gerne auch mal allein mit ihrem Mann ein Wochenende an der Ostsee verbringt!

    1. Danke Kerstin! Entspannt lebt es sich doch am besten! Ich antworte auch stillend…mit 15 Monaten. Ich muss auch sagen, dass in der sehr familienbewussten Sowjetunion auch ziemlich normal war, ohne die Kinder in den Urlaub zu fahren. Die wurden wie selbstverständlich bei Oma und Opa gelassen. Auch meine Großeltern fuhren regelmäßig ohne ihre fünf Kinder in den Urlaub (und die hatten einen Hof!). An sich sprach ich auch nur von wenigen Stunden, ab und zu, aber jeder liest wie er oder sie es verstehen möchte. Von daher, viel Spaß bei jeder Reise, ob Ostsee oder anderswo!

  25. Ich weiß nicht, ob das Gespräch mit dem Vater der Auslöser oder der Aufhänger
    von diesem Text war, ich finde die Interpretation der Aussagen des Vaters aber
    oberflächlich. Meiner Meinung nach zeigt die Aussage des Vaters eher seine
    Bedürfnisse und hat doch rein gar nichts mit einem „Supervater“ zu tun. Auf hat
    dies nichts damit zu tun, ob ein Elternteil mehr oder weniger Lob für
    Tätigkeiten rund um Haushalt oder Kind verdient hat oder nicht. Kurz vorweg
    gesagt: Mütter/Väter/Alle haben das Recht auch mal Zeit für sich zu verbringen
    und ihre anderen Interessent oder was auch immer ausleben zu können. Meiner
    Meinung nach muss jede Mutter-Vater-Beziehung selbst damit klarkommen und
    diskutieren, wie jeder seine Chance auf diese Zeit bekommen kann. Wenn man das
    nicht hinbekommt, dann liegt der Hund aber woanders begraben.
    Aber zurück zu der Aussage des Vaters. Leider ist es in unserer Gesellschaft
    noch so, dass man nur in den seltenen Fällen von dem klassischen Familienbild
    abweichen kann. Ich möchte jetzt nicht in die (wenn auch überfällige) Diskussion
    abdriften, warum es leider so ist, aber Fakt ist: Männer verdienen meist mehr
    Geld als Frauen. Und da die Männer dann meist auch arbeiten gehen, ergeben sich
    zwei Faktoren die man betrachten sollte: Zeit und Geld.
    Kommen wir zur Zeit: Wenn der Vater seine 8+X + Anfahrt/Heimweg arbeiten geht
    und dann auch noch den Bedarf an Schlaf besitzt, um tagsüber seine geforderte
    Leistung zu erbringen, dann bleiben ihm unter der Woche noch wenige qualitative
    Stunden mit seiner Familie. Wenn er dann am Wochenende oder im Urlaub den Wunsch
    hat mehr intensive Zeit mit dem Kind zu verbringen, sollte das dann nicht
    einfach so mal hingenommen werden? Ich kann das auf jeden Fall nachvollziehen
    und das hat nichts damit zu tun, dass ich von der Gesellschaft als guter Vater
    wahrgenommen werden möchte. Ich habe mich bewusst auch für das Kind entschieden
    um eben diese Momente der Zwei-/Drei-/ was auch immer –samkeit zu verbringen.
    Und dann zum lieben Geld: Ich würde mich als jemanden bezeichnen, der durch
    seine universitäre Ausbildung und durch sein Gehalt als finanziell privilegiert
    bezeichnet werden kann und ich denke, dass es dem überwiegenden Teil der Leute
    hier (der Autorin eingeschlossen) ähnlich gehen wird. Trotzdem war es für mich
    als „Ernährer“ eine Rechenaufgabe zu überlegen, ob man sich die Elternzeit mit
    dem entsprechenden bedingten Lohnausfall des Vaters leisten kann. Wenn man jetzt
    aber mal einen Urlaub mit Kinderbetreuung betrachtet. Wir haben für drei Nächte
    in einem Kinderhotel 800 € gezahlt. Wenn man das auf eine Woche oder länger
    hochrechnet, dann ist das für viele einfach nicht finanzierbar. Vielleicht war
    die Aussage des Vaters auch einfach nur Scham, weil er nicht sagen wollte, dass
    er sich das (zusätzlich zur Elternzeit) nicht leisten kann.
    Auch wenn der Kommentar länger geworden ist, hoffe ich, dass die Nachricht rüber
    gekommen ist: Mit solch oberflächlichen Kommentaren ist keiner Seite geholfen.
    Ich denke, dass meine Frau und ich das gut hinbekommen. Redet doch miteinander,
    wenn Ihr als Mutter mehr Zeit für Euch braucht und sagt Eurem Mann Eure
    Bedürfnisse. Ich bin mir sicher, dass er Euch soweit es ihm möglich ist entgegen
    kommt. Dies bringt mehr als einfach nur unreflektiert in sich zu beschweren.

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