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2 Monate zu fünft, 2 Monate mit Baby // Ein Update

Vor zwei Monaten ist unser drittes Kind geboren, seit zwei Monaten sind wir zu fünft. Es wird also Zeit für ein kleines Update.

Wir sind alle zusammen als Familie ziemlich glücklich zu fünft, das hatte ich ja schon geschrieben. Und sonst so?

Wie geht es dem Baby?

Edda wächst und wächst (sie ist jetzt schon 62 cm lang) und hat schon ordentlich Speck angesetzt (sie wiegt jetzt 5.500 g). Sie lacht und gluckst und strampelt und quietscht vor Freude und ist jetzt ein fröhliches Baby. Die ersten 8 Wochen war allerdings gar nicht so. Eigentlich hat sie jeden Tag mindestens eine Stunde lauthals geschrien, konnte sich schlecht beruhigen und war manchmal den ganzen Tag wach und wollte nur an die Brust. Ich hab gefühlt die ersten 8 Wochen das Baby permanent im Arm durchs Haus getragen, gestillt, getragen, gestillt, Windeln gewechselt.

Nach 8 Wochen haben wir festgestellt, dass sie eigentlich ganz gerne auf der Seite liegt und seitdem wurde es schlagartig besser. Und, sie wurde auch wacher und hat angefangen Dinge anzugucken. Das hat sie wahrscheinlich selber entspannt und nun läuft es besser. Sie schläft, trinkt, ist ohne zu Schreien wach, schläft irgendwann wieder ein, usw. Wenn niemand im Haus ist, ist sie ruhiger, wenn alle da sind, aufgeregter. Ach, das hatte ich vergessen zu erwähnen: wir haben ein kleines Speikind. Sie spuckt und spuckt und spuckt.

Im Vergleich zu den anderen Kindern ein eher schreckhaftes und unruhiges Baby, aber wenn sie gut gelaunt ist, sehr fröhlich. Die Jungs haben auf jeden Fall viel mehr geschlafen und sind auch irgendwie leichter eingeschlafen und das auch überall. Edda braucht eine ziemlich ruhige Umgebung, die Seitenlage und den richtigen Moment zum Einschlafen, sonst schreit sie sich einfach ein und ist schwer zu beruhigen. Das kannte ich von den Anderen auch nicht. Von daher ist sie auch eher ein Tragekind, also schon gerne in der Babytrage, was natürlich bei ihrem Spuckpensum manchmal schwierig ist *tränenlach*.

Das dritte Kind läuft mit?

Also ganz ehrlich – nein. Das dritte Kind braucht genauso viel Aufmerksamkeit, wie alle anderen Kinder und natürlich jetzt noch ein wenig mehr, da es ja noch ein Baby ist. Und irgendwie hat das kleine Mädchen auch schon seinen eigenen Kopf und weiß genau, was es will.

Und die Großen?

Die Jungs lieben ihre kleine Schwester abgöttisch! Sie animieren sie zum Lachen und küssen und kuscheln wie verrückt mit ihr. Sie sind auch beide irgendwie größer geworden und selbständiger. Ich lass sie auch machen. Nur manchmal, wenn es ums Kuscheln mit mir oder ums Vorlesen geht, wird es schwieriger. Da kommt auch mal ein: „Leg doch mal das Baby weg!“. 😉

Wie geht es mir?

So langsam geht es mir besser. Die ersten Wochen bin ich manchmal schon auf dem Zahnfleisch gekrochen. Das permanente Rumtragen und ständige Stillen und das unerklärbare Schreien das Babys … meine Nerven lagen einfach komplett blank. Dazu musste ich mich auch erst einmal vom Kaiserschnitt erholen und nach ungefähr vier Wochen hatte ich eine Rückenblockade, so dass ich ungefähr eine Woche lang nachts im Stehen gestillt habe, da ich Angst hatte, nicht mehr aufstehen zu können. Das waren so schlimme Tage, die Schmerzen und das unausgeglichene Baby und der Rest der Familie, ich bin manchmal einfach nur zusammengebrochen und habe geweint.

Zusätzlich hab ich natürlich auch schon wieder gearbeitet, hab also parallel Mails geschrieben und Telefonate geführt und so getan, als ob alles normal läuft, während ich beim Osteopathen und Chiropraktiker auf der Liege lag und mein Mann draußen das schreiende Kind beruhigte. Dann habe ich einen Schmerztherapeuten empfohlen bekommen und der hat mich gerettet und mich von den Rückenschmerzen erlöst! Und damit wurde alles besser. Schmerzen weg, ich fühle mich langsam wieder wie ein Mensch und Stück für Stück reguliert sich alles wieder. Mein Bauch ist (vor allem abends) immer noch da und geht nur sehr langsam zurück (was mich total nervt aber drittes Kind, was soll ich erwarten?) und ich hab immer noch sieben Kilo zuviel drauf. Aber insgesamt geht es mir jetzt schon ziemlich gut. Das Beste: Ich habe dieses Mal, im Vergleich zu den anderen beiden Schwangerschaften, keine depressiven pränatalen Stimmungsschwankungen. Alles ist normal und fühlt sich gut und klar und hell an. Ich komme zwar nicht so richtig zum Arbeiten aber wenn, dann bin ich sehr effektiv und schnell.

Fazit

Die ersten 8 Wochen waren hart aber jetzt ist es total entspannt und schön, was auch daran liegen kann, dass die großen Kinder gerade eine Woche bei den Großeltern und im Ferienlager waren. Mal nicht alle auf einmal, war wie ein kleiner Urlaub und wir haben uns alle hinterher sehr aufeinander gefreut.

Das Tragebaby

Das Baby ist also ein richtiges Tragebaby. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, nutzen wir die Babytrage Adapt von Ergobaby. Die kann man direkt von Geburt an verwenden. Wobei ich erst so ungefähr mit der 4. Woche begonnen habe, davor hab ich ein Tuch genommen. Man braucht keinen extra Neugeboren-Einsatz, da die Adapt direkt verstellbar ist, einmal mit Klettverschlüssen in der Stegbreite und mit kleinen Druckknöpfen direkt am Rückenpanel fürs Feintuning sozusagen. Hier im Video wird das auch sehr gut beschrieben. So kann man dann die eine Trage nutzen, bis die Kinder 3 Jahre alt sind.

Wir haben jetzt im Sommer die Babytrage aus der aktuellen Cool Air Mesh-Serie in Schwarz. Die hat einen schönen luftdurchlässigen Stoff, was jetzt bei den warmen Temperaturen für mich (oder Papa) und unser Baby sehr angenehm ist.

Und was ich seit Neuestem mache, das hat mir Theresia gezeigt. Ich kreuze die Gurte auf dem Rücken, dadurch hat man eine viel größere Armfreiheit und es fühlt sich für den Rücken auch leichter an. Ist auch eine super Option für alle, die nicht so gelenkig sind und sich immer schwer damit tun, die Schnalle an dem Brustgurt hinterm Rücken zu schließen. Das entfällt beim Überkreuzen der Träger praktischerweise. Das Einzige, was dann nicht geht, ist eine Jacke drüber zu ziehen, denn dann sieht man aus, als hätte man einen Buckel 😉 Aber im Sommer braucht man die ja sowieso nicht.

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  • Anja

    oh man, ja jedes Kind ist anders und es ist einfach nicht zu planen oder vorzubereiten. Wir sehen uns auch mit einem dritten Kind – aber zwischendurch habe ich nach der langen Babypause auch Bedenken: Jedes Kind stellt das Familienleben auf den Kopf und es ist gerade so schön und schon so lange „eingespielt“. Gleichzeitig reizt uns ein weiteres Kind- wie wir das sein? was wird es mit den Großen machen? Wie wird so ein kleiner Mensch uns alle verändern? Einzelnd und miteinander? Solche kurzen Einblicke in dein Leben als Mutter mit (wieder kleinem) Baby finde ich da sehr hilfreich. Danke dafür.

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